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Bimmelbimmel, etwa so weckte mich der Wecker von Daniel um kurz vor halb 7. Es war aber nicht das erste mal das ich heute früh erwachte. Irgendwann zu unchristlicher Zeit brüllte der Muhezin von seinem Minarett – und es fühlte sich an als stünde der gute Mann neben meinem Bett *umpf* ;) Da konnte ich mich aber noch mal drehen, nicht so um halb 7, wir mussten / wollten raus. Ich hatte dazu überhaupt keine Lust, ist ja Urlaub, aber die anderen drängten. Wir wollten heute früh nämlich den Morgenzug von Taza nach Fes erlegen im Wendel drin vor Ain Sbit, da sollte er etwa um 8 Uhr sein also wollten wir um 7 los. Viel zu früh, aber das Wetter über unserem Kopf war gar nicht übel ... aber leider nur da. Denn als wir die Stadt mit schläfrigen Augen verliessen war es im Osten stockdunkel obwohl doch da hinten die Sonne aufgehen müsste. Na, nicht heute und auch beim erreichen der Stelle war es nicht wirklich heller, Iso 800 Wetter. Umso mehr geärgert haben wir uns über diesen Umstand als der Zug kam, es führte eine GM vor einer 72000er .. GRMBL. |
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Der Penderlzug 200 (hihi) von Taza nach Fes (6:30 - 8:32) kommt nur an einer Stelle im Licht, so die Sonne den scheinen würde. Zwischen Sidi Harazem und Aïn-es-Sbite muss die Bahn in einer grossen 180° Kehre gewaltig an Höhe verlieren, und da dreht die Strecke nach Osten, obwohl Fes eigentlich im Westen von Taza liegt. Die Franzosenlok hinter der DH irritierte uns gewaltig. |
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Dann fuhren wir mal zum Bahnhof hinter dem Scheiteltunnel, Ain Sbit, um uns da heute wieder nach Güterverkehr zu erkundigen. Wieder war derselbe da und wieder beantwortete er alle unsere Fragen geduldig und gerne. Güterzug habe es heute leider auch keine, erfreulich war aber die Info über die 72000, die anscheinend zwischen Nador und Tauririt pendelt und zwecks Tausch mit dem BW immer mal wieder (oder sogar Täglich) am Morgenzug hängen soll zusammen mit der GM. Um was die Fahrzeiten anbelangt etwas genauere Informationen als unser Faltblatt zu haben fotografierten wir noch kurz den grossen grafischen Fahrplan welcher an der Wand des Bureau des Chef de la Gare hing. |
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Im Bahnhof von Ain Sbit nervten wir dann etwas den ONCF Mitarbeiter und stiessen dabei auf dieses praktische Plänchen. |
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An der Strecke einige Kilometer weiter hinten werteten wir diesen aus und übertrugen ihn auf Papier .. mehr Verkehr wurde es deswegen aber leider nicht, im Gegenteil. Chips als Frühstücksersatz fressend warteten wir dann an Ort und Stelle die 3.5h ab bis der erste Zug kommen sollte. Zwischenzeitlich standen wir unter einem riesigen Sonnenloch welches sich aber genau so schnell wieder schloss wie es aufgetaucht war. Zum Zug verteilten wir uns dann unter dicken Wolken und des Unglücks nicht genug begann es noch zu Regnen, bei den einen stärker, bei den anderen schwächer ... aber bei allen nicht senkrecht sondern Horizontal. Beide Züge, sie kreuzen ja am See, kamen in der Dunkelheit vorbei, bei uns allen ... und so hielt uns nichts mehr an en Stellen. |
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Ein grosses Sonnenloch liess uns in der Gegend vom Barrage Idris 1er (so heisst der Stausee im Bildhintergrund) verharren und auf die nächsten Züge zu warten. Erfolglos, den als eine DH mit Zug 202/126 aus Oujda an mir zwischen Matmata und Et-Touabaâ vorbei tuckerte war es dunkel. |
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Am Ufer des Barrage Idris 1er werden immer wieder Flussmündungen und Seearme überquert. Die Strecke wurde nach errichten der Staumauer Ende des 19 Jh. neu Trassiert, so dass die Brücken eigentlich recht modern sind. DH mit Zug 202/126 aus Oujda kurz vor Et-Touabaâ. |
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In Et-Touabaâ gleich ums Eck kreuzten die Züge 202/126 aus Oujda und 205/105 nach Oujda. Hier jetzt der Ostfahrer zu sehen. |
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Noch eine Brücke zwischen am Ufer des Barrage Idris 1er zwischen Matmata und Et-Touabaâ. |
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Wir wollten jetzt Kilometer machen, Oujda lautete das Ziel für den Abend. Hinter Taza meldeten wir uns beim Ibis in Oujda noch an per Telefon, nicht das es wieder voll ist. Da wir dem Zug nach Osten ja hinterher fuhren schauten wir mal wieder auf die Uhr, aber er nahm uns immer mehr Zeit ab, über 1h sollte es schlussendlich sein bis Oujda. Verfolgen wirklich unmöglich. Gemütlich ging es voran und irgendwann überholten wir das Wolkenband und waren in der Sonne, so richtig viel Sonne war es und so gelang uns vor Guercif ein Bild mit dem uns entgegen fahrenden Tagzug nach Fes. |
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Auf der Fahrt nach Osten, Impressionen aus der (nun) Sonnigen Wüste. |
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Auf einer richtig richtig Wüstigen Fläche knallten wir den Zug in die Fläche hinein, ein wunderschönes Bild und das erste (und letzte) Sonnenbild vom Tag ;). |
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Da hinten kommt etwas angebraust in der Steinwüste zwischen Guercif und Safsafat. |
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| Lok DH374 mit dem Nachmittagszug 204/140 aus Oujda zwischen Guercif und Safsafat | ||||||
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| Lok DH374 mit dem Nachmittagszug 204/140 aus Oujda zwischen Guercif und Safsafat. Einzelne Bäume in der Steinwüste müssen da schonmal als Motiv herhalten ;) | ||||||
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Weiter ging es in der Sonne bis zum
Ausweichbahnhof El Agreb vor Taourirt in welchem wir noch mal nach
Güterzügen, auch nach Nador fragen wollten. Der Bahnhof im totalen Ödland
war natürlich noch besetzt obwohl schon lange keine P-Züge mehr halten und
das Ausweichgleis auch nicht so aussah als ob viel gekreuzt wird. Der Chef
de la Gare begrüsste uns mit einem kräftigen Händedruck und sagte alles was
wir wissen wollten, Güterzüge, jaja, da solle morgen einer gegen Mittag
kommen ... und nach Nador gäbe es tägliche Güterzüge. Ob wir das alles
glauben können wissen wir nicht, aber hoffen kann man es auf jeden Fall. |
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| Vor Taourirt wieder der Blick in die Landschaft. | ||||||
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| Allgegenwärtig in der nähe von grösseren Ortschaften, die Polizeikontrollen an den Hauptstrassen. Hier hat sich die Gendarmerie Royale aufgebaut, nicht zu verwechseln mit der Polizei oder dem Zoll, welche jeweils eigenständige Kontrollposten errichten. | ||||||
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Irgendwie kamen wir durch und in der
Dämmerung passierten wir die Tafel, Oujda : 100km. So gut es ging sichteten
wir noch Stellen auf dem Weg zu unserem Hotel, was teilweise gelang. Die
Landschaft muss Abschnittsweise grandios sein, nur etwas schlecht
erschlossen, den die Strasse ist permanent relativ weit weg von der Bahn. Am
Ortseingang von Oujda, hinter der nächsten Polizeisperre lockte uns ein Ibis
Schild nach links .. warum auch immer. Wir folgten obwohl ich mir sicher
war, dass ein anderer Weg besser dafür geeignet war – aber die Schilder
werden schon passen. Sie passten nicht und wir fuhren in einem riiiiesigen
Bogen um die Stadt herum um dann mitten rein zu fahren von Norden her, den
das Ibis direkt beim Bahnhof erreicht man nunmal nur über die Innenstadt.
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Alle Texte und Bilder sind (C) bei www.bahnpics.com |
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