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Tag 9: Sonntag,
07.02.2010
Fes - Fes |
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Und heute war er endlich da, der
Morgen wie wir ihn uns immer erhofft hatten. Draussen war es schön, keine
Wolke war am Himmel und der Sonntag begann mit freundlichem Vogelgezwitscher
unter dem strahlend blauen Himmel. Genau so kalt war es denn auch als wir
nach dem Frühstück den Parkplatz betraten um unseren Logan zu entern.
Der Parkplatzwächter hatte von gestern noch genug Trinkgeld und er nickte
auch nur zustimmend als wir raus gefahren sind. Über die wie immer schön
leeren Strassen fuhren wir in Richtung Osten, an einen Ort wo wir schon mal
waren uns das schlechte Wetter aber einen Strich durch die Rechnung gemacht
hat – in die Kehre vor Ain Sbit. Denn wieder stand der Morgenzug aus Taza an
welcher ja nach unseren Vermutungen DH und DF dran haben sollte auf dem
Programm.
Die Sonne kam langsam hervor auf der Fahrt zur Stelle und durchsetzte die
teilweise dichten Nebelbänke mit einem goldenen Schein. An der Stelle
angekommen zündete sie gerade auf die Strecke und somit war das Timing
perfekt. Wir waren sogar wieder etwas zu früh und nutzten die Zeit um uns
etwas optimaler hinzustellen, der Sonnenstand war nicht optimal. . Ohne auch
nur eine Gefahr einer Wolke kam dann der Zug und er war .... zu unserer
kleinen Enttäuschung nur mit einer GM bespannt, die Nador Lok fehlte – janu.
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Der Frühzug 200 von Taza nach Fes heir im allerersten
Licht des Tages an der einzige Stelle mit Frontlicht auf der ganzen Fahrt -
hinter Ain Sbit. An diesem Sonntag leider ohne die DF die noch Mitte der
Woche an diesem Zug hing. |
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Um Höhe zu gewinnen / verlieren legte man für die Bahn
eine riesige Kehre im Tal drin an, Zug 200 hat soeben den hintersten Punkt
durchfahren und rollt nun nach Westen nach Fes. |
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Ein Blick über die weite Landschaft mit Zug 200. Die
Baustelle hinten ist für die Autobahn welche 2012 von Oujda bis Fes in
Betrieb gehen soll. |
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Nach dem Zug drehten wir bei und
fuhren, auch wie letztes mal, wieder zum Bahnhof von Ain Sbit um da nach
Train de Marchandise zu fragen. Nicht das bekannte und erwartete Gesicht
öffnete die Türe, aber nicht minder freundlich wurde unsere Frage
beantwortet. Um kurz nach 1 sollte ein Güterzug nach Fes rollen, was unser
Nachmittagsloch immerhin etwas stopfen sollte. Aber erstmal musste ein Loch
bis um halb 12 gestopft werden – bis zur P-Zug Kreuzung in Touabaa). Zur
Sicherheit fragten wir aber sowohl in Touabaa und auch in Matmata nach wegen
dem Güterzug. Und fast wie erwartet wollte keiner der zweien von dem Zug
Bescheid wissen. Einer hatte sogar noch einen Zug von Fes im Angebot,
welcher der andere auch nicht kannte. Es waren alle Hilfsbereit, aber die
Informationen sind natürlich ganz schön Wertlos ... und da uns die erste
Info einen sehr Kompetenten Eindruck machte, er ging extra ins Büro um zu
schauen, gingen wir mal aus das der Zug auch kommt. |
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Blick vom Bahnhof Touabaa (da wo die beiden
Personenzüge kreuzen) zum Barrage Idris 1er, gut zu sehen vor der Nebelwand
- die Staumauer. |
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Vor Matmata am Ende des Barrage Idris 1er dieses Bild,
eine abgesoffene Palme zeugt vom doch eher hohen Wasserstand des Stausees. |
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Da wir unseren Stellenplan von der
letzten Übung schon fix hatten fuhren wir gleich an die letzte Stelle im
Osten und warteten da in der Sonne bis die Zeit reif ist für die
Feinverteilung. Wir taten nicht viel und genossen die Sonne und das laue
Lüftchen am Stausee. Als die Zeit reif war liessen wir David wie abgemacht
stehen und fuhren los, Daniel lud mich bei meiner Stelle aus und fuhr zu
seiner Ecke.
Bei mir wartete es sich richtig angenehm, bis auf einen kleinen Jungen der
mit seinen Schafen in der Gegend war, war nichts los. Der kleine sprach nur
Arabisch, wollte erst Zigaretten und als ich ihm von meinem Getränk
angeboten habe doch lieber Geld, was er nicht kriegte. Der Zug von Osten
wurde durch David vorgemeldet, der von Westen von Daniel, so war ich immer
prima vorbereitet und konnte mit der Musik im Ohr auf den Zug warten. Der
Junge hatte seine liebe Mühe die Schafe im Griff zu halten, denn er stand ja
bei mir und fand mich irgendwie interessanter als die Herde, und so übernahm
sein Hund die meisten Aufgaben. Lief dann doch mal ein Schaf auf ein Feld wo
es nicht hin sollte schmiss er ganz einfach mit Steinen in die Richtung des
verbotenen Gebiets und trieb so die Schafe wieder zurück – dass er dabei ein
Tier traf nahm er wohl in kauf. Dann ging es los und als der Zug bei mir
vorbei rollte und ich die Kamera hervor nahm schaute der kleine gleich noch
viel Dümmer (das Erlebnis ist überall dasselbe ;)). |
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DH mit Zug 202/126 aus Oujda am Ortsausgang von Matmata.
Der Staussee führt genau bis an den Ort heran, dann ist fertig. |
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Landschaftsblick mit Zug 202/126 aus Oujda zwischen
Matmata und Touabaa. |
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Ruhig liegt das Wasser des Barrage Idris 1er als der
Frühzug aus Oujda an seinen Ufern entlang nach Westen strebt. Er wird gleich
Touabaa erreichen wo mit dem Gegenzug aus Fes gekreuzt wird. |
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Nach erfolgter Kreuzung schleicht nun Zug 205/105 nach
Oujda über den Küstenabschnitt. Kurz hinter Touabaa kommt er sogar noch dem
Bauer mit dem Trecker in die Quere. |
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Zug 205/105 vor dem Stausee Idris premier und einer
gewaltigen Hügellandschaft. |
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Auch heute hatten wir uns wieder artig verteilt, und so
entstand ein weiteres Bild am Barrage Idris 1er von Zug 205. |
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Das letzte Bild von diesem Zug entstand kurz vor
Matmata wo das Ende vom Barrage Idris 1er fast schon erreicht ist. Gut zu
sehen auf diesem Bild, die Palme im See und der riesige Wasserturm unter
welchem das letzte Bild entstanden ist. |
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Als die Züge vorbei waren holte mich
Daniel wieder ab und wir fuhren gemeinsam zu David welcher derweil noch an
seiner Stelle nach dem Güterzug Ausschau gehalten hat.
Daniels Geschichte über das warten war auch spannend; er wartete unterhalb
eines Dorfes und wurde irgendwann von der Jugend entdeckt. Diese wollte
Kommunizieren und einer konnte anscheinend Französisch. Irgendwann kam dann
eine aus dem Dorf welche sowohl sehr gut Französisch als auch Englisch
sprach, sie sei Architektin in Fes. Die nächste Stunde sei sehr spannend
gewesen meinte Daniel und er wurde zur Attraktion des Ortes. Ob er
verheiratet sei wurde nebenbei auch gefragt, was doch eine spannende Frage
ist ;) Dabei stellten wir auch fest, dass wir die Leute wohl unterschätzt
haben, in den Dörfern gibt es Internet und die meisten haben ein Handy.
Fotos von den Frauen durfte er dann aber nicht machen, schon gar nicht fürs
Internet – und so blieben die meisten Fern vom Gruppenfoto ;)
David hatte nicht so viel zu erzählen, er wartete einfach.... und fand für
die Gegenrichtung eine wirklich nette Stelle.
Nächster Punkt, der vielleicht Güterzug. Da er nicht unmittelbar bei uns
gekreuzt hat rechneten wir nicht vor 30min mit ihm ... aber irgendwie, da
war doch vorhin etwas? Und wirklich, es war ein unüberhörbares GM tröten in
der Luft. David lief zurück zu seiner Stelle während Daniel und ich sehr
sehr eilig mit dem Auto gen Westen fuhren. Weit mussten wir nicht und weit
durften wir nicht, denn eine dicke Schleierschicht zog von Westen auf und
hielt uns davon ab dem Zug weit vorzufahren.
Bei einer Fotogenen Brückenstelle rannten wir aus dem Auto und knallten den
gleich folgenden Güterzug mit GM vorne und hinten. Leider war aber genau zur
durchfahrt der erste Schleier vor der Sonne, was etwas stört. |
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Von einem Güterzug wussten wir zwar, trotzdem kam er
etwas überraschend. So entstand an der Brücke bei Matmata nochmal ein Bild
von einer DH. Etwas unglücklich geraten ist die Wagenfolge vom Zug. |
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Der Zug hatte Nachschub durch eine DH und so war
immerhin ein Notschuss möglich. |
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Weiter hinten (das Ende des Sees ist noch zu erkennen)
rollte der Zug dann in eine kleine Schleierwand hinein auf dem Weg nach Fes.
Und auch hier stören die dummen Flachwagen ;) Die Buden unten links sind
übrigens Verkaufsstände der Lokalen Bevölkerung wo Erzeugnisse vom Acker
angepriesen werden. Es waren vor allem Karotten, Kürbisse und alles was
sonst noch so Wächst im Winter. |
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Und noch der Nachschuss, dass es das letzte Bild des
Tages werden sollte vermuteten wir da noch nicht. |
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Zurück bei David waren wir alle etwas
perplex ... aber froh nicht vorher langsam losgefahren zu sein, denn so
hätten wir dem Zug unter umständen nur zuschauen können. Es war etwa 13 Uhr
und wir hatten Zeit, viel Zeit, bis um etwa 17 Uhr sollte sich kein Rad mehr
bewegen. Es war arg zugesifft zu der Stunde, aber man weiss ja nie was das
Wetter genau macht. Deshalb wollten wir das mal abwarten.
Und nun hatten wir Hunger, dafür fuhren wir mal in den nächsten Ort welchen
wir schon häufig durchfahren aber nie angehalten haben. An so einem Fleisch
/ Grillstand liessen wir uns nieder und bestellten 1kg für uns drei. Es
dauerte eine ganze weile bis Serviert war, was vor allem den zahlreichen
Gästen geschuldet war, welche der Wirt bedienen durfte. Während wir am Essen
waren wurde ein anderer Gast extrem ungeduldig. Die Familie fuhr kurz nach
uns hin und musste halt etwas länger warten. Bei uns würde man freundlich
nachfragen wann man mit dem Essen rechnen kann, nicht so hier. Keine zwei
Sätze waren gewechselt da schrieen sich sowohl Ladenbesitzer als auch Gast
an, die Familien mischte sich bald ein ;) Wir verstanden wo das Problem war,
es dauerte ihm zu lange und obwohl das Essen jetzt im Teller lag wollte er
es nicht mehr. Er bezahlte nur einen Teil. Es kam soweit das sich jeweils
drei Personen gegenseitig anschienen und der sonst eigentlich gesellig
wirkenden Geschäftsmann zum Schlachtermesser griff. Das war es dann aber
auch schon, wutentbrannt verliess die Familie das Lokal und brauste mit dem
alten Benz davon – ui, wenn die erst im Strassenverkehr so entspannt sind?
;)). Wir taten das ganze dann als „Marokkanische Diskussionskultur“ ab und
assen weiter. Es war lecker, sehr lecker aber viiiel zu viel ;) Wir
bezahlten artig unser Essen, was und sonst blüht haben wir ja erlebt, und
fuhren zwecks weiterem Zeitvertreib mal der Strecke gen Fes nach. Da der
Schleier dünner wurde und sich teilweise am auflösen war wollten wir den
P-Zug mal abwarten, hatten sonst ja eh nix zu tun. Wir warteten lange in der
Sonne, dann im Schatten und zur Planzeit wieder in der Sonne. Nur Zug wollte
keiner kommen, auch nach über 30min tauchte keiner auf ... dafür war der
Schleier wieder dicht und rundherum schon fast Nacht. Etwas Unterhaltung
beim warten bot unter anderem ein einsamer alter Mann auf seinem Esel
welcher nach Zigaretten schnorrte oder ein PickUp Taxi VOLL mit Frauen, das
Geschrei, Gelächter und gewinkt war gross als sie unsere Kameras entdeckten.
Ein zweiter Frauentransport später erwartete uns und bevor man uns sah hörte
man das Geschrei von der Ladefläche runter. |
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Bei Touabaa warteten wir dann unter komplett zugezogenem
Himmel noch auf das Ende des Tages. Dabei kreuzte ein Hirte unseren
Warteplatz. |
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Auto 1: Dumme Blicke ... und irgendwann gingen die Arme hoch als die
Mädels gemerkt haben was wir machen ;) Auto 2: Die wussten von uns
und schon bevor die uns sehen konnten war ein riesiges Geschrei auf der
Pritsche vom Peugeot ;) |
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Irgendwie wollte der Zug nicht und als
es selbst für Kunst zu dunkel wurde fuhren wir weg. Fes war Routiniert
schnell erreicht und wir parkten unser Auto vor dem Ibis. Es war grausam
viel los in der Stadt und der grosse Platz vor dem Bahnhof erinnerte eher an
Indien, ein Gewusel und wir mussten mit dem Auto einmal quer durch ;) Der
Platz frass uns und spuckte uns 2min später am richtigen Ort wieder aus,
nichts für schwache Nerven. Petit Taxis hätten für dieselbe Strecke im Platz
wohl in 5 sec. Zurück gelegt.
Hunger hatten wir noch nicht wirklich und so kam es das wir dem Wunsch von
Daniel nachgaben noch in die Medina zu fahren. Ein Petit Taxi fuhr uns für
20 Dh an einen Eingang der Medina und der Fahrer empfahl uns ein Lokal mit
Marokkanischen Spezialitäten welches wohl einem bekannten gehört – es war
leer und so mieden wir es ohne schlechtes gewissen. Der Taxifahrer war
klasse, schon als er uns angesprochen hat roch man deutlich seinen Joint. Im
Auto rauchte er dann genüsslich weiter .. und fuhr dabei mit teilweise
100kmh durch die Stadt – und dazu lief (wirklich wahr), Bob Marley. Er
meinte dann auch, easy way of life hier in Fes ;).
Die Medina (Altstadt) von Fes sei die grösste und schönste in Marokko, seit
dem Jahr 1200 werde daran gebaut und aktuell leben und arbeiten 200'000
Leute in der grossen Medina von Fes. Es ist schon gewaltig, gross
(Flächenmässig) ist die Medina nicht und so ist es unvorstellbar was da drin
für ein Gewusel herrschen/- und wie drückend die Hitze im Sommer sein muss.
Wir liefen mal von einer Seite in die Medina hinein ohne einen Plan zu haben
wohin und wofür. Wir liessen die Medina einfach mal auf uns wirken, da gibt
es überall kleine Geschäfte, Metzgereien, Gemüsehändler, Gewürzhändler,
Friseure, auch einen Gashändler haben wir ausgemacht. ... und alle werfen
den Müll vor den Laden – wobei es dafür erstaunlich sauber ist, Geruchsarm
hingegen weniger ;)
Das einzige Transportmittel innerhalb der Mauern sind Handkarren welche auch
am Abend noch Zahlreich unterwegs waren und Waren von A nach B
transportierten. Wir sind in einem Teil der Medina gelandet wo sich wohl nur
selten Touristen hin verirren, und so wurden wir von vielen Leuten angegafft
und von nicht wenigen auch angesprochen, alle hatten sie etwas schönes für
uns. Irgendwann, wir waren etwa 30min unterwegs kamen wir an einem
Souvernirshop vorbei, dem ersten ... und kaum 2sec gestanden war der
Besitzer schon bei uns und quatschte uns zu. Und es lief 1:1 so ab wie es im
Reiseführer beschrieben wurde. Erst werde etwas gesprochen, dann gibt man
einige gute Tipps (keine inoffiziellen Stadtführer benutzen ect.) um den
Eindruck zu erwecken, man sei dein Freund. Dann wird etwas erzählt über die
Familie und wie schlecht es ginge und man sagt, dass er der einzig Faire
Händler sei hier, alles andere seien Gauner und er uns deswegen super Preise
machen wolle, weil wir seien ja sicher Studenten. Blablabla ;) Er war zwar
nett, aber er wollte natürlich ein Geschäft machen und wurde dann recht
aufdringlich. Das hielt uns nicht davon ab zu handeln, wobei er erst einen
etwas entsetzten Eindruck machte, er wollte uns damit wohl sagen, ich glaube
ihr seid zu dumm zum Handeln und glaubt mir meine Story. Trotzdem handelten
wir und schlussendlich hatten wir alle etwas. Dann wurde er richtig
aufdringlich, denn sein armer Kollege mit dem Laden nebenan müsse ja auch
etwas verdienen und wir wurden gebeten da auch noch zu schauen. Man wollte
dann unbedingt etwas verkaufen, dass wir kein Interesse hatten und dies auch
ziemlich direkt mitteilten interessierte nicht. Die beiden wurden richtig
nervig, da wir aber um die Verkaufstrategie bescheid wussten (Reiseführer
sei dank) liessen wir uns davon nur bedingt stressen. Irgendwann wurde es
uns aber zu Dumm und wir liefen davon, da keiner hinterher lief schien man
genug Geschäfte gemacht zu haben mit uns (zweifelsfrei hatten sich die zwei
die sicher zusammen gehören eine kleine goldene Nase verdient mit uns).
Wir fanden den Weg aus der Medina fast auf Anhieb und nahmen uns am Ende
gleich wieder ein Petit Taxi zum „Place de Revolution“. Speziell
aufdringlich fuhren die Petit Taxis in denen wir Sassen nicht, oder es kommt
einem nicht so vor, aber es ist schon ein anderes fahren – wobei die
verbeulten Fiat (bei unserem ging die hintere Türe nicht richtig zu) auch
nicht so schützenswert sind wie ein Leihwagen ;).
Ein Medinabesuch am Abend ist schon sehr speziell, viele positive Eindrücke
konnten wir leider nicht sammeln, aber der Taxifahrer hatte uns gewarnt ...
und auch im Reiseführer wird von unbegleiteten Touren abends in der Medina
grundsätzlich abgeraten. Zumindest diese Medina in Fes werden wir diesen
Urlaub aber nicht mehr bei Tag besuchen. Wir gönnten uns dann einen kleinen
Snack an der Strasse und liefen zurück zum Hotel ... sehr müde fielen wir
gleich ins Bett, das Internet funktioniert nämlich noch immer nicht. |
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Alle Texte und Bilder sind
(C) bei www.bahnpics.com |
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