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Finnland

     

Traktion der VR - kleine Baureihenkunde

 

Nur eine kleine Übersicht über die aktuellen Baureihen der VR. Auf das zahlreich vorhandene historische Material und die Verschubloks will ich hier nicht eingehen.

 
Elektrische Traktion - Loks:

Da die Elektrifizierung in Finnland erst in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts in Angriff genommen wurde, besteht, anders als in Deutschland oder der Schweiz, keine "Tradition" was die Elektroloks betrifft. Es gibt "nur" zwei Baureihen welche auf den elektrifizierten Strecken anzutreffen sind.

 

Sr1:

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Die im Jahre 1970 entwickelten Lokomotiven des Typs Sr1 wurden aus politischen Gründen in der ehemaligen Sowjetunion gebaut. Die rund 19m langen Loks mit dem Übernamen „Siperian Susi“ sind 82t schwer und verkehren mit einer Höchstgeschwindigkeit von 140-160 km/h, je nach Variante. Ihre Stundenleistung beträgt stattliche 3280 kW. Insgesamt sind 110 Lokomotiven von gebauten 112 dieses Typs im Einsatz, welche verteilt in Helsinki und Kouvola beheimatet sind.

Die Loks sind allgegenwärtig, man trifft sie auf allen Strecken des Landes an, von Rovaniemi im Norden bis nach Helsinki im Süden. Sie tragen sie die Hauptlast des Güterverkehrs aber haben auch im Personenverkehr ein breites Einsatzgebiet inne und werden vor allen Zuggattungen eingesetzt.

 
  Baureihe: Sr 1

  Stückzahl: 112 (3001–3112) im Einsatz 110

  Baujahr: ab 1973

  Hersteller: Nowotscherkassk, Oy 

  Länge über Puffer: 18.960 mm

 Gewicht: 84,0 t

 Dauerleistung: 3.100 kW

 
 
Sr2:

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Um den bevorstehenden Ausbauten des Eisenbahnnetzes zu genügen mussten mitte der 90er-Jahre neue Lokomotiven entwickelt werden. Ebenfalls galt es für die neu elektrifizierten Strecken im Norden (Tampere-Rovaniemi) Triebfahrzeuge zu bauen. Als die VR eine europaweite Ausschreibung durchführte, kamen 2 Typen in die engere Auswahl. Einerseits der deutsche Eurosprinter aus dem Hause Siemens, andererseits die „Lokomotive 2000“ aus der traditionsreichen Eisenbahnschmiede SLM aus der Schweiz. Als Sieger ging das Schweizer Produkt hervor, welches auf der Lok Re 465 der BLS basiert.
1995 wurde die erste Lok dieses Typs in Dienst gestellt. Sie unterlief ein strenges Inbetriebsetzungsverfahren und wurde unter härtesten Bedingungen getestet. Die rund 82.0t schwere Lok mit einer Höchstgeschwindigkeit von 210km/h leistet maximal 6100kW. Die VR bestellte von SLM, welche anschliessend zum Adtranz Konzern und später zum Bombardier Konzern gehörte 20 Loks. Sie wurden fast ausschliesslich in Finnland unter Lizenz gebaut. Im Jahre 1999 wurden nochmals 20 Lokomotiven dieser erfolgreich eingesetzten Baureihe bestellt und im Jahr 2000 weitere 6. Damit sind 46 Lokomotiven dieses Typs bei der Finnischen Staatsbahn im Einsatz.

 

Die Loks sind hauptsächlich vor Fernverkehrszügen im Süden zwischen Helsinki / Turku / Tampere /Kouvola und auf der Nord-Süd-Strecke bis nach Oulu und Rovaniemi zu sehen.

Nebst diesen Verkehren werden die Loks auch im Güterverkehr eingesetzt, wobei das eher Füllleistungen sein dürften. Die Starleistung für die Loks sind aber zweifelsohne die Erzzüge von (Russland-) Vartius nach Oulu, diese fast täglich verkehrenden Züge werden planmässig mit 3 (!) Sr2 bespannt!

 
  Baureihe: Sr 2

  Stückzahl: 46 (3201–3246)

  Baujahr:  1996 - 2003

  Hersteller:  SLM, Adtranz, Bombardier

  Länge über Puffer: 18.960 mm

 Gewicht: 82,0 t

 Dauerleistung: 5000 kW

 
 
Diesel Traktion - Loks:

Wie überall in Finnland verdrängten die Dieselloks im laufe des letzten Jahrhunderts die Dampfloks, trugen aber über viele Jahre hinweg den ganzen Verkehr in Finnland - bis die Elektrifikation in den 70er Jahren vorangeschritten ist. Es gab viele Baureihen welche selber in Finnland gebaut und entwickelt wurden, so auch die zwei Baureihen welche aktuell noch im Einsatz stehen.

 
Dv12:

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Die Dv12 bildet mit ehemals 192 gebauten Exemplaren das Rückgrat der Diesellokflotte der VR.
Die Baureihe wurde ab dem Jahre 1964 bis 1984 ausgeliefert und ist entfernt mit den Deutschen V100 und V160 verwandt. Durch die eher geringe Leistung der Loks sind sie nur in den seltensten Fällen alleine vor Güterzügen anzutreffen, Mehrfachtraktionen sind die Regel. Im Personenverkehr sind die Loks fast gänzlich verschwunden, die neu angeschafften "Railcars" der VR haben vielerorts die lokbespannten Regionalzüge ersetzt.

Die Loks sind überall im Land meist vor Nahgüterzügen anzutreffen, sehr häufig auch unter Fahrleitung. Im Personenverkehr ist das Einsatzgebiet auf die Vaasabahn von Vaasa nach Seinäjoki und nach Jyväskylä geschrumpft. Die Starleistung ist ein IC Zugpaar von Seinäjoki nach Vaasa welches fast täglich über Tampere bis nach Helsinki verkehrt.

 
  Baureihe: Dv12

  Stückzahl: 192 (2501-2568, 2601-2664, 2701-2760)

  Baujahr: 1964 - 1984

  Hersteller:  Valmet, Lokomo

  Länge über Puffer: 14.000mm

 Gewicht: 62.2 t

 Dauerleistung: 1000 kW

 
 
Dr16:

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Die 23 Loks der Baureihe Dr16 mit dem Spitznamen ("Iso Vaalee" - grosse Blonde) sind die jüngsten und stärksten Dieselloks der Finnischen Staatsbahn. Gebaut in den frühen 80er Jahren des letzten Jahrhunderts sind die grossen Blonden ausschliesslich im Norden des Landes anzutreffen. Beheimatet sind sämtliche Loks im BW von Oulu.

Mit der Elektrifizierung der Strecke von Oulu nach Rovaniemi zum Beginn dieses Jahrhunderts hat man das grösste Einsatzgebiet der Loks "vernichtet". Früher trugen Sie da die Hauptlast an Güter und Personenverkehr.

Mit der weiteren Elektrifizierung bis nach Vartius hat man den Loks jüngst ein weiteres Einsatzgebiet mit Draht überspannt.

 

Trotzdem kann man die Loks auch noch da in der Gegend auf den ausschliesslich im für den Güterverkehr genutzten Strecken und den zulaufenden Hauptstrecken sehen.

Ansonsten trifft man die Loks vor allem nördlich von Rovaniemi nach Kemijärvi und zwischen Kemi und Kolari an, auch mit den Nachtzügen aus Helsinki natürlich. Es ist aber ein trauriges Dasein, welches die Baureihe fristet, so standen an gewissen Tagen in Oulu mehr als die Hälfte des Bestandes untätig im BW, während daneben Güter und Personenzüge mit Elektroloks vorbei fuhren.

 
  Baureihe: Dr16 (2801 - 2823)

  Stückzahl: 23

  Baujahr: ab 1980

  Hersteller:  Valmet, Transtech Oy

  Länge über Puffer: 17.600mm

 Gewicht:  82 / 84t

 Dauerleistung: 1677 kW

 

 
 

Elektrische Traktion - Triebwagen (EMU):

 

Wie mit den Loks verhält es sich natürlich auch mit den Triebwagen, die ersten Entwicklungen stammen aus den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Bis vor wenigen Jahren gab es nur Nahverkehrstriebwagen welche ausschliesslich im Süden des Landes verkehrten, seit 1995 gibt es mit der Baureihe Sm3 auch einen Fernverkehrstriebwagen.

Und die VR ist  weiter mit der Beschaffung Elektrischer Triebwagen beschäftigt, so wird für den Russlandverkehr ein neuer Pendolino  gebaut und für die S-Bahn von Helsinki lieferst Stadler FLIRT-Triebzüge... und es werden sicherlich nicht die letzten Neubeschaffungen sein.

 
Sm1 :

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Die ersten elektrischen Triebzüge aus Finnland wurden ab dem Jahre 1968 in 50 Einheiten beschafft.  Die zweiteiligen Triebwagen bestehen aus jeweils einem Motorwagen und einem unmotorisierten Steuerwagen.  Maximal kann man bis zu 6 Einheiten (Sm1 und Sm2) zusammen kuppeln und zentral Steuern, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 120 km/h.

 

Das Einsatzgebiet ist auf den Süden des Landes beschränkt, die Züge verkehren heute ausschliesslich im S-Bahn System von Helsinki auf den verschiedenen Linien. Die Baureihe wird mit der Ablieferung der FLIRT jedoch überflüssig und abgestellt. Dies erkennt man auch daran, dass es noch immer Züge gibt, welche im alten VR Farbschema lackiert sind!

 
  Baureihe: Sm1

  Stückzahl: 50 (6001/6201 bis 6050/6250)

  Baujahr:  1968 - 1973

  Hersteller:  Valmet Oy

  Länge über Puffer: 52.200mm

 Sitzplatzangebot:  175 (16 Klappsitze)

 

 
 
Sm2 :

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Die zweite Generation der Triebzüge unterscheidet sich nur unwesentlich zu den erstgebauten Sm1.

Optisch unterscheiden sich die Züge seit einem Refit zu den Sm1 durch eine gerippte Aussenwand. Zudem wurde die Inneneinrichtung an die heuten Ansprüche angepasst und komplett erneuert. Sie lassen sich aber weiterhin mit den Sm1 kuppeln und Vielfachsteuern. Die Höchstgeschwindigkeit hat man auf 120km/h belassen.

 

Das Einsatzgebiet entspricht im wesentlichen dessen der Sm1, die aufgefrischten Einheiten dürften jedoch mit dem Auftauchen der FLIRT Züge noch nicht verschwinden, sondern weiterhin im Betrieb bleiben.

 
  Baureihe: Sm2

  Stückzahl: 50 (6051/6251 and 6100/6300)

  Baujahr: 1975 - 1981

  Hersteller:  Valmet Oy

  Länge über Puffer: 52.200mm

 Sitzplatzangebot:  179 (14 Klappsitze)

 

 
 
Sm3 :

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Die VR war in den 90ern bestrebt ein Fernverkehrsnetz analog dem ICE oder TGV Netz in Finnland aufzubauen. Das Ziel war die Kunden schneller und bequemen zwischen den Zentren zu befördern. Da man aber keine Neubaustrecken bauen wollte und konnte, entschied man sich für einen neuen Zug mit Neigetechnik.

Man nutzte damals die Gelegenheit und bediente sich auf dem Markt und liess es nicht auf eine Neuenwicklung ankommen. Man bestellte bei FIAT bzw. Alstom sechsteilige Triebzügen welche bereits für die Italienische FS (ETR 460) und für Cisalpino (ETR 470) geplant und gebaut wurden. Die Bezeichnung fiel auf Sm3, die Züge haben den Spitznamen Sähkömato (Elektrischer Wurm) erhalten, werden aber auch offiziell als Pendolino bezeichnet.

Im Jahr 1995 gingen zwei Prototypen in Betrieb, seit da hat man bis 2006 mit weiteren Bestellungen den Bestand auf komplett 18 Einheiten vergrössert.

Die Züge erreichen eine Spitzengeschwindkgiekt von 220km/h und sind somit die schnellsten Züge Finnland.  Planmässig wird zwischen Turku / Tampere / Lahti und Helsinki 200km/h gefahren, was gegenüber den Lokbespannten Zügen ein klarer Vorteil ist und sich die VR mit einem Zuschlag bezahlen lässt. Die Züge haben in einem Steuerwagen eine "Business Class" (1 Klasse) und in einem Wagen ein Bistro welches auch kleine Mahlzeiten anbietet eingebaut.

 

Mit den bestehenden Einheiten wird ein Netz von Strecken jeweils aber nur mit wenigen Zugpaaren am Tag bedient, teilweise sind die Züge in den Takt eingegliedert. Immer ausgehend von Helsinki erreichen die Züge Turku, Joensuu, Kuopio, Jyväskylä und Oulu im Norden. 

In verkehrsstarken Zeiten verkehren die Züge planmässig in Doppeltraktion, wobei das nach unseren Beobachtungen nicht immer reibungslos funktioniert.

Der Vorteil einer kürzeren Fahrzeit dank Nei-Tech und grösserem V/max sind indes im aktuellen Fahrplan relativ klein. Zwischen Oulu und Helsinki spart man mit dem S zwar etwa eine Stunde auf den normalen IC und reist so in 6 anstatt 7 Stunden in die Hauptstadt, dies allerdings hauptsächlich wegen weniger Zwischenstopps als die IC / IC2.

 
  Baureihe: Sm3 (Pendolino )

  Stückzahl: 18 (7601 - 7618)

  Baujahr:  1995 - 2006

  Hersteller:  Fiat /Alstom

  Länge über Puffer: 159.800mm

 Sitzplatzangebot:  309 (in 1 und 2 Klasse)

 

 
 
Sm4 :

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In zwei Serien wurde die Baureihe von 1999 - 2005 an die VR geliefert, welche insgesamt über 30 der zweiteiligen und 160km/h schnellen Züge verfügt. Die Züge wurden bei Fiat bzw. Alstom bestellt und fertig nach Finnland geliefert. Die erste Serie von 10 Zügen wurde bei CAF in Spanien und die zweite Serie bei Alstom in Frankreich produziert. Technisch unterscheidet sich die erste von der zweiten Serie leicht, für die Passagiere welche in der 3+2 Bestuhlung Platz nehmen hingegen nicht.

Die Züge werden ausschliesslich im Süden des Landes im S-Bahn System von Helsinki /Espoo eingesetzt. Da die Fahrzeuge bis 160km/h schnell sind bewältigen sie den Verkehr der Linien nach Tampere und Lahti bzw. Kouvola alleine - da abschnittsweise mit 160km/h gefahren werden kann. Sie sind also, anders wie die Sm1 und Sm2 Züge auch weit ausserhalb von Helsinki zu sehen. Bei Bedarf können die Züge auch in Mehrfachtraktion verkehren.

 
    Baureihe: Sm4

  Stückzahl: 30 (6401 - 6430)

  Baujahr:  1999 - 2005

  Hersteller:  Fiat /Alstom

  Länge über Puffer: 54.800mm

 Sitzplatzangebot:  184 (8 Klappsitze)

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Sm5 :

2006 hat Junakalusto Oy (die Nahverkehrsgesellschaft und der Betreiber des Rollmaterials der S-Bahn Helsinki) bei Stadler 32 vierteilige FLIRT bestellt. Die Züge werden benötigt um die Züge der in die Jahre gekommenen Baureihe Sm1 zu ersetzen. Die Züge sind 160km/h schnell und können somit auch auf der Linie Z nach Lahti und nach Tampere verkehren.

2008 wurden die ersten zwei Einheiten geliefert, welche über ein Jahr in Finnland im Betrieb getestet werden, erst dann erfolgt die Lieferung der restlichen 30 Einheiten, welche allesamt im Schweizerischen Bussnang gefertigt werden.

 

  Baureihe: Sm5

  Stückzahl: 32

  Baujahr:  ab 2008

  Hersteller:  Stadler

  Länge über Puffer: 75.200mm

  Sitzplatzangebot:  232 (28 Klappsitze)

 

 Bild (c) Stadlerrail

 
 
Diesel Traktion - Triebwagen (DMU):

Wie bei den Loks gibt es in Finnland eine lange Tradition an Dieseltriebwagen (DMU). Auch Schnelltriebwagen für den Fernverkehr waren darunter. Mit der Elektrifikation wurden diese Triebwagen jedoch überflüssig und bis vor wenigen Jahre gab es über eine lange Zeit keine DMU's mehr bei der VR im Planverkehr.

 
Dm12 :

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Im Jahre 2001 bestellte die VR bei ČKD Vagonka in Tschechien 16 einteilige Diesltriebwagen, welche offiziell als "Railcar" bezeichnet werden. Seit 2005 werden die Triebwagen sukzessive ausgeliefert und im Land verteilt.  Sie ersetzen auf schwach frequentierten Nebenbahnen im Landesinneren Dieselloks mit schweren Wagenzügen, welche nur wenig Wirtschaftlich waren. Die 120km/h schnellen Zügen bieten 63 Sitzplätze, Mehrzweckabteile, eine Toilette und sind wohl der Retter so mancher Nebenbahn in Finnland. Zu Spitzenzeiten können bis zu 3 Triebwagen gekuppelt werden.

Das Einsatzgebiet der Railcars ist vielfältig, sie verkehren ausschliesslich auf Nebenbahnen und meist einteilig. Zwischen Hanko und Karjaa ganz im Süden, auf den Linien Tampere-Haapamäki, Savonlinna-Parikkala, Joensuu-Nurmes, Pieksämäki-Joensuu (teilweise) in der Landesmitte und zwischen Iisalmi-Ylivieska im Norden.

 
  Baureihe: Dm12

  Stückzahl: 16 (4401 - 4416)

  Baujahr:  2005 - 2008

  Hersteller:  ČKD Vagonka

  Länge über Puffer: 25.200mm

  Sitzplatzangebot:  63

 

 
 
Züge / Zuggattungen
 
H - Regionalzüge : im ganzen Land, auch die S-Bahnen von Helsinki verkehren als "H XYZ" nebst der Linienbezeichnung. Es sind eigentlich immer Triebzüge.
 

P - Pikajuna (Schnellzug) : Schnellzüge, bedienen weniger nachgefragte Strecken, auch über längere Distanzen (Oulu - Kuovala z.B). Die Züge sind immer aus den älteren blauen einstöckigen Wagen gebildet. Die meisten Züge führen ein Speisewagen, 1 Klasse gibt es nicht (mehr).

Die Nachtzüge in den Norden werden ebenfalls als P-Züge bezeichnet, natürlich mit Schlaf/Liegewagen.

 

IC - Intercity: Intercitys verkehren auf den nachfragestärksten Fernverkehrsrelationen über weite Distanzen, von Helsinki nach Oulu, Kuopio / Kajaani, Joensuu und Jyväskylä und Vaasa.

Gebildet sind die Züge jeweils aus 3 Doppelstockwagen (1 x Comfort), einem Speisewagen und zwei Einstöckigen IC Wagen. Auf der Linie nach Oulu sind die Züge für normal mit 7 anstatt 3 Einstöckigen Wagen unterwegs. An Freitagen und Sonntagen sind die Züge vor allem in den Norden jeweils verstärkt. Die längste planmässige Komposition war im Fahrplan 06/07 ein IC nach Oulu welcher 6 Dostos und 8 einstöckige Wagen hatte - darin 2 Speisewagen!

 
IC2 - InterCity 2 : Das 2 steht für die Doppelstockwagen, aus welchen die Züge ausschliesslich bestehen.  Sie verbinden Helsinki mit Turku, Tampere und Kouvola und bestehen normal aus einer Sr2 und vier Doppelstockwagen. Es gibt ein Comfort Abteil und eine Minibar welche durch den Zug wandert.     Zwischen Helsinki - Tampere und Helsinki - Kuovala verkehren die IC2 jeweils zu den Stunden wo kein weiterführender S oder IC verkehrt, es sind also "Lückenfüller". Ebenfalls als Lückenfüller dürften die zwei Zugpaare von Turku nach Tampere zu bezeichnen sein, diese wêrden von der VR nicht mal im IC2 Streckenplan erwähnt.
 

S - Pendolino : Die Pendolinos (siehe Sm3) verkehren von Helsinki ausgehend in die weit entlegenen Grossstädte im Norden des Landes und sind für normal schneller als die daneben bestehenden IC Verbindungen - sie sind also das "Premiumprodukt" des VR Fernverkehrs. Etwas abnormal ist da die Bedienung von Turku, wo die Fahrzeiten analog den IC2 sind, nur der Preis ist höher.  Die Leistungen dürften aber auch zur Zu-/ und Wegführung zum Pendolino Depot von Turku sein.

Ab Helsinki gelangt man nach Oulu, Joensuu, Kajaani bzw. Kuopio (über Jyväskylä und Kouvola) und eben nach Turku.

Da die Einheiten fest gebildet sind bedarf es zu Hauptverkehrszeiten und an nachfragestarken Tagen Doppeltraktionen, welche auch gefahren werden, es wird in Richtung Osten sogar geflügelt in Kouvola!

 
 
Quellen: www.wikipedia.org / www.vr.fi / www.kotimaki.com / www.stadlerrail.ch
     
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