Suomi 

Finnland

Kurze Informationen über das Land

Finnland ist das nördlichste Land der Europäischen Union und als Währung gilt der weit verbreitete Euro. Es grenz im Osten an Russland, im Westen an Schweden und am Norden an Norwegen.

Flächenmässig nur ein wenig kleiner als Deutschland, hat jedoch eine Einwohnerzahl von etwas über 5 Millionen, die Bevölkerungsdichte ist also weitaus geringer als "bei uns" in Mitteleuropa.

Der grösste Teil der Bevölkerung lebt im Süden des Landes, vor allem in und um die grossen Zentren von Tampere, Turku, Helsinki/Espoo/Vantaa und Lahti. Im Norden gibt es nur einige grössere Städte, Oulu als "Hauptstadt" des Nordens ist mit knapp 350'000 Einwohnern mit Abstand die grösste.

Dank der Geographischen Lage des Landes sind die Jahreszeiten natürlich stärker ausgeprägt als bei uns, dunkle und lange Winter prägen den einen Teil vom Jahr während man dafür im Sommer an lauen Sommerabenden die Sonne nur ganz kurz verabschieden muss bzw. je nach Region natürlich auch die Mitternachtssonne sieht.

Die finnische Sprache ist mit der unseren nicht im entferntesten verwandt, was es praktisch verunmöglicht auch nur einzelne Wörter zu verstehen, geschweige denn ganze Sätze.

Da hilft Schwedisch als zweite offizielle Landessprache doch schon viel. Englisch wird von praktisch jedermann verstanden und gesprochen, nicht nur von der jüngeren Generation.

Erfahrungen aus unseren Bisherigen Besuchen:

Leben in Finnland: Dank dem Euro ist der Umgang mit Geld zum Glück kein Problem, da vertraut. Natürlich lässt sich auch locker mit Kreditkarten bezahlten, mit der ausländischen Maestrokarte (=EC) kann es jedoch ab und an zu Komplikationen kommen.

Wie alle skandinavischen Länder ist auch Finnland kein billiges Land. Im Preisniveau etwa zwischen der Schweiz und Deutschland ist es jedoch um einiges billiger als Schweden oder Norwegen. Ein Abendessen ist für 15€ zu kriegen, eine Pizza beim Imbiss um die Ecke für 4€. Im Gegensatz zu den restlichen nordischen Länder ist der Alkohol in Finnland nicht so arg besteuert und man kann sich ohne Finanzprobleme ein Bier am Abend gönnen.

Die Leute sind grundsätzlich finnisch, also mehr oder weniger ungesprächig und teilweise auch unfreundlich und kühl (gilt nur solange man sie nicht kennt !!). Ist ja auch verständlich, den auch hier scheint die Sonne im Winter viele Wochen so gut wie gar nicht.

 

Bahn: Bahnfahren in Finnland ist ein Vergnügen, saubere Anschlüsse unter den Zügen und Bussen ist die Regel, Pünktlichkeit die Regel und Platz hat es auch meist genug. Einzig der relativ grosse Normalpreis ist ein Hindernis, wobei man sich natürlich bereits vor einer Reise mit einem Interrail ausrüsten kann, was sich schon für kurze Strecken lohnt!

Die Hauptstrecken werden teilweise im Stundentakt bedient, auf Nebenstrecken sinkt dieses Angebot aber auf wenige Zugpaare! Mehr dazu natürlich in den anderen Themen.

 

Auto: Bei der Fahrt mit dem Auto durch Finnland sollte man beachten, dass man auf Nebenstrassen schnell mal auf einer Schotterpiste landen kann. Diese sind jedoch meistens in einem guten Zustand und ohne Probleme befahrbar. Tankstellen findet man auch in jedem grösseren Dorf, wo jedoch hingewiesen werden sollte, dass die (Schweizer) Kreditkarte bzw. EC Karten niemals bei Automatentankstellen funktionieren, so wird man mit der ausländischen Karte gezwungen, die etwas teureren, bedienten Tankstellen zu benutzen. Das Benzin schlägt deshalb gerne einmal mit 2.50 Franken pro Liter zu buche, was mit den langen Distanzen in diesem Lande schnell einmal an die Geldbörse geht. Grundsätzlich ist jedoch Autofahren in Finnland gemütlich und die Fernverkehrsstrassen sind gut ausgebaut. Man sollte darauf achten, immer nahe dem rechten Strassenrand zu fahren, da gerne auch mal in der Mitte bei Gegenverkehr überholt wird (eine Unart die sich bei uns auch mal etablieren könnte). Die wenigen Autobahnen sind gebührenfrei zu befahren, auch sonstige Mautstellen sind unbekannt. Die Staatskassen werden wohl da mit den diversen Blitzer gefüllt, welche jedoch durch vorgängige Schilder meist angekündigt werden. Da die Finnen eh ein ruhiges Autofahrervolk sind, kann es jedoch nie Schade, mal hinter einer Kolonne herzufahren, so ist man ganz sicher nicht zu schnell. Anscheinend gibt es auch mobile Kontrollen, welche wir jedoch nie gesehen haben. Es sei jedoch hier hingewiesen, dass man allfällige Busen nur per Einzahlungsschein begleichen kann, da der finnische Polizist kein Bargeld annehmen darf! Ob man Bussen also jemals bezahlen muss? In der Schweiz wohl kaum .. in Deutschland könnte es wegen der EU schon abkommen geben.

 

Übernachten im Zelt: Da die Finnen als Holländer des Nordens gelten, sind zahlreiche Campingplätze im ganzen Land vorhanden. Meist von der Hauptstrasse aus ausgeschildert, gestaltet sich die Platzsuche sehr angenehm. Ausnahmen bestätigen die Regel und ein gutes Campingverzeichnis ist unerlässlich. Die Campingplätze sind mit 15-20€ in etwa gleich teuer wie in Norwegen, Duschen ist dafür immer inklusive. Die sanitären Einrichtungen erweisen sich meist als sauber, wenn jedoch nicht extra luxuriös. So sollte man der Bewertung im Campingführer doch ein Augenmerk schenken, wenn man gerne eine gepflegte Toilette hätte. Oft sind auch Kochmöglichkeiten bzw. Gruppenräume vorhanden. Als Zelter landet man meist auf einer grossen Gruppenwiese, wo man oft keinen Stromanschluss hat. So gilt auch hier: Augen auf für nahe liegende Einsteckmöglichkeiten in den Gruppenräumen oder am grossen Verteiler mit der Kabelrolle ;-).
Einkäufe erledigt man am besten in den örtlichen Supermarktketten zu welchen auch die deutsche Riesenkette Lidl gehört. In nahe jedem grösseren Dörfchen ist eine Filiale zu finden, ebenso ist die Dichte der McDonalds Restaurants und Hesburger erschreckend hoch!

 

Übernachten in Hotels / Jugendherbergen / Pensionen: In den grossen Städten findet man immer günstige Pensionen oder Jugendherbergen, die Preise bewegen sich aber deutlich über dem Deutschen Niveau, 40 Euro pro Kopf muss man sicherlich einrechnen. Auf dem Land abseits der Zentren ist man auf das angewiesen was es gibt, was je nach Region ziemlich wenig sein kann! In touristischen Gegenden (gerade an der Küste) ist das natürlich nicht so das Problem, im Landesinnern jedoch schon.

Hat man die Zeit einen Urlaub zu planen ist es unablässig vorher zu schauen wo man in der Zielregion nächtigen kann ... Verbreiteter als Hotels sind wohl Ferienhäuser welche man mieten kann. Meist an kleinen Seen abseits der Zivilisation gelegen, bieten diese natürlich unheimlich Potential zu entspannen.

Nicht zuletzt gibt es auf den meisten grösseren Campingplätzen "Cabins" welche man mieten kann.

 

Wetter: Wie in allen nordischen Ländern kann das Wetter in Finnland gerne einmal verrückt spielen. Gute Regenklamotten sind also unerlässlich und ein Pullover mit dabei zu haben hat auch noch nie geschadet. Angeblich sollen die Klimatischen Bedingungen im Landesinnern beständiger sein als an der Küste, was sich jedoch bei unseren Reisen nicht bewahrheitet hat. Vielleicht liegt es ja auch an der Jahreszeit, denn wir hatten sowohl an der Küste wie auch im Landesinneren wechselhaftes Wetter.
Geografisch ist Finnland eher Flach, einzig im Norden und Nordosten gibt es Erhebungen die man fast schon als Berg bezeichnen könnte. Je weiter nördlich desto grösser und zahlreicher werden diese. Im Rest des Landes gibt es aber trotzdem immer mal wieder kleine Hügelketten, nicht hoch aber einfach nur platt ist es auch nicht. Obwohl die geografischen Verhältnisse im Land eine genaue Wetterprognose erlauben müssten ist dies leider nicht der Fall, Regen bei angekündigter Sonne und umgekehrt - alles schon erlebt.

 

Reise nach Finnland: Vom "Festland" aus ist Finnland lediglich im Hohen Norden oder über Russland trockenen Fusses zu erreichen, ansonsten mit dem Schiff oder dem Flugzeug.

Mehrere Fährgesellschaften buhlen um die Überfahrt von Schweden und Finnland. Da diese auf Masse ausgelegt sind, schlägt ein Ticket für Auto und Besitzer mit ca. 30€ zu buche. Wer ein direktes Ticket nach Deutschland haben möchte, wo unter anderem die Häfen von Rostock oder Travemünde angefahren wird, muss jedoch schon etwas mehr einkalkulieren, da diese Verbindungen immer über 24h dauern und mit einer Kabinenmiete verbunden sind (Ausnahme, ab Travemünde gibt’s Ruhesessel, ob diese für die Nacht – Tag – Nacht fahrt aber geeignet sind, wir denken nicht).

Die Bilder sind (c) bei Philippe Jordi - www.bahnpics.com bzw. www.turku08.ch.vu

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