Tag 106: Mittwoch, 05.09.2007, Ceske Budejovice    Marthalen / Hinwil, 643 km

 

   
 
   
  Tagesbericht:
   
 

Heute früh konnte wir mal nicht ausschlafen, auch wenn wir es gewollt hätten.

Ziel war der Dieselstern rund um Mühldorf in Deutschland gelegen. So gegen 9 Uhr hatten wir unserem Kram zum letzten mal Gepackt und die Hütte kurz durchgefegt und dann ging es los. Für den Weg nach Mühldorf haben wir uns nicht die Autobahn sondern den kürzesten Weg über Hauptstrassen heraus gesucht, so führte uns der Weg über Volary an die Deutsche Grenze.

Im vorbei fahren nahmen wir in Zbytiny noch einen im Bahnhof stehenden Güterzug mit welchen wir beim überqueren des Bahnüberganges erhaschen konnte.

Die Deutsche Grenze überquerten wir ohne Probleme und so waren wir nach über 3 Monaten endlich wieder mal in einem Land wo man uns verstand und wo wir die Nachrichten im Radio verstanden! Ein erhabenes Gefühl, dass Problem nur ... man weiss auch, dass mit diesem Schritt die letzte grosse Fahrt des Urlaubs nicht nur bevor steht sondern man schon mitten drin steht.

Einen ersten Halt legten wir im schönen Städtchen von Waldkirchen ein, wo wir in einer Sparkasse welche gerade noch so geöffnet hatte unsere CZ Kronen in Euro wechselten. Der Versuch unsere 5 Letts welche wir seit Wochen mit uns rum schleppen zu wechseln scheiterte auch hier. Die Note wurde nur belächelt, wenn der gewusst hätte das die fast 10 Euro Wert hatte ;).

Im Dorf kauften wir uns dann noch eine Karte von Südostbayern und machten wieder Bekanntschaft mit der Deutschen Freundlichkeit (was jetzt eher negativ gemeint ist).

Über Passau fuhren wir stetig unter dunklen Wolken in Richtung Österreich ehe wir dem Schild "München" folgten. Von einem Urlaub welcher schon länger zurück liegt kannte ich noch die ein oder andere Stelle an der Strecke von Mühldorf nach Burghausen, so stellten wir uns nach einem kleinen Snack an der Umgehungsstrasse von Burghasen an die Einfahrt von Pirach.

Wetter war aber überhaupt nichts und so erlegten wir einzig einen Lokzug von hinten mehr oder weniger passabel.

 

751 210 mit einem Güterzug im Bahnhof von Zbytiny

  233 233 und zwei 217 als Lokzug nach Burghausen bei Pirach
 

Eichten war angedacht das wir den Örtlichen Tourismus noch etwas Unterstützen und mindestens eine Nacht in der Gegend nächtigen. Daraus wurde aber nichts, wir entschlossen uns dann relativ spontan noch das letzte Stück nach Hause unter die Räder zu nehmen.

Über Landstrassen ging es bis kurz vor München wo wir dann über die Autobahnumfahrung den Weg gen Heimat eingeschlagen haben. Über Lindau wollten wir nicht da Umweg, so kämpften wir uns über Land mit einer 1/800'000 Karte bis nach Singen durch die Dunkelheit welche über das Land eingebrochen war während wir uns in Kempten im Allgäu ein letztes Essen im Urlaub gönnten.

Singen - Zoll - Schaffhausen .... und da war es, Marthalen.  Das unvermeidbare trat ein. Wir waren zuhause .... und es war kurz nach Mitternacht.

 

Wir liessen die Karre so stehen wie wir geparkt hatten und machten uns erschöpft auf ins Bett. Am nächsten Morgen dann, wir haben geschlafen bis wir nicht mehr konnten, dann ging es ans aus-/ und Aufräumen des Wagens. Einige verloren geglaubte Dinge kamen zum Vorschein, Dinge die wir irgendwann mal gesucht aber im Chaos nicht gefunden haben ;)

Als nach etwa 1h Sortieren alles mehr oder weniger geordnet war räumte ich meinen Kram ins Auto und verabschiedete mich von Daniel um noch mein Zuhause zu erreichen ... und dass wars dann!

 

 
   
 

Hier findet ihr die Galerien von Daniel bzw. Nil (öffnet jeweils ein neues Fenster)

GALERIE DANIEL GALERIE NIL

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