Tag 4: Samstag 26.05.2007, Chalindrey – Emden, 930 km

   

   
  Tagesbericht:
   
 

Nach einer stürmischen Nacht, wir sassen dann doch auf einmal mitten im Gewitter, erwartete uns am morgen vor unserem Zelt etwas Bodennebel – ansonsten war es aber wieder klar und die Sonne lachte bereits vom Himmel.

Erneut motiviert starteten wir also in diesen Tag …

Da heute der 26 ist, also der Freitag vor Pfingsten, laufen einige Züge mehr nach Paris als an normalen Wochentagen, zwei davon in der Früh und einer am Nachmittag, diese wollten wir auch erwischen. In der Grundplanung war es mal vorgesehen dass wir heute eigentlich weiter Richtung Paris fahren, da gibt’s noch Kanäle ect. Aber die Franzosen haben uns vorgestern schon gesagt das wir es gar nicht probieren müssen, der Canale Grande sei trocken gelegt, warum auch immer. So strichen wir das und blieben also in der „Gegend“.

Für den ersten Zug (noch ein normaler) fuhren wir mal an Chalindrey vorbei an die Strecke nach Chaument, welches weiter Westlich von unserer Position war.

Hinter Langres drehte die Strecke soweit nach Nord – Osten, dass die Züge nach Paris am Morgen im Licht kommen sollten. Wir fanden dann nach etwas Sucherei auch etwas ansprechendes, die Stelle sollte aber nur per Fussmarsch zu erreichen sein. Also stellten wir unsere Karre an einen Bahnübergang welcher dann, noch bevor wir ausgestiegen sind, zu bimmeln begann und sich schloss.

Für den Corail war das aber sehr früh, so erwarteten wir etwas anderes. Und es kam, sehr überraschend, ein Messzug mit zwei Altlack Dieseln und einem Messwagen in der Mitte. Die Stelle ist mehr schlecht als recht, aber wir hätten ihn ja auch verpassen können.

Dann nach 5min an der richtigen Stelle angelangt haben wir schon ein Diesel und Wagenrauschen vernommen, just in dem Moment bog dann auch der Corail in die gerade ein und wurde von uns erlegt. Als Zuglok fungierte die saubere CC171260 vor der reinen Wagenkomp. Selbstverständlich war das ja nicht, eine total versaute Lok war / ist ebenso im Umlauf wie eine Wagengarnitur mit einem TER Wagen.

 

Messzug mit zwei BB 69000 bei Langres

 

SNCF CC171260 mit Corail nach Pairs bei Langres

 

Wir setzten uns mal wieder eine DeadLine um die Stelle zu wechseln, man weiss ja nie was da noch so kommt – z.B die EWS mit dem Evian Zug. Es kam aber leider nichts dergleichen und wir zogen gegen 9:00 ab von der Stelle zur nächsten. Wir fuhren ein bisschen durch die Landschaft und fanden nach einiger Sucherei eine Stelle für den ersten Zug aus Paris nach Basel.

Als dann zur errechneten Planazeit kein Zug kam ging das mühsame warten wieder los ;)

Es kam dann im Plan von hinten eine Verstärker Corail mit TER Wagen welcher wir irgendwie mehr schlecht als recht erwischt haben. Der Zug von vorne wollte und wollte aber nicht kommen, was uns dann nach über 30min nach seiner Planzeit zum wechseln zwang.

Wir wollten nach Rossiere, an die Stelle vom letzten Tag wo wir so Heldenhaft die Zugsdurchfahrt verschlafen haben. Die Zugleistung welche wir da machten war aber diesmal nicht dieselbe, es war wiederum ein Verstärkerzug welcher nur an diesem Tag fuhr – 11043.

Nach der Fahrt stolperten wir wieder die Wiese rauf, breiteten unser Zelt aus damit es trocknen konnte und legten uns ins Gras. Diesmal jedoch sensibilisiert früh genug aufzustehen um den Zug auch ja nicht zu verpassen.

Das Wetter in Richtung Veoul war aber irgendwie nicht mehr ganz so Toll als auch schon, eine relativ dicke Schleicherischicht hing am Himmel und auch bei uns gerade so vor der Sonne. Die Schleier standen nicht still und zogen langsam vor sich hin, und so kam es das immer mal wieder die Sonne durch den Schleicher schien. Es begann dann zu rumpeln und zu dieseln in der Ferne als wir uns positioniert haben – im Schatten. Gerade als der Zug kam sah man von hinten ein Sonnenfleck auf die Strecke zu rasen, und wie der Zufall (aber nicht Murphy) es so will kam der Zug fast in der Sonne.

Zufrieden räumten wir unser Zelt wieder zusammen, liefen zum super Chevi zurück und räumten da mal noch alles für die bevor stehende Reise zusammen. Gemütlich gings dann zurück durch Rossiere in Richtung Luxembourg. Weit kamen wir aber nicht, denn am Bahnübergang auf der anderen Dorfseite kam wieder was. Situation war bereits erlebt, wir fahren an den BÜ ran, und gerade in diesem Moment bimmelt er – also Stopp gerissen, Kamera hervorgekramt und gestanden. Es kam dann, mit über 60min Verspätung, der erste Tagzug von Paris nach Basel. Wir nickten uns dann gegenseitig an – der Tag hat sich gelohnt.

 

 

SNCF CC 72000 mit Corail 11043 nach Pairs bei Rossiere

 

SNCF CC 172145 mit Corail nach Basel bei Rossiere

 

Über Land und Bundesstrassen ging es dann bis kurz vor Nancy, wo wir auf die, ab da, Mautfreie Autobahn nach Luxemburg wechseln konnten. In Luxemburg selber legten wir, wie könnte es anders sein, einen ersten Tankstop ein und verpflegten uns kurz.

Von Trier aus ging es dann über Land weiter direkt in den Pott. In dem Glauben zu wissen wie man am schnellsten durch den Pott kommt schlugen wir unsere herausgesuchte Route ein … Irgendwann aber, wir glaubten Richtig zu sein, endete die Autobahn mitten in Dinslaken. Hmm, warum? ;). Egal, wir wussten da wieder ungefähr wo wir fahren (dank einer Detailkarte vom Pott welche wir erst da gesehen haben *PLONK*) und machten uns den Stadtausflug aber noch zu nutzen. Wir schnappten uns einen zweiten kleinen Imbiss ehe es, diesmal auf der Richtigen A31, weiter gen Norden ging. Flott ging es immer an der Käseköppigen Grenze entlang bis nach Emden, wo Kollege Klaas und Hayo bereits zum Essen geladen haben. Der Tag endete dann bei einer gemütlichen Runde und schlussendlich im Bett.

 
 
     
 

Hier findet ihr die Galerien von Daniel bzw. Nil (öffnet jeweils ein neues Fenster)

GALERIE DANIEL GALERIE NIL

Alle Texte und Bilder sind (C) bei www.bahnpics.com  - Erstellt für eine Bildschirmauflösung von 1024*768 Pixel