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Wie gestern regnete es auch
heute beim Aufstehen wieder. Naja, gibt ja eh nur ein Überfuhrtag, da
ist regen nicht sooo schlimm. Kurz vor 10 Uhr gings dann auch los, mit
unserem frisch revidierten Flitzer. Zuerst auf der Autobahn in Richtung
Jykjasjddsaf kl, anschließend auf der Überlandstrasse in Richtung Lahti.
Nach einem kurzen Imbiss ging’s auch an Lahti vorbei immer in Richtung
Mütterchen Russland. Im Auge hatten wir einen Zeltplatz nahe Lumäkki,
welches nahe bei der Abzweigung zwischen der Bahn nach Joensuu und
Russland lag. Laut unseren Notizen, welche wir aus Google Earht
bezogen haben, sollten hinter Lahti nicht allzu viele offene Stellen
vorhanden sein. Egal, trotzdem mal rausschauen.
Leider log
Google Earth nicht und es war wirklich nicht allzu viel schlaues zu
finden, ehrlich gesagt.. nichts. Das einzige welches wir von unserm
Besuch von vor 2 Jahren kannten war mittlerweile auch arg zugewuchert
und wir beschlossen hinter Kouvola zu suchen. Gleich hinter der Stadt
bogen wir auf eine Nebenstrasse ab, welche in etwa parallel zur Bahn
verlief. Gleich nach wenigen hundert Meter kam das erste „Ohhh“. Unsere
Augen erblickten ein Rapsfeld mit offener Fläche .. chic!. Schnell auf
unserer Karte notiert ging es weiter über Feldwege und Nebenstrassen
quer durch die Finnische Landschaft. Immer mal wieder ein Bahnübergang
oder eine Überführung überquert fanden wir zwischen Kouvola und Lumäkki
ein paar brauchbare Stellen. An Lumäkki vorbei schauten wir noch kurz
auf den Abzweigepunkt der beiden Strecken. Leider total zugewachsen war
hier nichts möglich, sodass wir uns an die nächste Stelle in Richtung
Kouvola auf eine Brücke setzten. In ein paar Minuten sollte der S aus
Helsinki kommen, eine Stunde später der Repin, ebenfalls aus Helsinki
und anschließend der Sibelius aus St. Petersburg. Das Wetter liess
mittlerweile ein bisschen Gnade walten und es regnete nicht mehr. Einzig
die Dicken Wolken hielten uns ab Sonnenbilder zu machen. Item, trotzdem
Knipsen, war hier draußen im Nichts ja keine andere Beschäftigung zu
finden! Kur vor dem Pendolini nach Joensuu fing im Wald vor uns ein
rauschen an und es erschienen 2 Sr1 mit einem Ellenlangen Güterzug. Kurz
danach erschien der S, welchen wir „wunderbar“ nachknipsen konnten. Nun
war es an der Zeit etwas gescheites für Züge aus Helsinki zu suchen,
wollten wir den Russenzug ja nicht nachschießen. Nil meinte in der Ferne
eine Lichtung zu sehen , welche wir sicher von der Strasse aus erreichen
würden. Dann mal los. Gleich bei der nächsten Abfahrt von der
Hauptstrasse trafen wir auf eine Lichtung, welche jedoch nicht die
gesehene war. Ein riesiger Erdhügel in der Mitte war nicht gerade
Motivwürdig und wir versuchten auf die andere Lichtung zu kommen. Einige
Strassen weiter fanden wir auch eine Abzweige in den Wald hinein, hinter
welchem auch die gesehene Lichtung hockte. Leider nicht ganz sooo chic
wie vermutet und ein bisschen zu kurz wechselten wir wieder zur 1.
Lichtung zurück und warteten ab. Vielleicht passt der Zug ja vor den
Erdhügel hinein und wir könnten ihn aus dem Bild lassen. So war es dann
auch. Pünktlich erschien der Zug nach St. Petersburg und perfekt passte
er zwischen Waldrand und Lichtung hinein. Leider mit Sr1 bespannt, doch
sogar ein wenig von der Sonne angestrahlt fuhr er vor unseren Objektiven
durch (Anm. vom Nil am 04.04.2008: Sonne, wo? ;)). |
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P33 Repin von Helsinki nach Pietari (Finl. vokz.) bei Lumäkki |
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Sr1 3065 mit P36 aus Pietari
(St. Petersburch auf Finnisch) bei Lumäkki |
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Zufrieden mit dem Bild ging es
wieder hoch auf die Brücke um auf den Sibelius zu warten. Da die Strasse
ab und zu von anderen Verkehrsteilnehmer befahren wurde, wurden
unseretwegen einige komische Blicke geworfen. Einige Automobilisten
winkten verdutzt
und ein Mofafahrer hielt sogar an und fragte nach irgendetwas.
Eisenbahn Liebhaber
scheinen hier nicht bekannt zu sein, doch das kannten wir ja auch schon
von anderen Regionen Finnlands ;-). Die Warterei nahm auch bald schon
ein Ende und der Sibelius kündigte sich mit einem Rauschen im Wald an.
Wie im Kursbuch versprochen verkehrte er nun mit weiss lackierten
Intercitywagons. Ebenfalls mit Sr1 bespannt sah er chic aus.. doch
unterschied sich lediglich von einer kleinen Aufschrift von normalen
finnischen Intercitywagons. Die Sonne erwies sich jetzt nicht als
gnädig und dicke Wolken zwangen zu hohen ISO-Werten. Mit dem Zug war
auch Schluss für den Tag. Stracks ging’s zum Zeltplatz einmal Hallo
sagen. Die freundliche Dame bei der Rezeption machte uns noch auf einen
bevorstehenden Karaokee-Abend in der nahe gelegenen Spelunke gleich
nebenan aufmerksam, doch wir lehnten Dankend ab ;-). Der Zeltplatz
erwies sich als außerordentlich schön, waren die einzelnen Sites in
einem großen Wald schön voneinander getrennt, konnten wir uns einen
Platz gleich am See erhaschen. Zwar etwas weiter weg vom Servicgebäude,
dafür mit See und schönem Rasen ;-). Zelt aufbauen, Schlafplatz
einrichten, das übliche halt. Nun? Genau, Bilder schauen und dann Essen
gehen. Stopp, duschen =). Vor dem Duschen wagten wir jedoch noch kurz
einen Fuss in den See zu stecken.. schön warm. Gerede einladend dazu,
sahen wir uns wenige Minuten später in Badehosen wieder und streckten
unsere Füße ins Nasse. Brrr.. doch kalt, doch jetzt gibt’s kein zurück
mehr ;-). Es dauerte zwar etwas länger als im warmen Hallenbad.. doch
nach wenigen Minuten schwammen wir eine Runde in den See hinaus und
wieder zurück. War man erst einmal drin, wars gar nicht mehr so doll und
die Luft draußen erschien kühler als die Wassertemperatur. Schön
erfrischt und fit ging’s dann unter die Dusche und wieder zurück mit
frischen Klamotten zum Auto. Nun konnte es Essen gehen. Da wir wieder
einmal keine Lust hatten etwas selber zu kochen, beschlossen wir doch
einmal einen Blick in die Spelunke neben unserem Platz zu werfen. Von
weit weg war der finnische Katzengesang der Karaokegeilen zu hören.
Ojeoje, Riesengaudi in Lumäki. Scheinen wir gerade den einen Abend
getroffen zu haben, an dem außer Karaokke nichts anders zu haben war da,
gings wieder zurück zum Auto. Und jetzt? Hühner-Nudelsuppe vom
Benzinkocher? Neee!. Da war doch eine Truckertankstelle gleich um die
Ecke, da gibt’s sicher was zu essen. So fanden wir uns in kürze wieder
im Tankstelleneigenen Restaurant hinter einer Riesenportinen
Chicken-Nuggets, Pommes und Salat für fast kein Geld. Wie wir es schon
ein paar mal erlebten.. wo LKW’s halten und essen gibt’s grosse
Portionen für wenig Geld ;-). Ist auf der ganzen Welt das gleiche!
Mit gestilltem Hunger fuhren
wir anschließend wieder zurück. Nicht direkt, irgendwie lud die Tanke
noch ein, ein Bier zu kaufen und als Tagesabschluss zu trinken. Schnell
wurden wir eines bessern belehrt, dass in Finnland ab einem gewissen
Zeitpunkt am Abend kein Bier mehr zum mitnehmen verkauft werden darf.
Die Dame könnte uns ja sehr wohl ein Bier hier servieren, da wir jedoch
mit dem Auto unterwegs waren, war das wohl auch nicht das gescheiteste.
So fuhren wir halt ohne Bier zurück. Doch Stopp, da war doch noch die
Karaokespelunke. Mittlerweile nur noch halb so voll genehmigten wir uns
dann doch noch ein Tagesabschlussbier im Hauseigenen „Pub“ mit
Karaokegesang. Zwar kein 1A Bier wie wir es kennen, dafür um einiges
teurer. Doch geschmeckt hats =). Angestoßen haben wir auf einen
erfolgreichen, Güterreichen und Sonnenstarken Tag morgen, mal schauen
obs was wird ;-). Gn8 |
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Stützpunktbericht Lumäkki: |
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Lumäkki liegt ganz im Südosten von Finnland, an der
Hauptstrasse und Eisenbahnlinie von den grossen Zentren (Helsinki /
Lahti) nach Russland. Zumindest der Strasse merkt man das auch an, sie
ist sehr dicht mit LKWs (meist aus Russland) befahren und an einigen
Nadelöhren (durchfahrt Kuovala und einige Dorfdurchfahrten auf dem
Lande) haben bei uns zu Stau geführt. Auf der Eisenbahnstrecke verkehren
sowohl die Züge nach Vainikkala bzw. St. Petersburg und auch diese nach
Johensuu. Landwirtschaft gibt es, wie immer im Osten von Finnland, auch
in dieser Gegend kaum, nur wenige Flächen werden Landwirtschaftlich
genutzt, was man aber hier natürlich vermehrt sieht ist Holzwirtschaft.
Fotostellen gibt es kaum, sehr selten lässt sich von
einer Brücke runter etwas machen, allgemein bleibt es aber meist bei
einem sog. "Mastkleber", was schade ist, den vom Verkehr her hätte die
Strecke potential. Nebst einigen Personenzüge, da wäre vor allem die
nach Russland hervorzuheben, ist auch einiges an Güterverkehr unterwegs.
Mit einem Zug pro Stunde (nicht Richtung) kann man durchaus rechnen. Die
Strecke ist jedoch nichts für Sr1 hasser, Sr2 sieht man wenn überhaupt
nur sehr sehr selten. Wir haben auf dem vor Ort ansässigen Campingplatz
residiert, dieser ist wirklich sehr empfehlenswert, wenn man da
überhaupt hin will. |
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Hier findet ihr die Galerien von
Daniel bzw. Nil (öffnet jeweils ein neues Fenster) |
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GALERIE DANIEL |
GALERIE NIL |
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