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*phuuu*, heute Früh schien
wieder mal voll die Sonne auf unser Zelt, was Sauna bedeutet. Schlecht
für den Moment, aber gut für den Tag, so kommt man ungewollt relativ
früh raus aus den Federn - 9:00 Uhr ;) Heute stand der Wechsel von
Estland nach Lettland an ... wieder eine neue Sprache und was uns mehr
betrifft, eine neue Währung. Jetzt sind wir also unsere lieb gewonnen
Eestikronen mit den geilen 20 Rappen Noten los, hin zu Lettischen Lets.
Ein schreckliches Geld, dazu aber unten mehr.
Ohne etwas
zu Knipsen fuhren wir direkt an die Lettische Grenze und passierten
diese ohne weitere Probleme (ID vorzeigen und das wars). Nun waren wir
in Valga und wollten jetzt etwas Lettischen sehen. Gibt's aber nicht,
den die hier im Osten sind irgendwie komisch. Da gibt es Personenzüge
nach Valga von Estland her, aber keine von Lettland, diese ihrerseits
fahren nur bis Lugazi, was wenige Kilometer hinter Valga im Landesinnern
liegt. Das beste daran, Valga selber ist näher am Bahnhof Lugazi als
Lugazi selber, da hat man wohl irgend ein Dorf gebraucht für die
Namensgebung was in der nähe war. Zu diesem Bahnhof Lugazi aber fuhren
wir mal um etwas über den hier hinfahrenden Personenzugsverkehr
rauszukriegen. Was aber nicht gelang, den bis auf die an und
Abfahrtsanzeiger von diesem Bahnhof war nix rum, kein Kursbuch nix. Und
den Nachmittagszug nach Riga fuhr vor einer Stunde los, nächste Zugfahrt
- in 5h. Also schnell weg, dahin wo was läuft .. und wir dachten da an
Valmiera, der nächsten Stadt an der Strecke. Auch da gingen wir zum
Bahnhof und fanden sogar eine Taigatrommel (M62) vor! Die stand fotogen
abgestellt an einem Zug dran und wurde natürlich nicht unfotografiert
zurück gelassen. P-Verkehr gibt’s hier aber auch nicht viel mehr, nur
ein Zugpaar mehr (fährt früh morgens und kommt spät Abends an). War also
Bahntechnisch auch nix, aber nun hatten wir Hunger und suchten uns mal
einen Supermarkt. Obwohl Sonntag haben in diesem Land (wie eigentlich in
allen Ländern bis auf die Schweiz) die Supermärkte immer geöffnet, viele
sogar von 7-22 Uhr (einzelne sogar bis 24h !!) Dem Preisschauen und
Essen besorgen stand nichts im Weg - nur die Währungswechsel. Wir liefen
also zur kleinen Bank im Supermarkt drin (die auch offen hatte) und
pappten da mal unsere restlichen Esti Kronen auf den Tisch. 120 hatte
ich noch ... was einem ganzen Bündel Noten entsprach. Ich war gespannt
wieviel ich nun zurück bekomme .. auch wieder so viel? Es waren, sehr
enttäuschend, ein paar Münzen die nach nix wert ausschauen (obwohl 12
CHF). Wipf erging es ähnlich, er bekam immerhin noch ein 5 Lets Nötli ;)
Das Geld hier ist für nix, ein Lets entspricht ungefähr 2.5 CHF ... das
ganze dann gepaart mit halb so teuren Preisen wie bei uns ergibt
eigentlich immer 0.X Beträge. Das ist zum Rechnen sowas von unangenehm,
zudem kommen einem 100 CHF (die wir je am Automaten bezogen) vor wie
nix, 490 Lets, was ist das schon? .. *tsts*. Das führt dann an jeder
Kasse dazu, dass man gezwungen ist mit Kleingeld um sich zu werfen.
Ausserdem kommt einem alles so teuer vor hier ;) Der Euro ist für uns
Schweizer kein Problem, das ist für uns schon fast wie die eigene
Währung, da muss man nicht mehr Umrechnen, das hat man im Blut. Aber
ansonsten muss im Urlaub die Währung einfach weniger Wert haben, den wir
sind ja reich also haben wir viel Geld - das ist logisch :D Das dann ein
Land kommt und meint Geld zu haben ohne Wert das bringt uns zu 100% aus
dem Konzept. Arme Leute hier, bekommen am Monatsende ein paar mickrige
Noten die nach nix ausschauen, da lob ich mir Estland mit den 20 Rappen
Noten. Günstig im vergleich zu uns ist es hier aber allemal, trotz dem
supermistpreisen und dem richtig doofen Geld. |
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Taigatrommel M62 1240 steht in Valmiera und macht Pause. |
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RVR ER2 989-09 der S-Bahn
Riga nähe Kegums auf dem Weg nach Riga |
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Nun fuhren wir aber dann ohne
halt bis nach Riga durch, der Hauptstadt dieses Landes .. und im
vergleich zu Tallinn ist es sogar eine richtig Grosse und auch schöne
Stadt, wie wir am Abend noch herausgefunden haben. Nun galt aber unser
Interesse erstmal dem Campingplatz, welcher beim Messezentrum irgendwo
in eine Ecke gequetscht wurde, aber dafür schön Zentral gelegen. Mit 11
Lets war es dann aber auch einer der teuersten Campingplätze überhaupt
welche wir besucht haben, schon erstaunlich, und das in einem der
günstigsten Länder hier. Nun war aber mal Zeit zum Fotografieren wieder,
wir fuhren erstmal zum Bahnhof um mal ein Kursbuch zu "Kaufen" und um
den Betrieb mal kurz zu studieren. Nach dem Kurzbesuch, dauerte ca.
30min, also recht fix. drängte die Zeit bereits wieder, denn bald
sollten zwei Fernverkehrszüge die Hauptstadt gen Westen verlassen. Und
da wir nicht genau wussten was für Züge das sind, also ob Lokbespannt
oder nicht, wollten wir für die mal stehen. Natürlich hofften wir auf
etwas Lokbespanntes mit TEP70. Wir fuhren also aus dem Chaos der Stadt
hinaus aufs "Land" ... und in die Wälder. Denn auch hier, man konnte es
erahnen, ist die Strecke eigentlich immer in einem Wald oder hinter
einer dicken Buschreihe versteckt. Auch die BÜ's eignen sich zum
Fotografieren nur bedingt, denn wie in Estland auch sind die Masten der
Elektroeisenbahn dermaßen hässlich und gross das man da nicht wirklich
was gescheites machen kann. Trotzdem stellten wir uns mal an einen BÜ
nähe Kegums und warteten auf die Züge. Bevor aber ein P-Zug unseren Weg
kreuzte kam von hinten ein Güterzug des Weges gefahren, im Licht ... und
mit einer 2M62, die Dinger sind echt mal geil. Es folgten dann die zwei
Fernverkehrszüge ... beide mit Triebwagen, und nicht irgendwelchen
sondern genau von dem Typ welche auch ein Land höher bei der
Edeleisenbahn fährt. Es kam dann noch eine neue Elektroeisenbahn und
eine alte ehe wir die Stelle wechselten. Beim Bahnhof von Ogre (müsste
es gewesen sein), breites beängstigend weit weg von unserem Bett fanden
wir wieder was passendes .. und wieder kam, nachdem sich eine S-Bahn in
Gleis 3 zum Wenden stellte, ein Güterzug mit 2M62 gen Riga daher. |
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ER2
131707R wendet in Ogre während eine 2M62 nach Riga rollt. |
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DR1A 149 3 aus Riga kommend
bei Iksile |
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Es folgte
noch ein P-Zug ehe wir abermals die Stelle wechselten nach Iksile. Auch
da räumten wir wieder bissle ab, obwohl die Stelle eher mies war, es kam
ein Güterzug
einer Privatbahn,
es kamen Fernverkehrszüge und S-Bahnen .. und alles in den
verschiedensten Farben. Beim Fernverkehr gibt es rot/weisse Triebwagen,
gelb/blaue und noch blau/weisse Triebwagen ... wobei das gelb/blau wohl
die aktuelle Farbgebung ist. Beim Nahverkehr gibt es ebenfalls mehrere
Farben, auch das aktuelle blau/gelb und noch ein paar alte, z,B Braun
oder grün - nix hübsches ;) Nachdem dann die Sonne so langsam hinter
Schleiern und Wolken verschwand, man lässt uns ja nicht durchknipsen,
drängte der Hunger und wir suchten uns auf dem Weg zur Hauptstadt noch
was zu futtern und fuhren dann erstmal zum Campingplatz zurück.
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A/S.Baltijans
Tranzita Serviss mit 2M62 0293 bei Iksile |
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ER2M 605 mit verschieden
lackierten Wagen bei Iksile von Riga kommend |
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Ab da dann wieder in die Stadt
um die uns mal anzuschauen und noch ein Bier zu trinken irgendwo in der
Altstadt. Was leider nicht gelang, noch eine alte Tatratram irgendwo zu
knipsen, war zu schnell zu dunkel und die meisten waren eh mit Werbung
zugeklebt. Ganz zum Ärger des Nachtwächters der Einfahrt zum
Campingplatz kehrten wir dann relativ spät zurück und wollten auch noch
rein .. |
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Hier findet ihr die Galerien von
Daniel bzw. Nil (öffnet jeweils ein neues Fenster) |
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GALERIE DANIEL |
GALERIE NIL |
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