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Obwohl wir gestern früh ins
Bett sind, naja, mehr oder weniger früh, wäre es nicht nötig gewesen das
heute um genau 5:45 ein Nachbar unseres Hotels mit einer Kreissäge
gearbeitet hat. Den das hat uns beide aus dem Schlaf gerissen und für
30min nicht wieder einschlafen lassen. Sowas ist ärgerlich ... und
schlägt bitter auf, ein (zu)teures Hotel und dann so eine Nachbarschaft.
*tsts*. Er war dann aber irgendwann fertig mit seiner Arbeit und liess
uns noch eine weile weiterschlafen, bis kurz vor 9:00 muss es gewesen
sein als uns die motivation aus dem Bett zog. Denn das Wetter war auch
heute wieder prächtig und der Güterverkehr schien wieder zu rollen,
zumindest meinten wir ab und an einen Güterzug aus der Entfernung gehört
zu haben. Ohne Frühstück, war ja nicht dabei bei den 1200 Kronen, gingen
wir runter zum Bezahlen und um die Stadt zu verlassen. Zu den 1200
Kronen kamen dann noch 100 Kronen "Tourigebühren" - für was weiß der
Geier - aber wir bezahlten Zähneknirschend und verdufteten.
Erster Halt war
Krpelany,
wir schauten auf der Strecke zwar immer mal wieder nach Stellen, fanden
aber nix, eben bis zu dem besagten
Krpelany,
da liegt direkt neben der Bahn ein Stausee auf dessen Damm man in den
Mittagsstunden wunderbar stehen und Züge nach Zilina knipsen kann. Wir
Parkten unser Auto also auf der Strasse im Dorf und liefen den Damm hoch
um uns da auf die Lauer zu setzen und zu warten. In den ersten 10min
kamen dann gleich mal ein paar Züge von hinten, ein IC mit Knödellok,
ein Regio und ein Güterzug, dass volle Programm, aber alles von hinten.
Von vorne lief das ganze etwas gemächlicher ab, im halblicht kam dann
immerhin nach 30min ein Güterzug mit einer Doppellok vorbei um guten Tag
zu sagen.
Die lange Wartezeit zum
nächsten Zug wurde versüsst durch einige urig wirkenden
Feuerwehrfahrzeuge welche unter uns durchs Dorf "rasten" - sowas würde
bei uns wohl eher im Museum stehen ;). Weiter kam noch ein Güterzug von
hinten und dann, gegen 11:00, Fernverkehr von vorne und noch ein Regio
von vorne. Leider gingen diese beiden Züge fast voll im Schatten ab,
denn irgendwas zog rein und verdunkelte die Sonne recht arg. |
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Güterzug
auf dem Weg nach Osten beim Stausee von Krpelany |
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Ein R aus Kosice nach
Bratislava beim Stausee von Krpelany |
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Schnell war klar, nix wie weg,
den gesehen hatten wir es so oder so, mehr als das kann nicht kommen.
Die nächste Stelle lag bereits zwischen Martin und Zilina, eine Burg
hoch oben auf einem Berg soll man da mit der Bahn im Vordergrund
schiessen können, soll man. Schwerer als eine geeignete Position für das
Motiv, gerade um die Mittagszeit, zu finden ist den Weg dahin zu finden.
Den über den Fluss welcher die Hauptstrasse und die Bahn trennt gibt es
im Bereich der Burg keine Brücke. Einzig ein Fußgängersteg in Strecno
ist vorhanden, aber da passt selbst unser Matiz nicht drüber ;) Also
fuhren wir mal bis fast nach Zilina um da die Flussseite zu wechseln und
nach hinten fahren zu können. Erst jetzt sahen wir auch das eine
Autofähre vorhanden gewesen wäre, die sah aber ähnlich urig aus wie die
Feuerwehrfahrzeuge in der Früh ... was nicht unbedingt als positiv zu
werten ist. Die Stelle war dann leider aber nix mehr vom Licht her, die
einzige Möglichkeit gut stehen zu können wäre bis 10:00 gewesen, war
aber schon laaange um. Also weiter, rein nach Zilina um in Richtung
Bratislava zu kommen, was nicht so recht klappte. Den die Hauptstrasse
war dicht, wegen der Autobahnbaustelle, so wurden wir und der ganze
Verkehr halt über eine Nebenstrasse umgeleitet, was bei dem vielen
Verkehr gerade im bereich der Einfädelung zu einem Stauähnlichen Gebilde
führte. Da amüsierten wir uns lieber über den Skoda hinter uns, an sich
nichts spezielles in einem Land wo jedes zweite Auto ein Skoda ist,
dieser hatte aber einem Sponge Bob Duftbaum *AUA*. BiLa Dufbäume (gibts)
kann man ja noch verstehen, aber Sponge Bob *rofl*.
Erfolgreich kämpften wir uns dann, mit Sponge Bob im Rücken, durch das
Verkehrsgewühl um aus der Stadt raus zu kommen. Da wir im Zug nicht
weiter aus Vrutky gefahren sind wussten wir hier überhaupt nicht wie die
Strecke ausschaut, also ging die altbekannte sucherei aus dem Auto
wieder los und wir wurden sogar schnell fündig an der Haupstrasse nahe
des Dorfes Rasov. Der nächste Zug sollte dann wohl der Fernverkehr sein,
denn den letzten Wagen eines Güterzuges konnten wir beim erreichen der
Stelle gerade noch so zuschauen wie sie durchzogen. Der R kam dann,
wieder mit Licht, zeigte aber auch an das man an der Stelle nicht länger
stehen kann, die Sonne war auch da schon recht weit rum, also weiter. In
den schliefen um Puchov wo die Bahn dem Flusslauf der Vah folgt
versuchten wir was zu finden, was aber "dank" umfangreichem Bewuchs
nicht so recht gelingen wollte. Vor einem Supermarkt in Puchov dann
zurück von aus dem Tal stellten wir uns mal eine Grundsatzfrage, wohin
überhaupt in Tschechien? Wir haben noch genau 13 Tage Zeit für das Land,
nicht viel aber eigentlich auch nicht gerade wenig - wen man bedenkt das
andere Leute für diese Zeit einen eigenen Urlaub starten ^^. Nicht
schnell aber bestimmt war dann das Ziel nach einiger Zeit klar, KBS 341
/ 346 im Südosten des Ceska Republika - als erstes mal. |
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350er mit
einem R aus Kosice nach Bratislava bei Rasov kurz hinter Zilina |
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150er mit EC von Prag nach
Zilina verlässt den Grenzbahnhof Horni Lidec (CZ) |
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Der Weg dahin war nicht mehr
lange, bloss etwa 80km von unserer jetzigen Position weg lag ein Dorf
Namens Bojkovice, wo ein Campingplatz mit Mieterunterkünften beschrieben
ist im ADAC Campingführer. Es war aber erst etwa 15:00 als wir die
Entscheidung getroffen haben dahin zu fahren, was also nun? Mal
losfahren und in Tschechien schauen, vielleicht kann man da schon was
mitnehmen. Am Grenzübergang bei Horni Lidec verließen wir die Slowakei
ohne Probleme um ebenfalls ohne Probleme in der Tschechei ein zu reisen.
Ein erstes Ziel war auch schon klar, in 30min sollte ein Schnellzug von
Prag den Grenzbahnhof Horni Lidec erreichen, der Zug kam auch im Licht
da die Strecke nach Süden verläuft, also galt es dafür was zu finden.
Aber hinter Horni Lidec gen Norden ist die Bahn schön am Hang und immer,
nicht so schön, im Wald, was ein gescheites Foto von einem Zug
verhindert, einzige alternative die wir sahen, Bahnhof Horni Lidec. Der
Zug kam mit einer viel gesehenen normalen 351 der CD und verschwand auch
bald wieder gen Slowakei bzw. Zilina, seinem Endbahnhof. Fertig waren
wir aber noch nicht, den im Bahnhof stand noch so einiges rum, von
grösstem Interesse waren vor allem zwei Brillen, wohl von einer
Privatbahn, auf alle fälle nett Lackiert. Am Bahnhof tauschten wir dann
unsere Slowaken Kronen gegen Tschechen Kronen (der Kurs war wohl extra
mies, aber immerhin kann man da sowas im Bahnhof noch) und kauften
gleich noch zwei Kursbücher. Erstaunlich leicht wie die zu bekommen
waren hier, fast schon beängstigend. Ein kleines Kursbuchstudium aber
dann ergab, Tschechien ist besser als Slowakei, auf praktisch allen
Nebenstrecken gibt es ein Haufen Züge, im vergleich zu der Slowakei
zumindest ;) Es war schon Zeit nun aufzubrechen und die letzten paar
Kilometer nach Bojkovice etwas im Landesinnern unter die kleinen Räder
zu nehmen.
Schnell
erreichten wir das besagte Dorf und dessen Campingplatz und schnappten
uns bei dem sehr gesprächigen Platzwart eine 2er Hütte bzw. ein Hausteil
für 400 Kronen die Nacht. Es war kurz nach 18:00 und die Sonne schien
eigentlich noch ganz angenehm, also ab mal zum Bahnhof schauen was so
geht. Ein Zug hatte eh noch Ankunft und ein anderer Abfahrt. Als wir
angekommen sind an der Ostausfahrt war der BÜ schon geschlossen und ein
Triebwagen stand im Bahnhof bereit zur Abfahrt. Das konnte aber nicht
der sein welcher ankommen ist, denn Zeit dafür war noch nicht - also
warten. Einige Minuten später kam dann etwas sehr nettes, ein Brilenzug
mit der 754 067, einer wunderschönen Brille aus Brno. |
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754 067
ein Schmuckstück aus Brno beim Umsetzen in Bojkovice |
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Aus Brno eingetroffen ein R
bestehend aus 842 017 und Büchsen |
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Der Triebwagen welcher
Anschluss an den Brillenzug machte war für uns ebenfalls neu, es sind 4
Achser mit einer normalen höhe und einer normalen Länge, Triebwagen
eben, chice eckige Dinger neuerer Bauart wohl. Als der Zug dann anzog um
den Bahnhof zu verlassen stellten wir uns für den Nachschuss hin, denn
so stand die Abendsonne ... wir erwarteten einen Beiwagen alla Büchse,
die man immerhin schiessen kann .. aber der Beiwagen welcher da dran
hing hatte hinten nix ausser einer grosse Türe im Stahl ;) Das Foto
wurde dementsprechend nix. Aber viel besser als ein Triebwagen
Nachschuss war sowieso das was nun folgte, die Brille setzte um und fuhr
vor unserer Nase durch im schönsten Abendlicht. Zufrieden gings dann
zurück zum Platz um noch etwas in den Magen zu bekommen was in der hier
ansässigen Gaststätte auch gelang, lecker. Vorhin machten wir uns dann,
zu Fuss, erneut auf zum Bahnhof, aus jeder Richtung sollte noch ein Zug
ankommen welcher man in der blauen Stunde welche da kurz nach 20:00
herrschte, nett mitnehmen konnte. Aber beide Züge, der eine war sogar
ein Eilzug aus Brno, waren Triebwagenzüge *grblk*, Fotos wurden zwar
nett, hätten sich mit einer Brille aber sicherlich mehr besser gemacht.
Shit happens, nun warten wir auf Morgen und genießen den Abend im
Internet welches wir uns für 200 Kronen teuer erkauft haben. Aber nun
sind wir Wettertechnisch wieder mal auf dem neusten stand, soll gut
bleiben so tendenziell, so muss das sein! |
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Hier findet ihr die Galerien von
Daniel bzw. Nil (öffnet jeweils ein neues Fenster) |
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GALERIE DANIEL |
GALERIE NIL |
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