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Heute Morgen ging es wieder
einmal früh raus. So früh wie schon seit langem nicht mehr. Um 7:50 war
der erste Fernverkehrszug Zug mit Planabfahrt von Uhersky Brod drin, was
für uns hieß, an der Strecke stehen stehen. Glücklicherweise ist die
Strecke nach Luhacovice nicht sehr lang, wodurch uns nicht allzu viele
Möglichkeiten blieben ;-). So rasselte um punkt halb 7 der Wecker und
holte uns aus dem Tiefschlaf in den Stress hinein. Kurz frisch machen,
ins Autosteigen und abfahren. Das erste Hindernis wurde uns mit dem
geschlossenen Tor gelegt. Glücklicherweise war dies nur angelent und wir
konnten es beiseite schieben.
Über die Hauptstrasse fuhren
wir nach Uhersky Brod und dann entlang des Bahntrasses in Richtung
Luhacovice. Schnell fanden wir eine Stelle, fuhren jedoch noch weiter um
vielleicht noch etwas anderes zu finden. Einige Kilometer danach und
kurz vor der Endstation des Zuges kehren wir wieder um und fuhren zurück
zum gefunden Feld. Grundsätzlich nett, doch standen wir unter dem
Zugniveau und fürchteten Kraut in den Fahrwerksbereich zu kriegen. Lange
Zeit verging nicht, ehe sich etwas in den Schienen ankündigten. Vor dem
Sp nach Luhacovice fuhr noch ein 810er in Richtung Uhersky Brod
hinunter. So konnten wir die Stelle testen und stellten fest, dass der
Fahrwerksbereich genügend frei war. Prima =). Im nächsten Bahnhof
gekreuzt, erreicht uns der Sp wenige Minuten nach dem Schienenbus. Wie
erwartet führte eine Brille vor den wenigen Wagen. Leider nicht wie
erhofft eine Bunte, doch wenigstens schön im Grün – weissen lack. Nach
der Durchfahrt des Zuges musste es schnell gehen. Rund 20min nach dem Sp
sollte ein R in Richtung Bojkovice fahren. Eigentlich waren wir uns ja
bewusst bzw. fast sicher, dass es ein Triebwagen sein könnte, doch man
weiss ja nie ;-). Ein Kollege hat uns da ein tolles Motiv verraten,
dieses wollten wir mit dem R umsetzen, und dies war der einzige Zug im
Tag, der hier möglich sein sollte.
Der Zugang zur Wiese neben der
Bahn war schnell gefunden, so stellten wir unser Auto auf dem Weg ab und
wir liefen etwas den Hügel hinauf. Es bot sich uns ein herrlicher blick
über Dorf und Eisenbahn. Wie böse Vermutungen es deuteten, erschien
einige Minuten nach unserer Ankauft dort oben ein rot-beiger 810er mit
Beiwagen. Geht er doch ein wenig unter in der Landschaft. |
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Ein
Regionalzug nach Bojkovice vor der Dorfkulisse von Ujezdec |
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754 mit einem Regio nach
Bylnice nahe des Haltepunktes Hostetin |
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Ein Blick ins Kursbuch stellte
uns einige Zeit frei, um kurzerhand einkaufen zu gehen. Zwar verpassten
wir einen weiteren 810er, doch konnten wir dies ohne Probleme
verkraften. Mit gefüllten Einkaufstüten und reichlich Proviant für den
Tag ging es weiter in Richtung Kehrschleife um Pitin. Bald schon sollte
ein Brillenzug in Richtung Osten hier durchrollen, wofür noch eine
passende Stelle gefunden werden musste. Im Dorf Piition selber fanden
wir nicht sehr viel schlaues. Einzig eine nette Stelle mit Kirche im
Hintergrund sollte machbar sein.. doch eher für einen Triebwagen als für
einen Lokbespannten Zug. So suchten wir weiter, wurden etwas weiter
östlicher in der 2. Etage der Kehrschleife fündig. Kurz neben der
Straßenbrücke war eine prima Stelle, doch zweifelten wir daran einen
ganzen Zug hier hineinzukriegen. So endete am Schluss unsere Suche in
der nähe des Kleinen Haltepunktes Hostetin, wo wir etwas höher zu Bahn
in einer Wiese standen.
Bis zur Durchfahrt des Zuges
sollte nicht mehr viel Zeit vergehen und wir hörten die Brille auch
schon bald im „Tal“ anfahren. Immer mit einem Auge zur Wolkenfront,
welche sich vor uns in Richtung Sonne bewegte, hofften wir auf Sonne.
Diese war dann auch reichlich vorhanden als die Brille durchfuhr. Wieder
ein grüne, ganz gewöhnliche. Naja, bunt hin oder her, eine Brille war
nun mal eine Brille. Glücklich über das Sonnenfoto gings zurück zum
Auto, welches gleich beim Hp geparkt war. Von hier aus sollte auch unser
nächstes Foto entstehen. In rund einer Stunde sollte ein Triebwagen hier
durchrollen, worauf sich der Platz im Bahnhofshäuschen prima zum warten
anbot. So setzten wir uns in den Schatte, spachtelten frisch eingekaufte
Pfirsiche und trugen die Änderungen ins Kursbuch ein, welche noch
fehlten.
Die Stunde wollte auf alle
Fälle schnell vergehen und der 810er überraschte uns beim faulenzen.
Zwar reichte es noch ohne Probleme die Stelle zu erreichen, doch die
Wolken kannten keine Gnade. Schatten pur war auf der Strecke und das
Bild wanderte in die Tonne ohne Rückkehr =(. Schade. In der Hoffnung den
Tw noch einmal zu erwischen fuhren wir mit dem Auto zur vorherigen
Stelle in Pitin, doch als wir dort ankamen stellte sich nach einigen
Minuten Warterei heraus, dass die Kiste bereits abgefahren sein muss. So
blieb uns nichts anderes Übrig, als für den nächsten Zug etwas zu
finden. Als nächste Komposition war der Sp nach Luhacovice angekündigt.
Für die Hinfahrt gab es auch nur wenige Kilometer Strecke welche im
Licht waren, so interessierte uns eigentlich mehr die Rückfahrt. Da wir
jedoch eh bis dahin Zeit hatten, wollten wir es trotzdem versuchen. So
fuhren wir kurzerhand über den Hügel in Richtung Luhacovice, einen
kleinen Dörfchen mitten im Nichts. Weshalb hier 3 Fernverkehrszüge pro
Tag hinfahren war uns eigentlich unklar, doch ahnten wir an den
Hotelbauten im Dorf, dass es sich hierbei um einen Kurort oder etwas
ähnliches handeln muss. Bei der durchfahrt des Ortes schauten wir auf
die Uhr und mussten feststellen, dass es wohl nicht mehr reichen würde
für die Hinfahrt des Sp. So begegneten wir diesem auch bei der
Stellensuche vom Auto aus und gaben erfolglos auf. War doch im
belichteten Bereich überhaupt nichts möglich!.
Laut KuBu sollte in einigen
Minuten ein Regio von Luhacovice nach Süden entgegenfahren, für welchen
wir nach Polichno ins Dörfchen fuhren.
Die
dortige Dorfdurchfahrt bot ein prima Motiv und die Sonne wollte knapp
noch stimmen. Mit der Musik des örtlichen „Bierfestes“ wurde unsere
Wartezeit angenehm verkürzt und der Region in form eines Triebwagen
erschien auch schon bald. Das Glück mit den Wolken war mit uns, und so
ergab dies ein weiteres Sonnenfoto. |
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810er nach
Luhacovice bei der Dorfdurchfahrt von Polichno |
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754 013 als Lokzug nach
Bojkovice nahe Uherky Brod |
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Grund genug eine weitere
Stelle zu suchen. Nun war der Sp aus Luhacovie auf dem Plan. Für diesen
wollten wir an der „Hauptstrecke“ zwischen Ujzdec und Kunovice etwas
suchen. Da noch genügen Zeit blieb, fuhren wir noch in den örtlichen
Tesco um einige Kleinigkeiten einzukaufen (schon wieder ;)). So schrieen
unser Badetücher schon lange nach einer Wäsche, doch dazu sollte es bis
zu unserer Heimkehr nicht mehr kommen. So blieb uns nichts mehr anders
übrig als ein neues zu kaufen ;-). Kostete uns satte 1.50 Franken, da
eine 2 für 1 Aktion ausgenutzt werden konnte. Auf dem Weg nach Kunoice
fanden wir einige nette Stellen, doch stach eine nahe Hradcovice
besonders hervor. Die Bahn verlief hier durch eine offene Fläche auf der
anderen Seite des Tales. Perfekt um einen Brillenzug zu schiessen. Im
Hintergrund war zudem noch das Dörfchen erkennbar. Da bis zur durchfahrt
des Zuges jedoch noch einige Zeit blieb, standen wir an eine ebenfalls
vorhin entdeckte Stelle im Schatten. Hier konnte zuerst einmal in ruhe
zu Mittag gegessen werden. Unser Essen wurde abrupt durch eine
Durchfahrt eines Schienenbusses gestört, welcher aus dem Licht in
Richtung Bojcovice unterwegs war. Kaum wieder beim essen war eine
weiteres Tröten einer Lok zu hören. Was war den das? Schnell gerannte um
eine Querschuss zu wagen zeigte sich die Brille auch schon. Es handelte
sich dabei um eine hellblaues Exemplar, welches wir bis dahin noch nie
gesehen hatten. Wohl für den Zug aus Bojcovice nach Brno bestimmt,
wollten wir diese später noch fotografieren.
Nun war es wieder an der Zeit
Stelle zu wechseln. Da der Zug aus Lucahovice im vorderen Zugsteil bunte
Wagen hatte, wollten wir unbedingt diesen bei der Wiese im Tal
querschiessen.
Schnell waren wir wieder bei der Stelle und mussten feststellen, dass
wir nicht die einzigen waren. Nahe am Gleis stand ein weiterer Fotograf,
welchen wir jedoch nicht weiters ansprechen konnten. Schade, währe wohl
sicher witzig gewesen. Als der Sp vorbei war, Für den nachfolgenden
Schnellzug aus Osten wollten wir bei der Schattenstelle von vorhin
stehen. Kaum angekommen, kündigte sich dieser auch schon mit einem
lauten Pfeifen an und wurde in der prallen Mittagssonne fotografiert.
Nach diesem Zug stand erstmal
der Regionalzug mit der grünen Brille an welcher zurück kam. Knapp mit
Sonne erlegten wir den Zug wie schon die leerfahrende Brille nahe
Uherky Brod. |
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754 mit
einem Sp aus Luhacovice unterhalb von Hradcovice |
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754 013 mit einem
Regionalzug nach Brno bei der Ausfahrt aus Bojkovice |
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Als nächste Stelle hatten wir
die Ausfahrt Bojkovice auf Lager. Da der Hang neu gerodet war, standen
keine grösseren Büsche oder Bäume im Weg und man konnte prima auf die
Bahnhofsausfahrt im Tal fotografieren. Die Bahn verlief hier in einem
weiten Bogen aus dem Bahnhof, längs durchs Tal und weiter in die Weite
Ebene hinein. Die Stelle kannten wir bereits von Bildern und wollten
diese unbedingt auch machen. Als Zuglok stand im Bahnhof die hellblaue
Brille bereit, welche wir noch kurz im Stand ablichteten, ehe wir das
Auto am Straßenrand parkten und uns die steile, dornenbewachsene
Böschung hinaufkämpften. Der Aufwand lohnte, denn bei der Ausfahrt des
Zuges schien wiederum die Sonne und die Sicht auf die Altstadt, die alte
Industrie und die Burg waren einfach großartig.
Wieder waren wir nicht die
einzigen, welche diesen Zug aufs Bild bannten. An der Strasse erkannten
wir 2 weitere Fotografen, welche jedoch in einer etwas ungünstigeren
Position als wir standen. Naja, auf und anquatschen ;-). Da sie zu Fuss
in Richtung Bahnhof losmarschierten, eilten wir mit dem Auto hinterher
und quatschten die beiden bei ihrer Ankunft an. Offenbar wohnten diese 2
eher komisch wirkenden Gestallten im Bahnhof drin und fotografierten
alles was nicht bei 3 auf den Bäumen war und den Bahnhof von Bojkovice
erreicht. Deutsch und Englisch verstanden sie nicht, und so konnte uns
nur ein weiterer, es könnte der Vater des einen gewesen sein, unsere
Frage nach dem nächsten Brillenzug beantworten. Gleich sollte einer
kommen, mit einer Brille im speziellen Lack. Da die Sonne schon arg weit
um für Züge nach Osten war, blieb nur noch eine Möglichkeit: Die Kehre
bei Pitin. Schnell hochgefahren, auf dem Weg noch ein Triebwagen mit
nettem „Bildzusatz“ im Bahnhof mitgenommen, Auto abgestellt und
Stellensuche. Der im Tal dröhnende Zug stresste immer mehr, doch fand
sich beim besten Willen keine passende Stelle! Uns blieb nichts anderes
Übrig als der Brille zuzuschauen, was jedoch auch keine Tragik war.
Weshalb? Statt der erwarteten, angekündigten bunten Brille kam eine
gewöhnliche, grüne 754 daher. Nichts spezielles also!. Etwas deprimiert
fuhren wir wieder zurück in Richtung Bojkovice. Wohin jetzt? Da das Ende
des Sonnentages schon in Greifnähe war, blieben nur noch wenige
Möglichkeiten offen. Wir entschieden uns, unser Auto bei einem etwas
westlich von Uhersky Brod gelegenen Bach zu parkieren und quer auf die
Bachbrücke mit anschließender Geraden zu schiessen. |
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842 026 im
Haltepunkt von Pitin |
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754 mit einem Regionalzug
aus Bojkovice nahe Hradovice |
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Auf dem Weg an die Stelle
erkannten wir noch, was für Loks an den Zügen nach Bojkovice und
Luhacovice hingen. Es handelte sich dabei jeweils um ein speziell
lackiertes Exemplar, welche unbedingt noch mitgenommen werden mussten.
Als 3 Lok kam noch eine weitere, im total roten Farbschema nach
Bojkovice, welche wahrscheinlich wie gestern leer zurückfuhr. Mal
abwarten. So verbrachten wir die letzte Sonnenstunde an der besagten
Stelle und warteten ab. Immer im clinch mit den am Horizont weit
verbreiteten Wolken bibberten wir um ein letztes Sonnefoto. Als der Sp
aus Lucahovice vorbei war, glaubten wir ehrlich gesagt nicht mehr an ein
Sonnenfoto für den Zug aus Bojkovice, da dieser rund 20min nach dem 1.
kommen würde. Ganz knapp reichte auch dies noch, währe doch rund 2min
später der totale Schatten über der Fläche gelegen. Nochmals glück
gehabt. Zufrieden über den Tag konnte es nun zurück in unsere Bude
gehen. Doch Stopp, aller guten Dinge sind 3. So steuerten wir das letzte
mal des Tages den Tesco an, um unsere Getränkevorräte für morgen zu
ergänzen.
Zurück beim Campingplatz
sprangen wir noch in den platzeigenen Pool und erfreuten uns an einer
kühlen Dusche. Da das Restaurant des Platzes bereits um 8 Uhr die Küche
geschlossen hatte, geht’s heute wohl ohne Nachtessen ins Bett. Halb so
schlimm, sind doch noch genug Reserven vorhanden ;-). N8 |
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Hier findet ihr die Galerien von
Daniel bzw. Nil (öffnet jeweils ein neues Fenster) |
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GALERIE DANIEL |
GALERIE NIL |
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