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Da war der Bauer interessanter ;)
Erst scheuchte er unten einen vom Feldweg weg, dann kam er mit dem Auto
hochgerast, mit dabei hatte er seinen besten Freund: die Mistgabel (im
Kleinwagen!!!!). Grund, dass er kam, waren nicht wir, sondern der
Tonmann vom Filmteam welcher mit seinem Mikro in der frisch abgemähten
Wiese stand. Wir witzelten zusammen mit dem Filmteam oben darüber, dass
da gleich jemand mit der Mistgabel aufgespiesst wird als der Tonmann in
unsere Sicht lief und die Daumen nach oben streckte - WAS? Wie ging das
den? 5 Euro waren dazu nötig, wie man uns später auf Anfrage erklärte
;). Das Filmteam wurde übrigens nach eigenen Angaben gewarnt vor dem
"scharfen" Bauern da in der Wiesen. Der Bauer erledigte dann mit der
Mistgabel noch 5min Alibiarbeit im Feld, so dass der Eindruck hätte
entstehen können, er sei nicht extra wegen dem Fotogesindel
hochgefahren. Als der Bauer weg war, und sich ein Zug angekündigte,
nutzten wir die Gunst der Stunde und stellten uns auch noch unten ins
Feld für drei Fotos. |
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Kaum waren die Züge weg, wurden wir von hinten noch
angemacht, der Bauer vom Nachbarsfeld fragte im bekannt freundlichen
Jodoker Bauernton: Woas machts ihr da auf Privatgrundstück? BLABLABLA,
die da oben die haben echt den Schuss weg! Wir waren aber fertig und
wollte / mussten weiter, es war denn auch schon wieder kurz vor 12e! So
ging die Fahrt über den Brenner wo wir kurz ein Kartenstudium betrieben
- wie kommt man am besten an die Koperbahn? Zur Wahl standen das
Pustertal, die Autobahn nach Verona / Trieste oder eine Strasse in der
Mitte, welche auf der Karte ebenfalls rot eingezeichnet war, also eine
SuperStrada. Da der Weg durch die Mitte am kürzesten schien, entschieden
wir uns dafür. Was uns da noch nicht bewusst war, war dass da die
Dolomiten im Weg waren. Das merkten wir dann aber schon kurz nach der
Autobahn. Schlussendlich fuhren wir über den Sella und den Pordoi Pass,
welche beide über 2000m hoch sind - durch Serpentinen und alles Wilde
... wir verplemperten dadurch EWIG viel Zeit. Es war schön, keine
Frage... aber die Zeit hätten wir als Fotografen etwas besser nutzen
können, schliesslich gibt es in diesen Dolomitenpässen nicht mal eine
Zahnradbahn. Trotzdem, im Nachhinein, war die Route nicht verkehrt.
Irgendwann hinter Cortina d'Ampezzo (ja genau im Skiort waren wir auch),
sah ich Statione-FS-Schild, wir entschieden uns den Bahnhof anzuschauen.
Ausser einem dreifachen Itaker Triebwagen, der rumstand, war dort aber
nichts los, wir fuhren deshalb weiter. Nun hatten wir aber genug von den
Bergstrassen und fuhren auf die Autobahn rgt. Venezia bzw. Udine oder
Triest. Unterwegs dann natürlich noch der "Aufsteller" des Tages ;) Wir
fuhren gerade auf der Autobahn Richtung Triest, da kam eine Brücke und
Zingg sagte: Bahn! Also wir beide den Kopf nach rechts gedreht und was
fährt gerade vorbei, an einer freien und auf den ersten Blick schönen
Stelle? Eine Del Fungo Giera 474 mit einem Autozug. Man hätte nur da
stehen und Auslösen müssen, Sonne war perfekt ... hmmm das die Züge auch
immer dann kommen müssen wo man sie sieht. Da es schon gegen 4 Uhr war
strichen wir die Koperbahn für diesen Tag, Fotos machen ... das wird nix
mehr, besser noch ein Bett für die nächsten Nächte suchen. Auf dem Weg
füllten wir das erste Mal unseren Tank auf und fuhren dann über Gorizia
rüber nach Slowenien. Ich wusste von meinen älteren Urlauben, dass die
Autobahn nicht kostenlos ist in Slowenien, es war jeweils Maut zu
entrichten, wie in Italien direkt Cash beim Verlassen der Autobahn. Aber
komischerweise stand jetzt irgendwas von Vignette auf einem Schild an
der Autobahn ... *mhm*. Wir fuhren dann einfach durch, durch die
unbesetzten Zahlhäuschen und dachten uns nichts weiter dabei. Kurz vor
Postojna traf unsere Autobahn auf die Hauptbahn von Ljubl. nach Koper
und Trieste. Da waren wieder Zahlhäuschen, und wieder keine Schranke
sondern nur was von Vignette. Ich war mir aber 100% sicher, dass wir da
das letzte Mal ein Ticket gezogen haben. So fuhren wir ganz rechts ran
um bei dem Häuschen mal zu Fragen, wir wollen ja noch die Maut bezahlen.
Die Dame meinte, dass man nichts direkt bezahlen müsse, nein man müsse
eine Vignette kaufen ... sonst gäbe es 300€ Busse, wenn man erwischt
würde. WAS? ;) Wo wir denn eine solche Vignette herbekommen, wollten wir
wissen, an den Tankstellen war die Antwort. Der Witz dabei, wir waren
schon AUF der Autobahn und konnten da nicht mehr runter :-). Aber wir
waren auf der falschen Spur, so setzte der Zingg (un)gekonnt zurück auf
der Bezahlstation und wir fuhren schnurstracks zur nächsten Ausfahrt, in
der Hoffnung dabei nicht erwischt zu werden ;). Das letzte Stück nach
Postojna fuhren wir dann über Land, immer auf der Suche nach einer
Tankstelle. In die erste bin ich dann rein und habe eine Vignette kaufen
wollen. Die Dame nahm sofort eine und eine Zange und begann an der Kasse
zu tippen. Ich unterbrach sie, und sagte, für 10 Tage gerne. Sie
verstand nicht und tippte weiter und sagte einen Preis: 35€. Ich
nochmals, für 10 Tage, oder so was, gibts doch bestimmt? NEIN, nur für 6
Monate meinte sie. WAS? Die spinnen doch die Slowenen, das ist ja teurer
als die Jahresvignette bei uns in der Schweiz ... und soooo viel
Autobahn gibts in dem Slowenien aber auch nicht. Jänu, ich lehnte
dankend ab, und so posierte bis Heute keine Slowenische Vignette auf
unserer Windschutzscheibe, weil Tags darauf nach Koper und wieder hoch,
das schafften wir gerade noch so ohne die Vignette. Die Übernachtung
musste nun organisiert werden, ich hatte noch eine Privatpension vom
letzten Urlaub im Kopf, hinter Postojna, diese fuhren wir erst an. Da
trafen wir tatsächlich auf die Deutsch sprechende "gute Seele des
Hauses" und wir waren erfreut als sie unsere Zimmeranfrage mit "gerne"
beantworten konnte. Sie bat uns dann aber erst etwas Essen zu gehen, sie
müsse noch fertig rasenmähen und ihre Pferde bräuchten auch noch etwas
Pflege. Uns sollte es recht sein, wir hatten eh noch vor zum Essen nach
Postojna zu fahren. Zuerst gab es aber noch einen Kurzbesuch am Bahnhof,
wo wir, nebst dem Erwerb eines Kursbuches, noch ein wenig "zuggucken"
eingeplant hatten. Das Kursbuch gab es nicht und Züge kamen auch nicht
sonderlich viele in den 30min, in dehnen wir standen. Zwei Güter und ein
richtig richtig hässlicher Desiro, ausgebleicht, dreckig wie sau und
verschmiert bis unters Dach - eine Schande wie die Züge bereits
aussehen. Essen fuhren wir dann in eine bekannte Pizzeria und ich traf
wieder auf alte Gesichter, die mich aber natürlich nicht wieder
erkannten. Zurück zur Pension ging es noch kurz Duschen und kurz die
"Korrespondenz" erledigen ;)...
Und morgen gehts an die Koperbahn, hoffen wir, dass ein bisschen was
funktioniert ... nach den letzten Tagen fast fotofreien Tagen wäre es
wünschenswert.
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