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Der Tag war jung, sehr jung als ich das erste Mal
meinen Kopf hob und aus unserer Balkontüre schaute. Die Sonne war noch
nicht aufgegangen, war jedoch kurz davor und erhellte den Horizont vor
uns. Alles nicht so wichtig, wichtiger, dass der Himmel wolkenlos war!
Als wir dann um 7 wieder rausschauten, schien die Sonne ebenfalls nicht,
nicht mehr oder noch nicht, sie war nämlich hinter einer Wolkendecke
versteckt. Es hatte reingesifft, nicht komplett, aber es war zu. Es
reichte mir um im Halbschlaf den Wecker eine Stunde auf 8 Uhr
vorzustellen, Zingg reagierte nicht und so ging ich davon aus er ist
damit einverstanden. Im laufe des Tages hat er mich dann für das
verpassen des ersten Regiozugpaars verantwortlich gemacht, weil ICH
nicht aufstehen wollte *hrhrhr* ;). Es wurde dann etwas nach 8 Uhr, bis
wir beide aufgestanden und fertig waren unser Hotel zu verlassen, da wir
wie geschrieben das erste Regiozugpaar auf der Caravelle Strecke
verpasst hatten, suchten wir erstmal den Mittelpunkt des Streckennetzes
von der Regional Verkehrsgesellschaft in Holod! Dort treffen sich die
beiden Strecken des EVU's, die von Vascau (im nichts) und eine von
Ciumechiu wo Anschluss an die Staatsbahn besteht. Zugpaare gibt es vier
auf der erst genannten und drei auf der zuletzt genannten Strecke. Im
Bahnhof von Holod war sogar ein Regiotrümmer in Form eines Caravelle
Triebwagen, welcher ohne Arbeit herum stand, zu sehen. Wir knipsten den
Zug im Bahnhof und wurden schon ein erstes Mal von einem Bahnmitarbeiter
angesprochen, welcher aber lachte als wir meinten, dass wir aus Elvetia
kommen und nichts verstehen. Der nächste Zug am Bahnhof sollte in gut
einer Stunde von Ciumechiu her eintreffen.
So fuhren wir an die Strecke um die Kiste natürlich
standesgemäss zu erlegen. Weit kamen wir nicht, erstens weil die Strasse
wieder mal in einem extrem guten Zustand war (keine Schlaglöcher sondern
Schlaggruben waren das ;)) und zweitens weil wir schon am ersten
angefahrenen Bahnhof zufrieden waren mit dem Motiv. Bevor der Regio kam
wollten wir aber bei einem Tante Emma Laden im Dorf noch etwas
einkaufen. Wir kauften eine Cola und etwas Gebäck, was zusammen 8.1 Lei
kosten sollte. Zingg gab 10 Lei und dann begann die Kassenfrau
irgendetwas zu labern und hielt uns Bonbons hin. Schnell war klar, die
will uns mit billigen Bonbons anstatt Retourgeld abspeisen ;) ...
anstatt 1.8 Lei konnte sie uns nur 1.5 Leu zurückgeben, die restlichen
30 Bani gab es in Form von Bonbons, uns war es egal, was wir eine sehr
kreative Lösung fanden. Am Bahnhof von Tinca standen wir dann in den
Schatten vom Güterschuppen und warteten auf den Zug, welcher dann bald
in Form eines extrem sauberen Caravelle Triebwagens daherkam. Schade,
wir haben insgeheim auf eine Malaxakiste gehofft, 100% sicher, dass dies
auch eine Strecke der Privatbahn ist, waren wir uns bis zum Erblicken
des Triebwagens nämlich nicht. Am Bahnhof war dann gut Betrieb, viele
stiegen aus und viele ein, darunter auch zwei Kinder welche sogleich
beim Lokführer Platz nahmen und bei der Ausfahrt winkten und uns
irgendetwas zuriefen. |
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57 402 von
\"Regional\" bei Einfahrt von Tinca Tenke mit P15112 |
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57 402 neben 57 510 im
Bahnhof von Holod |
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Nach dem Zug verliessen wir den Bahnhof wieder in
Richtung von Holod, was bis auf die vielen Pferdefuhrwerke auch gut
gelang. Extrem war es in dem Dorf, alles voll mit den Pferdekarren ...
ob es an der Region liegt oder ob Tag des Pferdes war, wissen wir nicht
(zum Glück war nicht Tag des Dacias ;)). Am Bahnhof von Holod trafen wir
zeitgleich mit dem Triebwagen ein und fotografierten ihn nach der
Einfahrt neben dem zweiten Triebwagen, welcher natürlich immer noch da
stand.
Zu erwähnen wären die Jungen, welche uns wieder etwas
zuriefen und winkten, und der Transporter welcher auf der Rampe stand
und irgendetwas aus dem Triebwagen ein- oder auslud (durch die Fenster)
- ein PmG also ;) Nun war Zeit um an die Strecke in Richtung von diesem
Vascau zu fahren, der nächste Zug der Holod erreichen sollte kam von da.
Wir fuhren über die Hauptstrasse bis nach Beius, wo wir den Zug gerade
noch so erwischten. |
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57 402
neben 57 510 im Bahnhof von Holod |
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97 0565 als P15103 von
Vascau nach Holod hinter Beius |
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Nicht so gut daran war, dass sich die Sonne
mittlerweile im Schleier versteckt hatte, welcher von Ungarn her herein
gezogen war, aber auch in den Bergen im Osten und im Süden sah es nicht
besser aus, Regenwolken waren da drin, nur noch wenige blaue Löcher
waren plötzlich zu sehen. Wir fuhren dann ein wenig der Strecke in
Richtung Holod nach, bis die Strasse in Ioanis endete. Der Zug war
bereits durch, die Stelle aber nicht verkehrt, und trotz Mistwetter
warteten wir bis er zurückkam, was nach 2h der Fall sein sollte. Das
Mistwetter löste sich nicht auf, im Gegenteil. Trotzdem warteten wir und
stellten uns an die Stelle als der BÜ an der Bahnhofseinfahrt gesenkt
wurde.
Etwas ratlos fuhren wir dem Zug dann wieder nach und
erwischten ihn zwischen Stei und Vascau erneut mit einem alten Jugo
Formvorsignal als Motiv, was aber das Wetter auch nicht besser machte.
Im Endbahnhof von Vascau stellten wir uns dann wieder
hin und knipsten den Zug von der Rampe runter, wie er im Bahnhof stand. |
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P15104 auf
dem Weg nach Vascau kurz vor dem Bahnhof von Ioanis |
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P15104 wird zum P15105 und
fährt bald zurück nach Holod, in Vascau |
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Mit Sonne wäre es eine richtig
nette Szene gewesen. Als wir um den Triebwagen herumgingen, um ihn noch
von der anderen Seite zu Fotografieren kam aber einer, erst stand er nur
im Bild und störte wegen seiner Warnweste und dann schrie er irgendetwas
rüber. Taktik in solchen fällen, ignorieren - was meistens aber nicht
gelingt. ;) Er kam dann auf uns zu gelaufen und meinte: No Foto ... also
sind wir abgezogen. Zurück zur Hauptstrasse bis in unser Hotel nahe
Oradea. Ein Foto vom TW hätte zwar noch gelingen können, bei dem Wetter
war das aber sinnlos. Auf dem Weg überlegten wir uns, was wir mit dem
angebrochenen Tag noch anstellen könnten. Wetter war hier schlecht, aber
in Richtung Ungarn sah es gar nicht mal so übel aus. Da die Distanzen
hier nicht riesig sind, entschlossen wir uns heute den Tag in Ungarn
ausklingen zu lassen. Am Zoll kamen wir ohne Probleme durch (hätte ich
gewusst das wir noch die Grenze überschreiten hätte ich mich rasiert ;))
und rollten bis an die ersten Strassenbrücke der Umfahrung von
Biharkeresztes, wo wir gleich beim überqueren dieser einen Zug auf der
Strecke gesehen haben. Da Pascal nur etwas gelbes erkannte, gingen wir
mal von einem Traktor oder so aus. Wenden war eh nicht möglich und so
fuhr ich auf direktem Weg den Bahnhof von diesem Dorf an, welcher
zugleich auch der Grenz- und Umspannbahnhof darstellt. Am Einfahr-BÜ
warteten wir dann kurz und sahen, dass sich der Bautriebwagen langsam in
eine 82er verwandelte ;) Leerfahrt, aha, wohl um einen Zug zu holen. Wir
gingen dann in den Bahnhof und studierten den Abfahrtsanzeiger, konnten
aber irgendwie nichts Passendes finden. Auf einmal wurde mir dann klar,
dass wir ja die Uhren umgestellt hatten, als wir vor knapp 2 Wochen über
die serbisch-rumänische Grenze fuhren, nun war die Osteuropäische Zeit
für uns eine Selbstverständlichkeit, und wir vergassen, dass man in
Ungarn natürlich wieder die gute alte MEZ hat. Mit dem richtigen
Zeitgefühl verriet uns der Abfahrtsanzeiger dann, dass die 82er für den
IC aus Budapest Keleti gekommen war und ihn nach Cluj Napoca
weiterführen sollte... dumm nur das dieser schöne Zug in der Gegend
überall komplett aus dem Gegenlicht kommt! Trotzdem warteten wir im
Bahnhof und wollten uns die Einfahrt anschauen, bis zu "unserem" Zug
welcher von Oradea nach Ungarn mit einer 65er rüberkommt, sollte noch
eine halbe Stunde hin sein. Der Zug aus Budapest kam dann mit einer M41
und 7 CD Wagen .. obwohl der Zug mit CZ eigentlich so gar nichts am Hut
hatte :-). Die 82er setzte sich dann an den Zug und die M41 stellte sich
ins Abseits um auf den Gegenzug zu warten. Wir fuhren dann zur Brücke
hoch und fotografierten da in der Sonne die 65 300 mit dem Regio aus
Oradea. |
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65 1300
mit R414 nach Püspökladany (Ungarn) kurz hinter der Grenze vor
Biharkeresztes |
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Bzmot 415 verlässt den
Grenzort Biharkeresztes - die Industrie im Hintergrund ist bereits in
Oradea |
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Kaum war dieser Zug durch, waren wir auf dem Weg an
den Bahnhof bzw. an die Brücke bei der Bahnhofsausfahrt, ebenfalls sehr
nett umzusetzen. Da wollten wir den Zug erneut mit der MAV Bespannung
erlegen. Am Bahnhof sahen wir aber etwas worauf wir zwar gehofft, womit
wir aber nicht gerechnet hatten: eine M62! Die muss kurz zuvor als
Lokzug gekommen sein ... was bedeutete, dass in nächster Zeit ein
Güterzug aus Rumänien kommen musste. Als wir beim Bahnhof waren verliess
gerade die 82er mit dem Cluj Zug den Bahnhof und wir wollten hinten raus
fahren. Eine Polizeikontrolle an der Hauptstrasse, in welche wir unter
keinem Umständen gelangen wollten, zwang uns zu einem kleinen Umweg,
weswegen ich dann die richtige Ausfahrt zur Strasse unter der Brücke
verpasst habe. So fuhren wir über die Brücke und es gab keine Chance in
der nähe zu Parken. Zu allem Überfluss rollte noch etwas
Brotbüchsenähnliches unten durch, als wir heranfuhren. Umdisponieren war
angesagt. Anstatt die M41 mit dem Zweiwagenzug zu machen, standen wir
wieder an die Einfahrt und wollten auf den Güterzug aus Rumänien warten
- irgendwann wird der schon kommen. An der Stelle angekommen, kam aber
erstmal die 65er leer zurück. Nach etwa 90min des Nichtstuns rollte auf
einmal die Trommel als Lokzug ebenfalls in Richtung Rumänien. Dann holt
die den Zug also direkt ab. Wir rechneten mit einer RoLa und keinem
normalen Güterzug, weil das Terminal für die Züge nach Wels befindet
sich nur wenige Kilometer hinter der Grenze. Da das Licht immer
schlechter wurde an der Brücke wechselten wir auf die andere Seite zur
Brücke bei der Ausfahrt. Schade hatten wir hier die M41 nicht
geschossen, die Stelle hat mehr als die Brücke vorne und von der Zeit
her wäre es kein Problem gewesen - aber im Nachhinein ist man immer
schlauer ;). Wir standen dann an der Brücke und warteten und hofften auf
die RoLa mit der Trommel. Es kam dann mal noch die modernisierte
Brotbüchse im besten Licht von vorne und ein P-Zug mit einem Wagen von
hinten.
Die Sonne rutschte dann aber immer mehr in den
Schleier ab und ich dachte kurz nach 8 schon ans aufgeben. Pascal wollte
aber bis zum letzten Augenblick durchhalten, was wir taten, gelohnt hat
es sich aber nicht, weil gekommen ist kein einziger Zug mehr ... eine
Schande! Auf dem Weg zurück nach Rumänien fuhren wir noch am Bahnhof
vorbei und sahen wie wieder eine 65er drin stand! Was die Rumänen an
Lokleerfahrten haben ist schon erstaunlich. Theoretisch könnte man die
Leerfahrt der 82er sparen, weil die 65er etwa 5min mit der 82er im
Bahnhof steht, dann aber als LZ zurück geht. Und die letzte Lokleerfahrt
nach Ungarn rüber könnte man sich auch schenken, wenn man die 65er
gleich draussen lässt ;). Die Grenze passierten wir wieder ohne Probleme
und eine Gastsätte in der Stadtmitte lud uns ein etwas zu verweilen und
lecker zu Essen. Zurück im Zimmer ist es schon kurz vor Mitternacht und
wir haben uns vorhin gerade entschieden was wir mit der letzten uns
verbleibenden Woche machen werden. Wir wollen ins Drei-Länder-Eck von
Slowenien, Kroatien und Ungarn fahren, ein bisschen Dieselpisten gucken.
Wetter soll zwar nicht unbedingt 100% werden, aber die Alternative, die
Slowakei, war vom Wetterbericht her noch schlechter bewertet. |
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