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To stay or not to stay, das war heute die grosse
Frage. Bereits seit Tagen hatten wir uns darauf geeinigt, wenn es heute
Samstag scheiss Wetter ist, dann hauen wir hier früher ab. Natürlich
hofften wir aber auf gutes Wetter, sonst hätte sich das Ausharren der
letzten Tage praktisch überhaupt nicht gelohnt. Als ich dann morgens um
halb 7 mit etwas verschlafenen Augen, aus dem Fenster schaute, sah ich
etwas Weisses. Na super schon wieder scheiss Wetter, das wars dann,
Sch... Nach dem Gang auf die Toilette wagte ich dann einen etwas
genaueren Blick und stellte fest, dass es ein paar blaue Löcher am
Himmel hatte, irgendwie wars dann aber doch noch zu früh, also bin ich
nochmals ins Bett. Als ich dann um halb 9 aufgestanden bin, war
plötzlich alles blau, damit war die Heimfahrt dann auch gegessen. Wir
packten unsere sieben Fuzzisachen und fuhren zur zweiten Brücke. Wie wir
feststellen mussten, drehte die Sonne aber gerade auf senkrecht, so dass
das mit dem Citadella an dieser Stelle wohl nicht ganz optimal klappen
würde. Wie wir so warteten, kam dann aber eine GM mit einem Autozug
daher gefahren.
Wir lichteten diesen ab, und waren nun der Meinung,
die Stelle gesehen zu haben. Als wir zum Auto liefen, fand dann aber
Nil, dass man die Stelle auch variieren könnte. Wir entschlossen uns
deshalb, dass Nil an der Brücke bleibt, und ich zur ersten Brücke fahre,
wo wir den Zug gestern schon gemacht hatten, allerdings nicht im Licht.
Heute klappte es dann an beiden Stellen mit dem Licht. |
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Neuwagen
auf dem Weg nach Osten, vor 664 108 bei Salovci |
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Der IC Citadella von Ljubel.
nach Budapest beim HP Gornji Petrovci |
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Nachdem ich Nil wieder aufgesammelt hatte, fuhren wir
zum Bahnhof Hodos, um zu schauen, was dort so läuft. Wir kamen nicht bis
zum Bahnhof, da sah ich einen UKV ausfahren, also fix gedreht und zurück
zur Brücke gefahren. Dort verabschiedete sich die Sonne leider gerade
hinter einer Fotowolke, so dass der Zug im Schatten kam.
Wir entschlossen uns dann aber den Zug zu verfolgen.
Vor der ersten Ausweiche nach Hodos waren wir dann vor dem Zug, und wir
wussten, dass wir ihn von der Brücke machen konnten. Nun mussten wir nur
noch schnell vom Fuss der Brücke auf sie rauf kommen. Ich versuchte es
also gleich mal über das Mäuerchen, das neben unserem Parkplatz stand.
Nil rief mir dann zu, dass ich nicht runterfallen sollte, genau in
diesem Moment tat ich einen Fehltritt und verlor das Gleichgewicht.
Sofort schoss mir der Gedanken durch den Kopf: „Jetzt fällst du und die
Kamera ist futsch“. Reflexartig stiess ich mich dann aber noch von der
Mauer ab, so dass ich relativ kontrolliert von der ca. 2m hohen Mauer
gefallen bin. Die Aktion erwies sich als sinnvoll, ich konnte meinen
Stunt nämlich einigermassen stehen. Einigermassen heisst, ich bin auf
den Füssen gelandet, dabei aber ausgeglitten, so dass ich dann kleinere
Schürfwunden am linken Knie davonzog, die Kamera konnte ich jedoch
gerade so vor einem Aufprall bewahren. Mit Adrenalin vollgepumpt ging es
dann doch noch auf die Brücke. Diesmal war das Licht perfekt und der Zug
konnte doch noch adäquat umgesetzt werden - mit unserem Auto im Bild ;)
Er führte übrigens Pritschen der Firma F. Ili
Galassini, einem rumänischen Spediteur, diese Tatsache freute uns
natürlich besonders, da wir Anfangs Woche noch in diesem Land gewesen
waren. Nach dem Galassini-Zug, fuhr dann auch gleich ein weiterer Güter
aus der Kreuzung in Richtung Hodos aus. Wir standen eine Runde ans Gleis
und hörten uns das Konzert der GM beim Ausfahren an. Anschliessend
fuhren wir einige Kilometer südlich, um uns für den nächsten Zug zu
stellen. Wir mussten dabei keine anderthalb Stunden warten, da kam auch
schon ein Güter aus Hodos.
Nach diesem Zug wagten wir einen Blick an den Himmel,
der uns verriet, dass es am Zuwabern war. Wir entschlossen uns deshalb
bei Ljutomer eine Stelle in die Gegenrichtung für den einzigen GM
bespannten Regio der SZ zu suchen. Nach einem Boxenstopp im Inter Spar
zu Murska Sobota stellten wir uns dann in der Bahnhofsausfahrt von
Ljutomer auf. Als wir gerade am Stellen suchen waren, sprang das
Einfahrtssignal auf grün, also sind wir flux zur nächsten Kurve
gelaufen, damit das Licht passte. Es kam dann ein eingesauter altlack
713/15er.
Nach dem Triebwagen fanden wir dann unsere endgültige
Stelle an der Bahnhofsausfahrt von Ljutomer. Die Stelle war nicht
wirklich der Oberbringer, aber der einzige Ort, wo der Zug im Licht kam.
Das spezielle war, dass die Strecke an dieser Stelle zweigleisig war,
denn hinter Ljutomer zweigt auch noch die Strecke nach Gornja Radgona
ab, die jedoch nicht mehr regelmässig benutzt wird. Rund 30 Minuten vor
dem Regio sahen wir dann ein erstes Mal eine GM aufploppen, es war die
664 109 mit einem Güterzug. |
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664 104
mit einem Kistenzug nach Westen bei Mosanci |
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664 109 mit einem gemischten
Güterzug noch Hodos bei Lutjomer |
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Zur Planzeit kam dann der besagte Regio mit zwei
Wagen.
Eine Gegenleistung zu diesem Zug gibt es übrigens
nicht, die Wagen werden nämlich auf dem Rückweg dem IC Citadella
mitgegeben. Bis die Wagen am Citadella hingen, und wieder unten waren,
sollte es aber noch ein paar Minuten hin sein. Wir fuhren deshalb weiter
in Richtung Ormoz und suchten Stellen für Güter in Richtung Ormoz und
Pragersko. Wir fanden dann auch eine Stelle, allerdings war diese für
einen langen Güter nicht wirklich geeignet. Wir suchten deshalb weiter,
fanden aber bis kurz vor Ormoz nichts. Da nun bald ein weiterer Regio
aus Ormoz kommen sollte, fuhren wir zurück an die Stelle für die kurzen
Züge. Nil meinte noch, ist eh ein eingesauter Triebwagen, aber was
sollls. Wie wir dann an der Stelle standen und der Triebwagen (BR
713/15) von hinten nahte, erlebten wir unser blaues, sorry rotes Wunder,
das Ding schien nämlich frisch aus der Revision gekommen zu sein, daher
wars noch wie aus dem Ei gepellt, schön leuchtend rot, ohne nur ein
störendes Graffiti, das wir so was noch erleben durften... |
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664 108
mit einem Regionalzug nach Hodos bei Lutjomer |
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813 128 als Regio nach
Murska Sobota bei Metoknjak |
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Vom Regio gings dann, mangels Stellen, runter an die
Gerade Ormoz - Ptuj, wobei wir noch einen hochfahrenden Güter kreuzten.
Erst gingen wir an die Klosterstelle, wo wir am Dienstag keinen Güter
erwischt hatten. Da gerade nichts lief, sammelten wir mal unseren Müll
im Auto zusammen, sprich wir begannen uns schon mal ein bisschen auf die
Heimreise einzustellen. Irgendwann hörte ich dann ein Dieseln, Nil
wollte mich gerade für verrückt erklären, da hört er es auch. Es war
klar, da kommt ne GM. Wir stellten also unsere Leiter und bekamen
unseren Güter beim Kloster doch noch, und das in der Sonne.
Vom Güter gings dann zum Denkmal wo wir den Citadella
nochmals probieren wollten, diesmal sollte er, im Gegensatz zum
Dienstag, im Licht kommen. Nun das mit dem Licht wurde schlussendlich
noch sau knapp, denn mittlerweile hatte es wieder zugesifft und die
verschleierte Sonne drohte ganz hinter den Wolken zu verschwinden.
Glücklicherweise war der Citadella aber pünktlich, so dass er noch knapp
im Licht kam. |
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664 112
mit einem Güterzug aus Kroatien nach Westen bei Trgovisce |
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664 109 mit dem IC Citadella
nach Ljubel bei Cvetkovci |
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Danach war aber definitiv Ende
Feuer, Entschuldigung Sonne. Wir schauten noch schnell beim Aldi vorbei
und setzten uns dann vor den TV um uns über Asterix' Sieg über Cäsar zu
amüsieren.
Tja das wars dann wohl von den Ferien, etwas melancholisch werde ich
schon, wenn ich diese Zeilen schreibe, zumal gerade eine GM durchs Dorf
dieselt, einfach herrlich dieser Sound, schade gibts denn bei uns zu
Hause nicht. Naja vielleicht gibts ja morgen früh noch ein oder zwei
Pics, das Wetter soll anscheinend gut sein, und so wollen wir schauen
was bis zum Citadella kommt, ehe wir uns auf die rund 700km lange
Heimreise machen. Alles in allem bin ich jedoch froh, dass sich das
Ausharren hier in Ormoz doch noch gelohnt hat. |
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