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Nun hat es mich also wieder, mein eigenes Bett. Bis
hier hin wars aber eine lange Reise, an deren Anfang noch eine kleine
Fotosession stand. Damit wir diese Session noch durchziehen konnten,
sind wir heute früh wie lange nicht mehr aufgestanden, bereits um 8 Uhr
waren wir beim Morgenessen, hatten gepackt und ausgecheckt. Da das Licht
um diese Uhrzeit relativ parallel zur Strecke war, entschlossen wir uns
den ersten Güter nach Cakovec mittels Teleschuss zu erlegen. Damit das
Ganze auch noch ein bisschen Motiv hatte, stellten wir uns neben ein
Hopfenfeld, wo der Zug dann relativ pünktlich kam.
Anschliessend fuhren wir zur einzigen Brücke auf der
Geraden, wo wir auf den Citadella warten wollten, wobei wir hofften,
dass ev. noch ein Güterzug kam. Da es nun bereits ziemlich heiss war,
setzten wir uns in den Schatten und machten von Zeit zu Zeit einen
Rundgang auf die Brücke, um uns zu versichern, dass kein Zug am
anbrausen war. Nach rund einer Stunde, sah ich dann erstmals eine GM.
Wir stellten uns also auf, und erfreuten uns am zweiten Güterzug des
Tages.
Anschliessend sassen wir wieder in den Schatten, ehe
ich rund eine halbe Stunde später wieder eine GM entdeckte. Irgendetwas
war bei dieser jedoch komisch, sie kam nämlich nicht näher. Ein Blick
auf die Uhr verriet uns dann, dass die wohl auf den Citadella wartet,
der auch nur noch etwa 10 Minuten hin war. Wir entschlossen uns deshalb
in den Kreuzungsbahnhof zu fahren, wo wir die GM gesehen hatten, um da
beide Züge nebeneinander zu machen. Dort angekommen, stellte ich mich
vis-a-vis vom kleinen Stellwerk auf und wartete. Kurz später kam dann
der Stellwerker aus seinem Häusschen und rief mir etwas zu. Ich
befürchtete schon, er wolle mich vertreiben. Als ich ihn fragte, ob er
deutsch oder englisch spreche, meinte er, dass ich Acht geben sollte,
denn gleich würde ein Zug von hinten und einer von vorne folgen. Ich
nickt und der Herr lies mich fortan gewähren. Von hinten kam dann eine
leer fahrende GM, es war die vom ersten Güterzug den wir am Morgen
gesehen hatten.
Gleichzeitig, fuhr auf der anderen Seite der
Ausweiche der Citadella ein. Wenn nun die leere GM auf der Höhe des
Güterzuges, der schon drin stand, gewartet hätte, so hätte man 3 GM aufs
Mal fotografieren können. |
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664 110
mit einem Kistenzug nach Kroatien / Ungarn bei Borovci |
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Reges treiben im Bahnhof von
Moskanjci - jedes Gleis ist belegt |
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Da war die Aufgabe des Stellwerkers schon fast
schwerer, er musste nämlich nach der Durchfahrt der Lok, die Weichen
aufschrauben, neu stellen, und wieder zuschrauben, und das alles an
einem frisch modernisierten Bahnhof. Nach dem dann der Citadella am
Güter vorbei war, sind wir noch schnell zur Brücke zurück, um dort den
finalen Schuss der GMs zu machen.
Tja das wars dann, denn mittlerweile wars gegen 11
Uhr und somit allerhöchste Eisenbahn an die Heimreise zu denken. Wir
fuhren also bis Pragersko und ab da stetig nördlich bis zur Grenze. In
Österreich kamen wir dann ziemlich schnell mal auf die Autobahn nach
Klagenfurth. An Klagenfurth vorbei gings dann in Richtung Villach, wobei
wir uns an der Raststätte am Wörthersee noch stärkten. Nach Villach
gings dann erst Richtung Tauern und ab Spittal in Richtung Lienz, denn
diesmal wollten wir uns auf keine Routenexperimente einlassen und den
Weg durchs Pustertal nehmen. Im Pustertal haben wir dann nichts fotiert,
kamen aber zur Einsicht, dass eine 464 wohl nie wieder in einer so
schönen Landschaft machen kann, wenn dort oben einmal FLIRT fahren. Da
die 464 aber eh eine hässliche Lok ist, und wir sowieso etwas im Stress
waren (meine Mutter wartete mit dem Abendbrot), liessen wir es sein und
strebten in Richtung Brenner. Auf dem Brenner gab es dann noch eine
kleine Überraschung, da stand nämlich eine BR 216, wir sind also
nochmals kurz ab der Autobahn und haben auch diese Lok noch im Bild
festgehalten. |
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664 109
mit einem Chevroletzug nach Ungarn bei Gorisnica |
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216 224 unverkennbar auf dem
Brenner abgestellt |
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Nach diesem kurzen Stopp, gings
dann aber ohne weiteren solchen in Richtung Heimat. Ohne Problem
überquerten wir diesmal den Arlberg und schon waren wir in Lichtenstein.
Bei Nendeln fuhren wir dann über den BÜ, bei welchem wir während der EM
mal standen. Schon wahnsinnig, wie schnell die Zeit vergeht, dachten wir
uns, erst standen wir da am BÜ und waren voller Vorfreude auf die Ferien
und schon waren wir wieder zurück. Die melancholischen Gefühle wurden
dann aber wenig später durch Heimatgefühle aufgemischt, denn nun
überquerten wir den Rhein und waren erstmals seit vier Wochen wieder in
unserem schönen Heimatland. Die Heimat bedingte dann aber auch, dass man
auf der Autobahn nur 120 schleichen konnte. Sehr langsam kam uns das
nach 4 Wochen Osteuropa vor. Kurz nach 21 Uhr war es dann aber doch noch
so weit, und wir fuhren bei mir in Freienbach vor. Meine Mutter wartet
bereits ungeduldig mit dem Abendbrot und so hauten gleich Mal kräftig
rein. Anschliessend machten wir noch aus, wann wir uns Morgen treffen um
das Auto zurück zugeben, ehe auch Nil sich noch on the way home machte. |
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