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Der Reisebericht von gestern und auch
die folgenden Reiseberichte bis und mit dem Freitag sind mit einer Woche
Verspätung nachgeschrieben. Dank netter Slowaken müssen wir die bereits
geschriebenen Texte nochmals schreiben, deshalb werden die Berichte
nicht in der gewohnten Länge verfasst, auch fehlen die ganzen lustigen
Details, an welche wir uns einfach nicht mehr erinnern können jetzt vor
dem Laptop. Ebenso fehlen die "GPS-getrackten"
Daten der ersten Tage ...
Nach unserer Ankunft in Ormoz gestern
Abend spät war noch nicht ganz klar was wir wann machen wollten. Ormoz
liegt, wie jeder auf der Karte erkennen kann, gemütlich in einem Länder
Eck, Kroatien im Süden, Ungarn im Osten und natürlich Slowenien selber
liegen in der unmittelbaren Umgebung.
In jedem der Länder kann man mindestens
ein Tag verträdeln, in Kroatien gibt es um Varazdin intensiven GM
Verkehr, in Ungarn gibt es Trommeln ab Hodos und hier in Slowenien ist
eh klar, GMs bis Hodos und Cakovec. Das gibt einen Aufenthalt von
mindesten drei Tagen in der Region, und diese planten wir auch so ein.
Da am Montag das Wetter sicher gut sein
würde entschlossen wir uns nach Kroatien zu fahren, Daniel hatte noch
gar keine GM's der HZ und ich selber war da auch schon "länger" nicht
mehr und einige Stellen mussten noch erledigt / besucht werden.
Nach dem Aufstehen um dem Frühstück um 7
Uhr waren wir aber etwas verdutzt, dichter Nebel lag über der Ebene und
draussen war es sehr sehr, sehr sehr frisch ;) Gegen oben meinten wir
aber blau zu erkennen, was hoffen lies das der Nebel nicht ganz so dicht
ist und sich mit zunehmendem Sonnenschein sicherlich auflösen wird.
Wir fuhren dann von über Ormoz nach
Kroatien rüber, und machten noch vor dem Zoll wieder die Erfahrung dass
man den Nahverkehr in Slowenien lieber nicht fotografiert. Am Bahnhofs
BÜ welcher geschlossen war kreuzte nämlich ein erster schön eingesauter
Regiotriebewagen unsere müden Gesichter - scheusslich!
Am Zoll selber rollten wir nach dem
zeigen der ID flott und ohne Komplikationen rein nach Kroatien. Und das
obwohl man Daniel nach Nachfrage auf der Schweizer Botschaft in Kroatien
noch mitgeteilt hat das eine ID zur Einreise nicht reicht und mindestens
ein Reisepass nötig wäre. Da ich aber bisher niemals nach einem
Reisepass gefragt wurde glaubten wir nicht daran und probierten es so,
mit erfolg wie man sieht.
Unser erstes Ziel in Kroatien war die
Linie von Zagreb nach Varazdin, es ist ein Regiopiste welche im einem
etwa 2h Takt von Regionalzügen befahren wird, diese sind meist aus GM
und drei bis vier Wagen gebildet, also sehr fotogen. Einige
Triebwagenleistungen waren zwar auch dabei, aber mit denen muss man wohl
leben. Der erste Zug des Tages war zugleich auch der Starzug der
Strecke, der EC Maestral von Zagreb nach Budapest, obwohl es eine
direktere Strecke gibt fährt der da lang - warum auch nicht ;)
Nebst der Standartkomp. welche aus
Sitzwagen besteht hat der Zug in der Saison auch Wagen aus Split am Zug
und einen nach Moskau, diese nach bzw. von Split täglich und diesen nach
bzw. Moskau nicht täglich, aufgrund der Bemerkung im Kursbuch war es uns
aber nicht möglich zu eruieren wann er nun fährt und wann nicht :).
Für den Zug hatte ich aber noch eine
Stelle im Kopf etwas Südlich von Varazdin nahe von Sveti Ilija. Ohne
weitere Umwege und direkt fanden wir die Stelle und stellten uns hin,
viel Sucherei hätte die Uhr auch nicht erlaubt, den nach kurzem warten
kam der Zug in einer beachtlichen Länge. Nebst drei Kroatischen Wagen an
der Zugspitze waren drei Ungaren Wagen im Zug und zum Schluss kam noch
mal ein Kroatischer Wagen - Russe war leider keiner mit bei. |
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2044 mit
dem Fernverkehr "Maestral" nach Budapest kurz vor Varazdin |
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2044 mit einem Regio von
Zagreb nach Varazdin bei Sveti Ilija |
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Die Stelle war erledigt und wir mussten
uns für die nächsten Züge etwas neues suchen. Es solle je ein Zug pro
Richtung folgen in einem relativ dichten Abstand. Für diesen aus
Varazdin hatten wir eine Stelle am anderen Ende der Kurve gesehen, für
diesen aus Zagreb mussten wir noch etwas finden, waren aber sicher
ebenfalls am anderen Kurvenende etwas zu finden.
Ich versuchte derweil den Tagesablauf
von „damals“ (Frühjahr 07) zu rekonstruieren und meinte nach dem
Maestral einen Triebwagen nach Varazdin erlegt zu haben - was die
Möglichkeit von einem Nachschuss auf gelassen hätte. Das war aber gar
nicht nötig, als wir im Dorf unseren Wagen parkten und die Stellen
anschauten war klar das man auch den Zug aus Zagreb prima schiessen
konnte.
Dafür notwendig war eine kleine
Wanderung in einem Weinberg, da aber gerade ein Bauer damit beschäftigt
war vor dem Berg etwas Gras mit der Sense zu erlegen waren wir unsicher
ob wir da wirklich rauf wollen. Als der wirklich nette Herr aber mit
seinen Gesten zu verstehen gab das es kein Problem ist und wir für gute
Fotos nur weiter rauf sollen waren wir erleichtert und auf dem Weg "nach
oben" ;) Er kannte wohl Fotografen, was angesichts der Stelle von seinem
Hügel runter auch nicht verwunderlich ist.
Anstatt des von mir vorhergesagten
Triebwagens kam dann zum Glück ein GM bespannter Regio, und die Lok war
wie schon beim Maestral richtig rum - was gar nicht so
selbstverständlich ist hier. Anders als z.B auf der Likabahn verhält es
sich mit den Loks hier nicht so strikt, da unten sind die Loks
eigentlich immer gleich gestellt, also lange Nase nach Süden. Hier oben
hingegen ist es wild durcheinander gewirbelt, mal so, mal so ... man
kann also Glück oder Pech haben, wobei man meistens Pech hat natürlich
;) Nicht aber so an diesem Morgen, also bisher mal nicht zumindest ;)
Für den Regio aus Varazdin stellten wir
uns dann wie geplant hin und warteten, wobei uns da Schleier am Himmel
das warten etwas vermiesten, es war eine Lotterie. Allgemein war das
Wetter in Richtung Kroatien eher schlecht, hingegen in Richtung
Slowenien sehr gut, Wolkenlos - wir befanden uns so direkt an der
Trennkannte vom schlechten Wetter und es war mal hell, mal dunkel.
Als der Zug, wieder mit einer GM richtig
rum kam, schien ab voll die Sonne. Uhh, wenn wir mal nicht das ganze
Glück für den Tag verbrauchen ;)
Weiter waren dann wieder zwei Züge im
Kursbuch vermerkt, wieder jeweils einer pro Richtung. Für die fuhren wir
etwas weiter rein nach Kroatien bis etwas nördlich von Novi Marof an
eine Schotterpiste nach Krusljevec, da sollte was möglich sein war ich mir sicher.
Aber Lichttechnisch nur für den Zug von
Varazdin, der aus Zagreb kam mit etwas Frontschatten, was wir aber in
kauf nahmen ... hätten wir aber gewusst das an dem Zug eine der letzten
grünen GMs der Kroaten hängt hätten wir wohl anders gedacht ;)
Die Lok kam aber auch richtig rum was
immerhin teilweise etwas Licht in den Frontkanten möglich machte, anders
rum wäre einfach eine schwarze Wand auf uns zu gefahren.
Für den Zug aus Varazdin stellten wir
uns dann an die gefunden Stelle auf einer Schotterpiste und erlegten
diesen richtig im Licht, es war dann auch das erste Foto mit einer GM
falsch herum - Daniel ist das auch relativ egal, mich stört es halt
immer noch ein wenig ;)
Nun war erstmal eine kleine Zugspause
angesagt, welche genutzt wurde zum Einkaufen in einem Supermarkt in Novi
Marof, Kroatische Kuna hatte ich noch vom letzten Urlaub, insofern waren
wir da bestens versorgt. Mit vollen Einkaufstüten verliessen wir den
Supermarkt wieder in Richtung Podrute,
da gibt es mit einer Kirche ein nettes Motiv welches mir ebenfalls noch
fehlte, was die Motivation da hin zu fahren enorm steigerte.
Da angelangt mussten wir aber auf der
anderen Talseite noch etwas Höhe gewinnen, ein Berg war da, also immer
hoch. Es ist ein etwas komischer Berg, künstlich irgendwie und er
besteht mehr aus Schlamm als aus Felsen oder Erde. Er liegt auch direkt
neben einer gut bewachten Firma welche wohl irgend etwas mit dem Berg zu
tun hat. Wir schossen dann aber kurz nach unserer Ankunft den Regio an
der gewünschten Stelle mit einer GM und wollten gerade wieder verduften
als unten auf dem grossen Platz einer auftaucht welcher uns runter
winkte. Da haben wir wohl seinen heiligen Berg betreten, oder er hat
angst das uns bei zu langem Aufenthalt neue Arme und Beine wachsen? ;) |
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2044 mit
einem Regio nach Zagreb bei Sveti Ilija vor der Kullise von Varazdin |
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2044 mit einem Regio von
Zagreb nach Varazin vor der Kirche von Podrute |
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Er wollte uns aber nur runter haben von
seinem Berg, den er suchte das Gespräch nicht und wir verdufteten
Wortlos, will er nicht, wollen wir nicht, so einfach ist dass!
Der nächste Zug fuhr dann wieder in
Richtung Zagreb, ein ewiges hin und hier hier ;) Dafür fuhren wir weiter
nach Süden und fanden nächst dem Bahnhof Budinscina eine nette Stelle wo
wir uns hinstellen wollten. Nach einer guten Stunde des wartens kam der
Zug dann auch, wieder mit der grünen Lok welche diesmal natürlich mit
der langen Schnauze voraus kam - egal.
Für den nächsten Zug aus Zagreb blieb
uns nicht viel Zeit, er sollte in Budinscina kreuzen mit dem Zug nach
Süden und kurz danach bei uns sein .. so wechselten wir fix nach Podrute
hoch um die Kiste an einer mir bereits
bekannten Stelle zu erlegen. Der Hund des Hauses in unserem Rücken war
zum Glück angekettet, Lärm machte er trotzdem genug ... er verstummte
erst als wir nach dem Foto wieder davon liefen. Das Foto ist leider
etwas getrübt durch eine verschmierte Triebwangendoppeleinheit welche
nach Norden rollte, da wir aber mit den Kisten gerechnet haben hält sich
unsere Enttäuschung in Grenzen.
Der nächste Zug sollte ebenfalls nach
Norden rollen, gefolgt von einem Gegenzug und einem weiteren nach
Varazdin, einem Schnellzug aus Zagreb welcher Wagentechnsich wieder
etwas Abwechslung bieten sollte. Den ersten, noch ein Regio, nach
Varazind erlegten wir dann auf der Gegenseite vom Dreckhügel bei der
Firma, diesmal natürlich ohne das uns jemand weg haben wollte da. Einzig
eine Mamuschka kam verwundert zu uns und fragte wohl was wir da tun, sie
zeigte dann auch rüber auf die Firma mit dem Dreckhaufen und plapperte
was von "security" ect. - irgend etwas scheint es mit der Firma doch auf
sich zu haben ;)
Der Zug kam und wir wechselten für den
Gegenzug nur wenige 100m weiter hinter die nächste Kurve, wo die Front
bereits wieder angestrahlt wurde - dank dem abenteuerlichen
Streckenverlauf um die Hügel herum. |
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2044 007
mit einem Regio nach Zagreb bei vor Budinscina |
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2044 006 mit einem Regio
nach Zagreb aus Varazdin kommen bei Podrute |
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Bei dieser Stelle wie auch schon bei der
vorherigen und auch der am morgen für den Maestral stören relativ viel
Büsche das Bildwerk, die waren letztes Jahr noch nicht da, was mich
etwas erschreckt, wir die Strecke von der Bahn nicht mal wieder frei
geschnitten geht da bald massiv weniger als noch in diesem oder dem
letzten Jahr.
Nach dem Zug welcher uns
erfreulicherweise eine GM richtig herum bescherte wechselten wir fix für
den Schnellzug, welchen wir wieder in der nähe von Krusljevec auf der
Schotterpiste erlegten.
Nun wollten wir weg von dieser Strecke,
ein GM bespannter IC lockte uns an die direkte Strecke von Koprivnica
nach Varazdin. Der IC kommt aus Zagreb und fährt die Ecke da über
Koprivnica warum auch immer. 100% sicher ob es eine GM ist war ich mir
aber nicht, innerlich stellte ich mich schon auf einen ICN, auch wenn es
nirgends vermerkt war.
Wir suchten uns dann kurz hinter
Varazdin an der Landschaftlich eher langweiligen Strecke nach Koprivnica
eine nette Stelle für den Zug, im Licht kommt er eh, die Strecke
verläuft gut nach Westen .. Im letzten Dorf vor Varazdin, es nennt sich
Donji Kucan fanden wir am allerletzten BÜ eine nette Situation. Dank
eines Häuslebauers welcher seinen Aushub neben die Strecke schüttete
standen wir auch gute 3m höher als normal, was bei der plätte gar nicht
verkehrt ist.
Kurz nach unserer Ankunft rollte dann
auch ein Triebwagen mit etwas Verspätung nach Varazin, nett, den damit
hatten wir nicht mehr gerechnet. Der IC kam dann jedoch pünktlich und
bestehend aus einer GM falsch rum und einer 3 Wagen Komp. mit den neuen
IC Wagen daher. Dummerweise meinten beim IC eine Menge Leute mit aus
Bild zu müssen, beim Regio war es kein einziger – aber ist doch normal!
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2044 mit
einem R aus Zagreb auf dem Weg nach Varazdin bei Krusljevec |
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2044 004 mit einem IC aus
Zagreb nach Varazdin kurz bei Donji Kucan |
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Es war nun 18 Uhr, das Licht war ideal,
aber schon relativ tief, es gab nur noch einen Möglichen Zug welchen man
möglicherweise im Licht erwischt. Den Regio von Varazdin nach Zagreb
welcher um ca 19 Uhr auf der Strecke ist. Am BÜ bei Sveti Ilija stellten
wir uns hin und warteten mal, ob die Sonne überhaupt hält bis zur
Durchfahrt des Zuges. Sie hielt und strahlte prächtig tief ... eine GM
wäre nett ... aber es kam "nur" ein Triebwagen.
Die fortgeschrittene Stunde wurde
genutzt um in Varazdin noch zu Essen, ein paar Kuna mehr verdonnern
sollte nicht schaden, auch wenn ich immer noch davon habe jetzt. Nach
dem Essen schauten wir uns noch den Bahnhof an und wollten da den „gegen
Maestral“ in der blauen Stunde erlegen. Er schien aber viel Verspätung
zu haben, den auch 30min nach seiner Planankunft kam er nicht, nur ein
Güterzug aus seiner Richtung rollte ein ... es darauf schliessen lässt
das er länger nicht kommt. So fuhren wir ohne Foto zurück in unser
Hotel.
Wieder über die Grenze wo wir am wieder
geschlossenen BÜ bei Ormoz noch einer GM mit Kistenzug zuschauen
durften. Im Hotel genehmigten wir uns noch ein lecker Bier ehe wir ins
Bettchen fielen, top motiviert für den nächsten Tag. Den so wie an
diesem Tag konnte es sehr gerne weitergehen. |
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