Tag 38: Freitag, 29.08.2008, Devicie - Roznava, 240km

   

 
 
 

Dies übrigens der erste Tag wo das GPS Tracking wieder vollständig ist ...

 

Seit heute früh wissen wir wieder wo genau wir sind, das Navi hat uns geholfen ... den nach der Ankunft gestern im Dunkeln war es uns überhaupt nicht klar - wir fuhren nur dem Navi nach ;)

Irgendwo Südlich Zvolen vermuteten wir uns, was auch passte. Um irgend etwas nach 8 Uhr standen wir auf und bequemten uns mal runter in Richtung Frühstück, obwohl wir nicht wussten ob es inklusive ist oder nicht. Aber bei einem Hotel kann man es erwarten, dachten wir ... im Mampfsaal von gestern Abend war aber nichts aufgetischt, im Gegenteil, er war leer und sah noch nicht benutzt aus. So ging es zurück zur Rezeption um zu fragen wo es denn Frühstück gibt.

Dass das Frühstück im Preis nicht dabei sei kriegten wir zu hören, das wollten wir eigentlich nicht, aber Pech gewesen.

So räumten wir unseren Krempel zusammen im "Neubau" und verliessen ihn etwas hungrig wieder. Im laufe des Zusammenräumens hatten wir noch entschieden wohin wir an diesem Tag fahren wollten, irgendwo in den Osten, nach Kosice am besten (da kennen wir noch einen Campingplatz mit günstigen Miethäusern). Danach wollen wir auf die Tatra und dann mal schauen wohin es uns nächste Woche verschlägt. Zvolen liessen wir erstmal wortwörtlich links liegen, möglicherweise kommen wir in die Gegend später nochmals hin wenn wir eine Runde oben rum drehen in der Slowakei.

Bis nach Kosice war klar das wir uns vor allem der Dieselpiste widmen welche südlich von Zvolen über Lucenec und Roznava bis nach Kosice läuft. Der Verkehr da hält sich eigentlich in Grenzen, es gibt 3 P-Zugpaare mit Brillen, wenige Regios (Büchsen) und noch etwas Güterverkehr ... überschaubar aber doch genug um irgendwie mal einen Tag an der Linie zu verweilen.

Wir fuhren also direkt quer bis Lucenec und trafen da erstmal auf die Bahn für diesen Tag. Zwischen der Abfahrt und der Bahn lag aber noch eine Polizeikontrolle welche nach 10 sec. zu unseren Gunsten vorüber war (die verstanden uns nicht und wir die nicht ;)) und ein Besuch in einem Hypernova mit Tankstelle. Alles dauerte so lange das wir Zeitlich etwas ins rudern kamen um den ersten P-Zug aus Presov nach Bratislava noch erwischen konnten.

Etwas Östlich von Sid wo wir schon letztes Jahr standen wollten wir den Zug erlegen und just zu unserer Ankunft rollte er vorbei, mit einer Neulack Brille, das Bild ansonsten aber nicht schlecht.

 

812er Büchse als Regio nach Roznava bei Surice pri Stanici

  736 021 mit einem Güterzug nach Westen kurz vor Blhovce
 

Weiter ging es in ein relativ enges Tal hinein mit dem Ziel eine Stelle für eine Büchse zu finden welche bald von hinten kommen sollte. Da man bei einer Büchse immer mit einem unmotorisierten Beiwagen rechnen muss fällt ein Nachschuss ins Wasser, was uns Lichttechnisch an eine Stelle zwang direkt beim Bahnhof von Surice pri Stanici. Leider kam die Büchse aber im Büchsenlicht, nämlich in dem Moment wo die Sonne von einem Schleier verdeckt wurde, welche recht zahlreich am Himmel erschienen waren. Die nächsten Planmässigen Züge waren wieder jeweils Büchsenzüge, die folgenden P-Züge mit Brille waren noch einige Stunden von uns entfernt, trotzdem schauten wir schon mal ein wenig nach Stellen Ausschau für die zwei (je Richtung einer). Hinter Blhovce fanden wir dann eine Stelle für die nächste Büchse nach Lucenec und stellten uns mal hin.

Die Arbeiter auf dem Feld nebenan registrierten uns aber erst als ich nach einiger Zeit ein Feld nebenan hochgerannt kam - den noch vor der erwarteten Büchse rollte ein Güterzug nach Westen an uns vorbei, bespannt mit zwei von den blauen Rangierloks. Dieser Zug ging dann sogleich im Bahnhof hinter uns in die Kreuzung, was uns veranlasste ihn zu überholen und am anderen Ende des Dorfes am BÜ erneut zu erlegen. Am BÜ angelangt sahen wir gerade noch den Schwanz des Gegenzuges entschwinden ehe der uns bekannte Zug ums Eck bog.

 

 

736 021 mit einem Güterzug kurz vor Blhovce

  736 021 mit einem Güterzug nach Westen kurz hinter Blhovce
 

Zurück an der Stelle erlegten wir die Büchse im Sonnenlicht wie eigentlich geplant. Für eine weitere Büchse von vorne und für eine von hinten stellten wir uns einige Kilometer weiter in Richtung Osten an die Strecke, als Hintergrund bot sich ein Sonnenblumenfeld an welches im Vergleich zu den anderen in der Region noch relativ gut in Schuss war, will heissen die Sonnenblumen waren noch nicht braun und liessen die Köpfe noch nicht allzu arg hängen.

Da die Sonne aber noch relativ spitz war konnten wir nicht an die beste Position  vorlaufen ... es war für uns aber klar den folgenden P-Zug nach Bratislava da in der Kurve zu knipsen. Dieser war aber noch gut 2h entfernt, nur noch 1h entfernt hingegen war der P-Zug nach Presov, dafür stellten wir uns an eine gefundene Stelle nahe Blhovce in einen Hügel vor einem Wald.

Es war erst kurz nach 16 Uhr und wir machten uns sorgen das der P-Zug um 17 Uhr bereits im Waldschatten kommen könnte, schon merkwürdig wie früh hier die Sonne untergeht ... aber unsere Position ist sehr weit östlich und die Zeitzone dieselbe wie bei uns – so verwundert es nicht.

Nach einer Büchse von hinten kam dann der P-Zug mit einer "chlörigen" Komposition und einer Neulackbrille daher. Nach diesem Foto muss ich dann aber sagen, die Lackierung steht den Loks gar nicht mal soooo schlecht!

 

 

810er Büchse nach Jeseneke kurz vor eben diesem Ort.

  754 033 mit einem Schnellzug aus Zvolen nach Presov bei Blhovce
 

Für den Gegenzug welchen wir um 18 Uhr erwarteten wechselten wir dann zum Sonnenblumenfeld nahe Jeseneke zurück, wie erwähnt.

Als wir an der Stelle angekommen sind plapperten wir ein wenig und keine 3min später hörte man so ein Dieseln hinter der nächsten Kurve. Es klang nach einer Bardotka, oder doch nur ein Trecker? JAWOHL .. und schon fuhr die Lok mit einer blauen Rangierlok und einem Kesselganzzug hinten dran durch unseren Kurve nach Westen.

Nett, damit hätten wir nicht mehr gerechnet, aber nehmen wir natürlich gerne mit. Pünktlich wie von uns vorgerechnet kam dann auch der P-Zug von vorne, mit einer sehr gepflegten weiss / grünen Brille wie sie (leider?) häufig in der Slowakei anzutreffen sind.

 

 

751 057 mit einer 736 und einem Kesselzug bei Jeseneke

  753 mit einem Schnellzug aus Presov nach Zvolen bei Jeseneke
 

Ein Halt musste aber noch drin liegen, wir wollten im Grenzbahnhof von Lenartovce schauen was so drin steht, beim letzten Besuch stand da eine Inter Pici Büchse der Ungaren und zwei Loks irgend einer Privatbahn. Diesmal stand leider gar nichts da. Mit einem Halt in einem Tesco fuhren wir immer weiter auf Kosice zu, bis wir uns mal überlegten, dass wir da ja gar nicht hin müssen!

So blieb es bei Roznava, da wollten wir etwas suchen und da übernachten, falls es nicht klappt blieb aber Kosice natürlich als Möglichkeit bestehen.  Schon am Dorfeingang von Roznava auf der Hauptstrasse begrüsste uns aber ein Werbeschild vom Hotel Kras welches im Stadtzentrum liegen soll, auch mein Navi hatte dieses Hotel als POI abgespeichert weshalb wir es ohne auch nur einen zweifel fanden.

Es waren Zimmer frei, der Preis war OK und das Restaurant im Erdgeschoss erschien uns ebenfalls als einlandend. So bezogen wir unser Zimmer in der 3 Etage und gingen nach dem frisch machen runter zum Mampfen in das Restaurant.  Wie überall bisher waren wir auch da relativ alleine, auch im Hotel schien ausser uns nicht viel los zu sein. Ob das immer so ist? Nach dem Essen folgten noch einige Minuten vor dem TV ehe mir die Augen zufielen und ich zu schnarchen begann ;).

 

 
   
 

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