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Ah, es war ein schöner Morgen eine
Stelle östlich von unserer Position zwischen Roznava und Kosice welche
wir unbedingt machen wollten .Einzige voraussestzung dazu, ein Güterzug,
den Reisezug kam keiner zur gewünschten Zeit wo die Sonne noch gepasst
hätte.
Deswegen fuhren wir nach dem Bila
erstmal zum Bahnhof von Lipovnik um zu erfragen ob denn überhaupt
irgendwelche Güterzüge fahren, im falle das nichts fährt dachten wir an
direkt in die hohe Tatra zu fahren, den auf Büchsen wollten wir an der
Stelle nicht warten.
Im Bahnhof angekommen klopften wir den
Bahnangestellten aus seiner gemütlichen Pause und fragten mit Händen und
Füssen ob den ein Nakladny Vlak in Richtung Kosice rollen sollte. Der
Herr schaute in seinem Computersystem nach und machte erstmal eine Geste
die nach "nichts" aussah. Er machte sich dann aber die mühe und nahm
noch das Telefon und die Hand und rufte irgendwen an. Er plapperte dann
etwas und schrieb uns schlussendlich eine Durchfahrtsszeit eines Zuges
mit 751 für 8:35 - 8:40 auf .. nun hatten wir es eilig, es war 8:30! Wir
bedankten und verabschiedeten uns und wollten sofort los, als er uns
noch hinterher lief um uns definitiv zu bestätigen dass der Zug in 10min
bei ihm im Bahnhof durchrollen sollte. Umso eiliger fuhren wir über den
kleinen Pass, welcher die Bahn mittels Tunnel überwindet, auf die andere
Seite der Berge.
Wir wussten nicht 100% genau wo die
Stelle war welche wir suchten, es gab aber von der Karte und dem
Streckenverlauf her nur eine einzige Möglichkeit – gleich beim Dorf
Hrhov. Da fuhren wir hin, zum Bahnhof erstmal, weil da die Strasse am
nächsten an die Stelle kommt. Da die Stelle einen geschätzten Kilometer
ausserhalb des Bahnhofs liegt und der Zug jeden Moment kommen konnte
entschieden wir uns zur Trennung. Daniel wollte an die Stelle laufen und
ich versuchte 6km weiter hinten an der Stelle wo die Strasse die Bahn
quert bei Dvroniky etwas zu machen.
In meiner Erinnerung schwebte noch ein
Vorstellung wie es da etwa aussehen müsste - diese kommt vom letzten
Jahr wo wir ohne Foto und ohne Halt diesen Streckenabschnitt passierten.
An der Brücke angelangt parkte ich den
Wagen und stellte mich auf die Brücke, die Stelle ist nett, die Sonne
war aber relativ achsig. Nach einiger Zeit, es waren bestimmt 10min
schrieb ich Daniel mal ne SMS wie es denn aussieht bei ihm, ob er die
Stelle gefunden habe. Als Antwort kam nur das der erhoffte Güterzug ein
Lokzug sei und bei ihm durchrollte bevor er die Stelle erreicht habe.
Der Zug tauchte dann auch wenige Minuten später in meinem Blickfeld auf
und ich erlegte den Lokzug bestehend aus 4 Bardotkas von der Brücke
runter. |
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Die Strecke da unten ist nur teilweise
als Doppelspur ausgelegt, ein solcher Abschnitt geht direkt vom Tunnel
bis zu mir runter zur Strassenbrücke .. und so kam es das der Lokzug vor
dem Einspurabschnitt vor einem roten Signal zum stehen kam.
Warum war klar, da kommt etwas hoch. Ich
hatte mit einer Büchse als Gegenzug gerechnet und blieb deshalb brav auf
meiner Brücke stehen, für einen Nachschuss versteht sich. Dann kam aber
ein Güterzug von vorne bespannt mit zwei von den hässlichen blauen
Rangierloks. Der Zug war ordentlich lange und ich meinte auch am Ende
nochmals eine Rauchfahne zu sehen.
In diesem Moment klingelte mein Natel
und Daniel meldete, das er im Bahnhof erfahren hat das ein Güterzug nach
Westen kommen sollte in 10min. Der ist gerade bei mir, meldete ich hoch
und dazu die Info das der Zug möglicherweise geschoben wurde. Als ich
die Schublok sah wurde aus dem möglicherweise ein definitiv und ich
verabschiedete mich vom Telefon und versuchte die Brückenseite wieder zu
wechseln, was dank des starken Verkehrs gar nicht sooo einfach war wie
erhofft.
Die Bardotka welche den Güterzug
nachschob kam dann aber trotzdem prima bei mir im Licht. Bei Daniel
wurde es leider mehr ein Notschuss als sonst was, hätten wir das mit dem
Schub frühre gewusst hätte er an die Stelle zurück laufen können, so
reichte die Zeit aber nicht. Als ich am Bahnhof zurück war meldete mir
Daniel was er vom Stellwerker erfahren hatte, nächster Güterzug nach
Kosice in etwa 2h. 2h sind zwar eine verdammt lange Zeit, trotzdem
entschieden wir uns in der netten Bergkulisse zu warten auf den Zug.
An der eigentlichen Stelle angekommen
mussten wir einerseits feststellen das die Sonne in zwei Stunden nie und
nimmer stimmen würde, und das die Stelle schon arg zugewachsen war. So
stellten wir uns Alternativ etwas weiter in die Kurve rein, sollte aber
trotzdem gut gehen.
Es war dann kurz vor 10 als ich auf die
Idee kam das von hinten doch noch ein R nach Bratislava kommen müsste,
fix im Kursbuch geschaut sah ich mich bestätigt. So liefen wir der Kurve
entlang auf einen kleinen Hügel wo wir den Zug, zwar mit Frontschatten,
erlegen konnten. Fix kam er auch und war zu unserer Freude mit einer der
Zvol'ner Starbrillen bespannt. |
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Zurück an der Stelle begann das warten,
aber nach 2h kam anstatt von vorne ein Güterzug von hinten, leider nicht
nachgeschoben ... es blieb uns das zugucken und das zuhören von zwei
schwer arbeitenden Bardotkas.
Trotzdem wollten wir warten, wenn nicht
auf den Güterzug wenigstens auf den Brillen R von Bratislava nach Presov,
welcher um etwa halb 1 bei uns sein sollte. Vor diesem kam dann auch
nichts mehr, er selber war mit einer Neulackbrille bespannt und bestand
aus drei Wagen, von jeder Farbe einer - was das ganze auch zu einem
brillanten Foto werden lässt.
Wir warteten noch einiges Minuten ehe
von hinten wieder ein Zug angerollt kam, im Gegenlicht schossen wir
diesen diesmal, weil auch wieder kein Schub dran war. Es wurde uns dann
langsam zu dumm und wir wollten schliesslich noch weiter, also brachen
wir ab und liefen zum Wagen zurück.
Über einen Pass mit einer winzigen
Strasse drüber fuhren wir direkt nach Kompachy wo wir eine Stelle
kannten welche noch mit einer Doppellok ergänzt werden musste ;=)
Letztes Jahr hatten wir da bloss den ZSSK Gorilla 001 in der speziellen
Lackierung mit einem IC im Licht erwischt, das schrie nach mehr.
Bevor wir an die Stelle fuhren musste
noch ein Stopp im Bahnhof von Margecany drin liegen, um zu schauen
welche Zvolner Brille den Schnellzug durch das Paradies gebracht hat und
auch wieder zurück bringt. Es war eine normale "blaue" Brille, was uns
zwar zu einem Foto im Bahnhof motivierte, nicht aber um den Zug irgendwo
auf der Strecke zu machen. |
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Da es weiter in Richtung Poprad vom
Wetter her besser aussah und wir an der Stelle keine Hoffnung mehr
hatten entschlossen wir uns vor dem nächsten R zum Aufbruch, dass wir
den noch im Licht kriegen, so war es angedacht. Die Kurve mochte uns
wohl nicht, schon letztes Jahr vermiesten uns Wolken an einem sonst
blauen Himmel die Fotos, abgesehen vom Gorilla 001.
Daniel lief etwas vor mir zum Wagen, er
war auch dran mit Fahren, insofern alles normal. Als er dann auf Höhe
des Wagens war, ich war etwa 50m dahinter, beginnt einer zu Fluchen ...
Scheibe eingeschlagen, Karre ausgeräumt. I
ch denke mir nur: Jaja, verarschen kann
ich mich auch gerne alleine und teile ihm das auch so mit aus der Ferne.
Als ich ihn dann aber sah das Kursbuch in das Auto hinein zu werfen,
obwohl er noch nichts aufgeschlossen hatte begann ich zu zweifeln.
Scheisse! Ich rannte zu ihm hin und tatsächlich, die hintere Scheibe auf
der Fahrerseite war nur mehr ein Scherbenhaufen in und ausserhalb des
Autos und der Sitz da war gut leer geräumt. Was für eine verdammte
Scheisse war das den?!
Wir waren bei beiden Stellen keine 200m
weit weg vom Auto, hatten dieses aber leider niemals gesehen ...
Trotzdem, auf einem öffentlichen Rastplatz, mitten am Tag an einer
Hauptstrasse bricht uns jemand die Karre auf, das gibts ja nicht! Es
musste aber allem Anschein nach schnell gehen, zum Glück, denn ausser
den beiden Rucksäcken welche auf der Rückbank lagen fehlt anscheinend
nichts. Meine Laptoptasche samt Inhalt welche vor dem Sitz lag, mein
Navi welches vorne in der Ablage lag, unser ganzen restlicher Krempel
war noch da, nur die Rucksäcke.
Die Rucksäcke an sich wären zu
verschmerzen gewesen, da drin lagerten wir nur unseren täglichen Müll
und Dinge die man irgendwann mal braucht, Schreibmaterial, Leselampe,
Bücher, unsere Badezimmerutensilien ect. Insofern schmerzt mich der
Verlust nicht wirklich (mit Ausnahme von meinem MP3- Player) , alles
ersetzbar und der Wert liegt alles in allem etwa bei 250Euro.
Daniel hingegen traff es heftig, sein
Laptop war da drin, dazu seine ganzen Ladekabel für die Handys ect. ..
alles weg. Sogar der Schmutzige Satz Klamotten vom Vorabend haben die
mitgehen lassen. An der Fahrer und auch an der hinteren Türe sieht man
aber das die Herrschaften den Wagen erst versucht haben sanft zu öffnen,
mittels hochziehen des Stiftes an der Seite. Was nicht gelang,
irgendwann wurde dann halt zu rabiaten mitteln gegriffen. Vom
missglückten Versuch haben die uns aber verbeulte Türränder hinterlassen
- vielen Dank!
Unser erster Schritt war dann erstmal
die Umgebung vom Rastplatz nach unseren Rücksäcken abzusuchen,
möglicherweise haben die Gauner ja vor Ort noch alles rausgeräumt was
nützlich erschien und die Rücksäcke dann in den Busch geknallt - leider
blieb die Suche erfolglos. So gingen wir dann zum nächsten Schritt über,
zum Benachrichtigen der Polizei, welche kurz später auch am Schadenplatz
eintraf. Ob man die wirklich hätte rufen müssen wissen wir nicht, uns
auch egal, falsch gemacht haben wir so sicherlich nichts. Wir schossen
noch Fotos von der Originalsituation und folgten dann den Polizisten auf
die nahe gelegene Wache. Da versuchten die dann erstmal direkt mit uns
zu komunizieren, was misslang, die konnten weder Deutsch noch Englisch
noch Französisch und wir konnten kein Slowakisch. Also wurde zwei
Dolmetscher angefordert, welche nach 5min bzw. einer halben Stunde vor
Ort waren. Zusammen mit diesen arbeiteten wir uns dann etwa 2h durch den
Papierkrieg - wo ist es passiert, was fehlt, was ist noch da, wer sind
wir, halt all das Zeug was man da anscheinend so angeben musste.
Dabei stellten sich die Polizisten als
etwas unsorgfältig heraus, einerseits waren unsere Namen falsch bei der
ersten Version (aus mir wurde Nedom Bechtigerom), aus einem iPhone
Ladekabel wurde ein Apple Navigationssystem Ladekabel (obwohl wir dennen
5 mal sagten, dass das Navi noch da ist) ect. :) Mit etwas Hilfe der
Dolmetscher konnten wir so aber zumindest die gröbsten Fehler beheben.
Die ansonsten sehr freundlichen Polizisten boten uns an unseren Wagen in
der Garage ab zu stellen und uns in eine Pension in der Gegend zu
fahren, was wir danken ablehnten, wir wollten ja nach Poprad. Um genau
zu sein in die Pension Jakub in der Stadtmitte, diese kennen wir noch
vom letzten Jahr und da wollten wir auch wieder hin. Also verband uns
der Polizist mit der Pension und wir reservierten ein Zimmer ab Sonntag,
für die kommende Nacht war leider alles voll. Trotzdem wollten wir noch
hoch, ein Hotel zu finden ist hier kein Problem, es gibt genügend davon.
Die Dolmetscher entschuldigten sich dann noch für das ganze und waren
sehr besorgt darum das wir von der Slowakei kein falsches Bild bekommen
... wir beruhigten sie damit das einem so etwas auch in Deutschland oder
der Schweiz geschehen kann. Schon merkwürdig, bis zu diesem Ereignis
gingen wir aber immer davon aus das die Slowakei eines der Zivilisierten
Ländern ist ... und wir hatten auch schon in unsichereren Ländern an
unsichereren Orten geparkt ohne das etwas passiert ist. Im Nachhinein
muss man wohl eher noch sagen: Glück gehabt. Wäre das ganze am Abend
passiert oder hätten die Gauner mehr Zeit gehabt wäre das ganze nicht so
"glimpflich" abgelaufen, dann wären die Kameras weg oder zumindest
weitere Wertgegenstände wie Navi oder gar eine unserer "P Kisten" (mit
Klamotten ect.). Alles in allem, das gestohlene Material kann man
Ersetzen, das mühsame ist der Aufwand den man nun hat mit Versicherung
und Scheibe ect. ... und die ganzen Daten vom bisherigen Urlaub sind
verloren, also die Tagesberichte und der GPS Log, das ist umso
ärgerlicher da man es nicht einfach wieder kaufen kann. Wir fuhren dann
nach Poprad hoch und suchten uns erstmal ein Hotel, welches wir auf
Anhieb fanden.
Bedingung unsererseits war: Gesicherter
Parkplatz und ein Lift zum Zimmer, den es war klar, das Auto wird
geräumt von uns heute Nacht, nichts mit Wert sollte da drin bleiben,
alles kam ins Zimmer. Im Hotel Tatry wurden all unsere Wünsche erfüllt.
Nachdem wir das Zimmer mit unseren gebliebenen Habseeligkeiten gefüllt
hatten ging es zum Tesco Supermarkt ausserhalb der Stadt, dieser hat 24h
7 Tagen die Woche geöffnet und wir wollten da einerseits beginnen
gestohlenes Material nachzukaufen und unser "Loch im Wagen" zu
Reparieren. Dazu besorgten wir uns Frischhaltefolie und Textilklebeband
- andere Folie war trotzt mehrmaligem durchqueren der Regale nicht
auffindbar.
Auf dem Parkplatz vor dem Center räumten
wir dann die gröbsten Scherben weg und schlossen das Loch so gut es ging
mit den uns gegebenen Mitteln. Die Scheibe werden wir erst am Dienstag
ersetzen können, wenn es denn so schnell geht, weil die Slowaken feiern
am Montag ihren Nationalfeiertag #2 (Tag der Verfassung), das haben wir
auf dem Polizeiposten so erfahren .. am Freitag war zudem ebenfalls
Feiertag, haben wir aber nicht wirklich gemerkt, weder am Zugsverkehr
noch an den Ladenöffnungszeiten ;) Also am Dienstag, praktisch auch hier
in Poprad gibt es eine Chevy Garage welche diesen Job sicher ausführen
kann ... bleibt nur die Frage wie lange die dafür benötigen, hoffentlich
nicht länger als einen Tag, Poprad ist schon schön, aber die
Hauptstrecke hatten wir gut abgegrast und wir wollten hier für maximal
zwei Nächte bleiben. Unter Tage haben wir uns natürlich auch mit der
weiteren Reiseplanung beschäftigt und waren uns zwischenzeitlich fast
einig noch für zwei oder drei Tage nach Nordrumänien zu fahren - zur
Malaxa Jagt im Nordrumänischen Hochland (klingt so nach Grosswildjagt
:)) Mit dem Erlebnis heute ist aber für uns beide klar, noch weiter nach
Osten muss nicht sein, so wird wohl das CZ Land unser nächstes
Anlaufziel nach Pporad. Mit dem gefixten Auto ging es dann zum Hotel
zurück wo wir nach einer kurzen Pause zu Fuss in die Fussgängerzone von
Poprad aufbrauchen um etwas Essen zu können, es war kurz vor 22 Uhr und
wir rechneten nicht mehr damit etwas zu bekommen. Die Fussgängerzone war
leer, nur ein einziges Lokal war noch auf und das dafür Proppen voll. Im
hintersten Eck fanden wir aber noch einen freien Tisch und mampften da
unseren Frust über das erlebte erstmal in uns hinein ;)
Im laufe des Abends fielen natürlich
auch solche Fragen, gerade von den Eltern, ob wir denn den Urlaub jetzt
abbrechen würden - wir selber stellten uns diese Frage auch. Aber
eigentlich ist das indiskutabel, um zu überleben haben wir noch alles,
die Scheibe muss eh ersetzt werden, warum abbrechen? Wir werden jetzt
einfach mehr den je auf unseren Wagen und unsere Sachen aufpassen ...
das wird das letzte mal sein wo wir den Wagen ausserhalb unseres
Sichtfeldes oder unserer unmittelbaren Umgebung geparkt haben an einer
Stelle - dabb eher noch am Strassenrand und dann als kleines
Verkehrshindernis.
Nach dem Mampfen ging es zurück ins
Hotel wo wir zwar den TV noch einschalteten haben, ich aber damit rechne
innert der nächsten 10min zu schlafen ;) Und Morgen? Hotelwechsel und
ausschlafen, alles andere wollen wir vorweg entscheiden. |