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Wieder wollten wir heute um 7 Uhr raus
zum Frühstück, es wurde 10 nach, aber das Frühstück war serviert und die
gute Frau wartete bereits unten auf uns! Nach dem Frühstück gings noch
ans bezahlen, wie teuer es genau war wussten wir nicht, als sie dann 20
Euro pro Kopf und Nacht wollten waren wir wieder positiv überrascht, ein
sehr guter Preis für die Gegend. Wir räumten dann alles zusammen und
verliessen um kurz nach 8 die Pension und fuhren über Postojna und Pivka
nach Kroatien und Rijeka. Bereits einige Kilometer vor der Grenze wurde
diese angekündigt durch Wechselstuben welche laut der Werbung super
Kurse und natürlich keine Provision versprachen - KLAR! ;) Wir
überquerten dann ohne Probleme die Grenze und wechselten bei der ersten
offiziellen Bank ein wenig Kuna ein um mal etwas zu haben. Über die
Autobahn ging es dann direkt an Rijeka vorbei bis nach Fuzine, bzw. der
Autobahnausfahrt. Als wir die Autobahn verliessen und am Bezahlhäuschen
unsere Gebühr lohnten dachte ich mir schon, die Gegend kenn ich. Als wir
dann auf die Hauptstrasse einbogen war es klar - hier war ich schon mal!
Ich wusste auch sofort wo und wie wir da hingekommen sind. Es war vor
ziemlich genau zwei Jahren als ich mit Daniel hier zu Besuch bei einem
Kollegen in Delnice war, er hat uns damals zwei Stellen in der nähe von
Fuzine gezeigt. Praktisch, so konnten wir ein wenig profitieren jetzt
;). Erstmal fuhren wir aber zum Bahnhof von Fuzine, mal schauen ob wir
ein Kursbuch kriegen. Wie erwartet war dies nicht der Fall, die Schunken
scheint es nur an den grösseren Bahnhöfen zu geben. So verliessen wir
uns auf mein Kursbuch vom letzten Jahr und stellten uns mal an die
Strecke. Angekündigt laut dem Buch war ein IC aus Rijeka und ein Regio
nach Rijeka. Vor zwei Jahren war der IC Lokbespannt (mit einer Dispolok)
und der Regio ebenfalls, aber natürlich mit einer 1061. Da sich die Züge
genau in Fuzine kreuzen sollten, unsere Stelle aber nur eine
Einrichtungsstelle war wurde es etwas knifflig. Wir teilten uns dann
auf, so dass wir am Schluss sicher beide Züge gut im Licht haben
konnten. Zingg fuhr runter in die gerade und ich stand auf einem Hügel
oben und wartete auf den IC, den wir Lokbespannt erwartet haben. Erst
sollte aber der Regio von hinten kommen, nach Rijeka, für mich auf dem
Berg unfuzzbar. Ich setzte mich also in den Schatten und wartete ein
wenig. Als auf einmal etwas weisses kurzes durch den Wald zog ... ein
ICN - so ein Käse. So erlegte ich den ICN von oben und war etwas
enttäuscht das keine Lok kam. Kurz darauf kam der Regio von hinten
welcher dann bei Zingg perfekt gekommen ist. |
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Ein HZ
7123 Triebwagen als IC von Rijeka nach Zagreb bei Fuzine |
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1061 in der Modernisierten
Variante mit einem Regio bei Fuzine |
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Trotzdem zufrieden
fuhren wir weiter, wir wollten in den Kehrschlaufen hinter Rijeka die
nächsten Züge erlegen ... von Jan hatten wir die ein oder andere Notiz
wo man etwas machen könnte. So recht gefunden haben wir aber nichts ..
ausser eine Strasse an dessen Ende wir eine Stelle vermuteten. Mein Navi
meinte ähnliches, so fuhren wir da mal rein. Die Strasse war Eng, sehr
Eng und komplett im Wald, aber asphaltiert und sehr gut befahrbar, was
uns dazu bewog immer und immer weiter zu fahren - schlussendlich über
20km ;) Unterwegs meinte Zingg dann mal: Was machst du eigentlich wenn
etwas entgegen kommt? Nichts sagte ich, denn da kommt nichts! Und keine
30 Sec. später ploppte ein roter Lieferwagen vor unserer Nase auf und
wollte vorbei, was gar nicht so einfach war. Wir kämpften uns weiter
durch die Karstwälder und landeten schlussendlich in Fuzine am Bahnhof,
etwas unerwartet aber nun wussten wir immerhin wieder wo wir waren. Die
ganze Sucherei hatte mehr als 90mnin Zeit in Anspruch genommen, was zur
Folge hatte das die nächsten Personenzüge bereits wieder am anrollen
waren. Ein IC aus Zagreb, wie wir vermuteten ein ICN, und ein Regio aus
Rijeka, wohl ein Lokbespannter. Da es am Himmel langsam aufzuquellen
begann verschoben wir uns nun ins Landesinnere. Für den Regio hatte ich
eine Stelle bei Brod Moravice im Kopf welche ich anfahren wollte. Da der
IC davor kommen sollte warteten wir in der nähe von Delnice auf ihn bis
die Planzeit ohne Zug vorüber strich - er hatte Verspätung, was uns
überhaupt nicht wunderte. In Delnice legten wir noch einen Tankstopp ein
und uns wurden, wie vor zwei Jahren, von netten Mädels die Scheiben
geputzt (natürlich gegen Trinkgeld). In Brod Moravice angekommen war
dann die Stelle aber nicht mehr ganz so wie ich es mir vorgestellt habe.
Einerseits passte die Sonne nicht wirklich und andererseits war das
Bahntrasse in den letzten zwei Jahren mehr und mehr zu einem Wald
geworden, ein freier Blick auf die Strecke war vom gegenüberliegenden
Hang aus nicht mehr möglich. So setzten wir alles auf eine Karte und
fuhren mal einen holprigen Weg in Richtung Moravice, dem Umspannbahnhof
zwischen dem HZ Gleich und Wechselstromnetz. Etwa 500m vor der
Bahnhofseinfahrt fanden wir noch etwas, obwohl die Strasse unter der
Bahn war, waren wir drüber. Einerseits kam unsere Leiter zum Einsatz,
aber nicht auf der Strasse sondern auf einem 2m Kieshaufen welcher an
der Strasse lag ;). Der Regio kam zugleich mit einer "alten" 3061 nach
Moravice durchgefahren. |
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1061 012
in der ursprungsvariante mit einem Regio bei Moravice |
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1141 017 mit einem Regio
nach Moravice bei Hrelijn Ogulinski |
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Um beim Umspannen zuzuschauen und
vielleicht ein Foto zu machen fuhren wir ebenfalls zum Bahnhof und
quetschten uns auf den Bahnsteig zu den 1000 HZ Angestellten, ok, nicht
ganz 1000, aber es waren eine ganze Menge. Die Lok welche den Zug
übernehmen sollte stand bereits bereit um die 3061 zu packen und zurück
zu schubsen in ihren Bahnhofsteil. Zeitgleich schob ein Rangierhobel
zwei Wagen in den Bahnhof rein welche mit "Moravice - Rijeka"
angeschrieben waren. Und das reichte noch nicht, ein Güterzug mit einer
blau / roten 1141 fuhr noch in den Bahnhof rein. Die 3061 setzte sich
dann an die zwei "neuen" Wagen und schien sich abfahrtbereit zu machen.
Der Abfahrtsplan meinte dann: 16:13 gehts los - in 10min ;) So fuhren
wir ohne grosse Umwege zurück nach Brod Moravie um den Zug da irgendwo
in der Kurve drin zu erlegen. Was gelang ... aber leider nicht mehr in
der Sonne. Den grosse Quellwolken und eine Schleierschlicht machten sich
am Himmel breit, es war praktisch 0% Sonne da. Trotzdem machten wir noch
den Güterzug welcher wenig später nach Moravice rollte, mit einer
originalen und einer modernisierten 1061 davor.
Um vielleicht noch etwas in der Sonne
machen zu können fuhren wir dann an Moravice vorbei bis in die nähe von
Ogulin, wo wir Zeitlich auf einen Regionalzug trafen welcher von Zagreb
her kam. Im Bahnhof von Ogulinski Hreljin welcher gleich neben der
Strasse liegt. 5min nach unserem eintreffen rollte der Zug in den
Bahnhof ein und kurz darauf wieder aus. Perfekt! Weiter ging es nach
Ogulin zum Bahnhof, vorbei an der ein oder anderen Fotostelle. Im
Bahnhof da wollten wir wieder ein Kursbuch, was wieder nicht gelang. Die
Dame am Schalter hatte wohl nur ein Kursbuch welches Ihr gehört, wie Sie
meinte. Wir bekamen es aber kurz zur durchsicht und haben die
wichtigsten Kursbuchseiten abfotografiert - um mal mit meinem alten
Kursbuch zu vergleichen. Es sollte dann ein IC von Osjek nach Rijeka
kommen in gut 20min, für diesen wollten wir uns auf de Strecke wieder
etwas suchen. Im Abzweigbahnhof der Rijeka und Likabahnhof fanden wir
eine relativ nette Situation vor, nur der IC fehlte noch. Als zur
Planzeit des ICs ein Regionalzug nach Zagreb, gebildet aus so einem
S-Bahn Triebzug, auf die Eingleisige Strecke fuhr liessen wir es bleiben
und wechselten den Plan. |
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7122 032
aus Gospic nach Ogulin am E-Sig von Josipdol |
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7122 032 aus Gospic nach
Ogulin bei Josipdol |
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Einer der beiden Regios von der
Likabahn nach Ogulin war im anrollen, wir erwarteten eine Lok mit Wagen.
Stellen gibt es auf den ersten Kilometern der Likabahn einige, wir
konzentrierten uns dann auf alte Bahninfrastruktur - Flügelsignale und
ein Bahnübergang mit Handkurbel. Die Flügelsignale waren noch in
Betrieb, die Lichtsignale standen aber bereits - eine Frage der Zeit!
Vor der erwarteten Zeit rollte dann der einteilige Y1 ran, immerhin war
er kaum eingesaut und man erkennt bei genauem hinschauen sogar noch die
Schwedische Nummer - 1816. Von der Lackierung her hätte ich den
Triebwagen nach Karlstadt gesetzt, da hab ich mal solche gesehen in der
Farbe vor vielen Jahre. Nach dem Foto ging es zurück zum Wagen wo wir
wieder mal den Blicken der Dorfbevölkerung ausgesetzt waren. Über die
Autobahn ging es dann runter bis hier in Gospic. Die Autobahn ist Krass,
eine Piste mitten durch die Berge. Brücken, Tunnels, Einschnitte, alles
der Superlative, für das bisschen Verkehr gut überdimensioniert. Im Dorf
angekommen fanden wir auf Anhieb das Hotel hier, mit etwa 40.- CHF pro
Nase / Nacht inkl. Frühstück wieder relativ günstig, und eigentlich gar
nicht schlecht. Im anliegenden Restaurant assen wir dann noch zu Abend
vorhin, Cebavici mit Zwiebeln *lecker*. Morgen solle es bis nach Knin
gehen, mal schauen was das wird.
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