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Was genau wir heute machen wollten war
nicht ganz klar, nur ein Ziel hatten wir auf sicher, die alten GTW's mit
den Tatrabergen am Morgen mussten sein. Pünktlich um 8 Uhr standen wir
auf und gingen runter zum Frühstück welches wie letztes Jahr von einer
hervorragender Qualität war. Es wird hier zwar weder Rührei noch
Würstchen serviert, aber diese eine Sauce mit Zwiebeln und Kräutern ...
mmmmmmmmmh, ein Traum! Nach dem Frühstück machten wir uns mal auf an die
Stellen von gestern zwischen Poprad und Velki
Slakov. Laut Kursbuch erwarteten
uns drei Züge in einem Abstand von jeweils 30min, der einzigen Stunde im
Tag mit einem Halbstundenverdichter *wow*.
Wir fuhren dann erstmal den Bahnhof von
Velki Slakov
an und stellten da unsere schöne Karre wieder mit der kaputten Seite der
Strasse abgewandt hin. Direkt an ein Gleisdreieck, was uns sämtliche
fragen nach: gibts die Strecke schon länger als die GTW's beantwortete.
Denn das Gleisdreieck sah 1., überhaupt
nicht mehr benutzt aus und 2. waren die "enden" viel zu kurz für einen
GTW. Warum aber da in dem Bahnhof von 3-Eck steht .. man weiss es nicht
so genau ;).
Für den ersten Zug nach Poprad wollten
wir direkt an der Bahnhofsausfahrt stehen, wir dachten, da hat man die
Tatraberge hinten drin, was aber eine Fehleinschätzung der Situation
war. So sahen wir uns gezwungen weiter nach vorne in die lange gerade
vor Poprad zu spazieren. Gerade als wir auf dem höchsten Punkt der
geraden angelangt sind rollte auch schon der Gegenzug aus Poprad an uns
vorbei. Die lange gerade eignet sich natürlich vor allem für die Züge
nach Poprad dank den Tatrabergen als Motiv, aber auch die Gegenrichtung
mag richtig umgesetzt zu gefallen - den in der geraden drin gibt es eine
Senke wo die Züge runter und drüben wieder hochfahren, sieht ganz schön
steil aus und lässt sich mit etwas Tele prima einfangen.
Der Zug war im Kasten, der von hinten
noch nicht zu sehen also sputeten wir uns etwas um bis ans andere Ende
der Geraden zu kommen, was gerade so gelang, mit uns war auch der Zug
nach Poprad an der Stelle.
Für den nächsten Zug hatten wir es dann
nicht mehr so weit, in einer Kurve drin schossen wir ihn, und an der
Stelle hat man die ganze hohe Tatra im Bild, deshalb ist die auch nicht
ganz unbekannt. Leider war der Taktverdichterzug welcher jetzt kam nur
aus einer GTW Einheit gebildet und nicht aus zwei wie die ganzen
normalen Züge, was an der Stelle nicht gerade von Vorteil war (da
bräuchte man aber im idealfall eine GTW 4 Fachtraktion oder so ;)).
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GTW Doppel
auf dem Weg nach Strbske Pleso bei Velki Slakov |
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GTW als Halbstundenzug nach
Poprad vor der Kulisse der hohen Tatra |
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Nach dem Foto trennten wir uns, Daniel
lief hoch zum nächsten BÜ wo ich auch hinwollte, aber mit dem Wagen.
Damit wir nach dem nächsten und für uns letzten Zug fix verduften
konnten wählten wir diese Variante, ansonsten wäre für beide ein
Fussmarsch von etwa 25min angestanden, so konnten wir es jeweils
halbieren. Oben am BÜ angelangt stand Daniel schon an der Stelle und ich
brauchte mich nur mehr neben ihn zu stellen und den Auslöser zu
betätigen als der Zug kam.
Nun war unser einziger geplanter Punkt
für diesen Tag abgehackt, was nun? Auf die Plavecpiste, oder zurück ins
Hotel, oder an die Hauptstrecke? Wir waren uns schnell einig, dass die
Plavecpiste das nächste Ziel sein sollte. Und wieder Zufall es will kam
just zum Zeitpunkt des Erreichens der Strecke in blauer GTW von
Tatranska Lominska nach Poprad vorbei welche wir an einer Stelle nächst
der Strasse nach einem Sprint prima erlegen konnten, wieder bildeten da
die Tatraberge und beim Nachschuss das Städtische Klärwerk von Poprad
das Hauptmotiv. |
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GTW Doppel schon auf dem
Stadtgebiet von Poprad vor der hohen Tatra |
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GTW 840 005 aus Tatranska
Lominska nach Poprad bei Velka Lominca |
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Zu den Bergen noch zu sagen das die am
heutigen Tag komplett frei waren von jeglichen Wolken, warum ist nicht
so klar, weil noch gestern waren die Berge so wie letztes Jahr auch dick
in Wolken verpackt .. das scheint wohl normal zu sein dachten wir. Die
Wetterlage war aber mit geistern auch nicht unbedingt vergleichbar, den
anstatt blauem Himmel waren im Westen sehr dichte Schleier am Himmel und
die bewegten sich, wenn auch langsam, in unsere Richtung. Da wir eh nach
Osten fuhren rechneten wir damit diese abhängen zu können, was zum Glück
gelang. Ohne weitere Halte fuhren wir dann zum Bahnhof von Plavec.
Eigentlich auf der Suche nach einer Stelle für zwei GTW's, die Suche
misslang aber, auch an etwas demotivation welche uns immer noch im Griff
hat (danke liebe Zigeuner!).
Das Studium des Kursbuches krempelte
unsere Planung dann noch etwas um, von den GTW's wechselten wir zum
hochwertigen Internationalen Fernverkehr rüber. Plavec liegt an der
Hauptstrecke von Kosice nach Polen (Krakau / Warszawa) und bildet da den
Grenzbahnhof auf der Slowakischen Seite. Es gibt nebst Regional und
Güterverkehr auch ein EC Zugpaar pro Tag welches Warschau mit Budapest
über die Slowakei verbindet. Diese beiden Züge sollten innert der
nächsten 4h folgen, was uns bewog mal etwas in der Ecke zu bleiben. Der
Bahnhof selber ist nicht fotogen aber zum Gucken gut geeignet, was einem
etwas merkwürdigen Betriebsablauf der Slowaken und der Polen zu
verdanken ist. Der Bahnhof liegt nicht direkt an der Hauptstrecke
sondern etwas abseits, Züge die die Hauptstrecke befahren müssen ihn ihm
jeweils Kopf machen - eine Verbindungskurve direkt um den Bahnhof zu
umfahren besteht zwar, wird aber unserem Augenschein nach nicht mehr
wirklich benutzt. Da der Bahnhof ja eh nah an der Grenze ist bietet es
sich an die Loks zu wechseln da drin, was bei dem EC Zugpaar auch so
praktiziert wird. Bei den Güterzügen jedoch nicht ... die Slowaken
fahren die Güterzüge in den Bahnhof rein, spannen vorne eine neue Lok
ran und fahren dann bis in den Polnischen Grenzbahnhof bei
Muszyna um da
den Zug wieder zu verlassen. Warum man nicht direkt da die Polenloks
davor hängt oder einfach das Gleisdreieck ausfährt ist uns nicht so
klar, aber man hat ja anscheinend Zeit genug für solche Spässchen ;).
Gerade mit unserer Ankunft in diesem Bahnhof verliess ein
Polen-Triebwagen die Gleise auf dem Weg rüber nach Polen, schade waren
wir nicht noch früher da, denn die Kiste fährt nur etwa zwei mal am Tag
rüber.
Für den EC nach Warschau fuhren wir dann
etwas raus aus Plavec an die einzige Stelle wo er noch mit akzeptablem
Frontschatten kommt, ansonsten verläuft die Strecke sehr in Nord / Süd
Richtung, was bei einem Nordfahrer am Mittag natürlich alles andere als
ideal ist.
Wir kamen an der Stelle an und warteten
... nicht sehr lange und da rollte ein Güterzug mit einer Slowaken
Doppellok nach Polen rüber, leider aber im Halblicht. Nach etwa 1 Stunde
kam dann die Polen Lok, eine EU 17, leer aus Polen vorbei gefahren um in
Plavec den EC zu bespannen welcher dann wiederum einige Zeit später an
uns vorbei rollte. An der Komposition wollten wir festmachen ob wir den
Gegenzug in 3h noch abwarten oder nicht. Die Komp. besteht aus 4 Wagen,
davon ein Ungarischer Speisewagen eingeklemmt in einen PKP IC A und zwei
B - Bunte Mischung, also bleiben für den Gegenzug.
Für den Gegenzug wollten wir dann erst
am anderen Ende der Kurve stehen ... verliessen die Stelle aber wieder
nachdem ein Güterzug (mit der selben 131 welche vorhin raus ist) aus
Polen an uns vorbei gerollt ist. Warum wir die Stelle verliessen? Weil
jetzt nichts mehr in Polen drüben war was hätte kommen können und der EC
war noch fast 2h weit entfernt. Wir wollten also mal noch den Polnischen
Grenzbahnhof anschauen, mit den ganzen Polenloks drin. Der
Grenzübertritt gelingt natürlich dank Schengenraum ohne auch nur von
einem Zöllner angegafft zu werden, für uns Schweizer immer wieder ein
Erlebiss ;) Im Bahnhof von Muszyna
hielten wir dann mal inne und parkten
unseren Wagen um das herumstehende Material der PKP zu sichten. Es stand
nebst einer Doppellok der Baureie ET41 noch eine urchig alte Lok der
Baureihe ET 21 herum mit einem Schotterzug oder etwas dergleichen. |
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EU07 158
mit dem EC von Budapest nach Warschau bei Leluchov |
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ET41 035 im Bahnhof von
Muszyna |
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Nachdem wir alles erlegt hatten wollten
wir raus an die Strecke, den beide Züge waren bemannt und sahen nach
abfahrt aus. An die Strecke .. soso, nur, an welche? Es gibt zwei ab dem
Ort, wir hatten aber keine Ahnung welche der zweien wohin führt
geschweige den wo was läuft (jaja, wir haben uns gut vorbereitet, ich
weiss, wir hatten nicht mal ne Landkarte von der Gegend ;)) Als dann am
Dorf BÜ noch der Güterzug mit der ET 41 an uns vorbei rollte war klar,
sein lassen, bevor wir an die falsche Strecke stehen .. was durchaus
hätte gelingen können, den beide sahen sehr gut abgefahren aus (später
sahen wir dann, dass die eine Strecke nur eine Stichstrecke war … da
also bestimmt kein Güterzug gekommen wäre ;)).
Also zurück in Richtung Slowakei, da
wissen wir wenigstens was kommt, ein EC und ein Güterzug, denn gerade
mit uns traf auch wieder eine Slowakische Doppellok als Lokzug im
Bahnhof ein, natürlich um einen Zug aus Polen zu holen und in die
Slowakei rüber zu schleppen. Hinter diesem Muszyna fanden wir dann eine
Stelle für den EC, den Güterzug mussten wir notgedrungen auch da
schiessen, das Foto ist aber für die Tonne.
Beim erreichen der Stelle auf einem
Hügel liefen wir an zwei arbeiteten Polen vorbei, und natürlich liessen
die es sich nicht nehmen uns anzuquatschen, Daniel machte dann einen
Fehler (?) ... er fragte: Deutsch? Er meinte damit natürlich die
Sprache, ob die beiden das aber so verstanden haben wissen wir nicht,
weil es kam zurück von beiden: niet Deutsch! Einer der beiden sprach
dann relativ gut Englisch und wir erklären den Mannen mal das wir aus
der Schweiz sind und was wir so treiben.
Wir hatten von den beiden aber dann das
OK und warteten in der Sonne bei einem frischen Wind auf den EC. Unter
uns im Dorf in den Gärten der Häuser waren die Leute damit beschäftigt
mit Sensen das Gras zu mähen bzw. die Frauen damit Kartoffeln aus den
Feldern zu holen. So sassen wir da und hatten etwas zum gucken während
der langen Wartezeit, denn auch die Töchter des Hauses mussten in einem
Feld mit anpacken und mit einer Hacke das Gemüse aus dem Feld holen ;)
Vor dem EC kam dann der Güter welcher
aber wie gesagt für die Stelle nicht wirklich geeignet war. Dann folgte
der EC wieder mit einer Polenlok die aussieht als ob sie bereits mehrere
Kriege überlebt hat, so alt sieht die aus, und mit den Glubschaugen
sowieso ;).
Als der EC vorbei war fuhren wir wieder
zurück in die Slowakei, das Ziel war jetzt Poprad und unterwegs wollten
wir noch zwei GTW's erlegen welche von und nach Plavec fahren. Der Plan
wurde dann aber von einer Stelle durchkreuzt welche wir nahe Podpilie
an der Hauptstrecke nach Kosice fanden
... eine Strassenrbücke erlaubte einen Blick über die Landschaft und die
Bahn, dass beste daran, der EC stand noch in Plavec im Bahnhof und
musste noch an uns vorbei rollen. Daniel meinte zudem im Bahnhof einen
Gorilla erkannt zu haben, was die Motivation zu warten noch mehr
steigerte.
Der Zug kam zwar "nur" mit einem blauen
Knödel, kam aber trotzdem sehr nett - ZSSK Lok vor PKP und MAV Wagen.
Wir erwarteten hinter dem EC noch einen
Güterzug, wann soll er Plavec verlassen wann nicht dann? sagten wir uns.
Es kam aber keiner, stattdessen wurde das Signal von hinten grün und ein
460er Triebzug rollte an uns vorbei, natürlich nicht ohne erschossen zu
werden von unseren Kameras.
Nach der Einfahrt von dem kam der
Güterzug, natürlich mit einer Doppellok bespannt, ob es in dem Land auch
etwas anderes gibt? ;) |
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EP07 410
mit dem EC von Warschau nach Budapest hinter Muszyna |
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Güterzug aus Polen mit 131
032 nach dem Kopfmachen in Plavec |
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Der GTW nach Poprad war schon lange weg,
es blieb uns einzig der von Poprad übrig, welchen wir nahe
Plavinca nach 5min wartezeit nett mit
einer Telegrafenleitung im Vordergrund erlegen konnten.
Nach dem Foto fuhren wir ohne halt durch
bis hier zur Pension Jakub in Poprad, einzig ein blauer alter Skoda
meinte uns und noch viele viele andere Autos aufhalten zu müssen, die
Kolonne war zeitweise recht lang ... die gute Frau die da drin sass lass
sich aber von der Huperei und drängelei aller Autos nicht wirklich
beeindrucken und fuhr gemächlich mit 60 übers Land. Und das auf einer
Strasse praktisch ohne Überholmöglichkeit ... die Geduld will ich haben
;)
In der Pension angekommen machten wir
uns kurz frisch und liefen dann in die Fussgängerzone zum Essen. Danach
ging es noch kurz in den Bila in der Nachbarschaft ehe wir hier im
Zimmer sitzend den restlichen Abend verbrachten ... *gähn*.
Und morgen geht’s zur Garage, gespannt
wie lange es dauern wird unsere Scheibe zu ersetzen ... |
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