|
Sonnenschein, schon wieder war es
strahlend schön und die Tatraberge waren Wolkenfrei – verdammt, dieses
schöne Wetter und wir hatten wieder nicht die grosse Lust etwas zu
unternehmen heute beim aufstehen. Die Lust kam später dann zum Glück
wieder, erstmal stand aber nur ein einziger Programmpunkt an:
Chevygarage! Da heute Dienstag der erste Arbeitstag nach dem langen
Slowakischen Wochenende ist war diese wieder geöffnet und hoffentlich
bereit für unser Problem.
Wir schliefen gemütlich bis um 8 Uhr und
setzten uns dann ans Frühstück, wo es heute anstatt eine Zwiebelpaste
eine leckere Tartarensauce gab – auch nicht verkehrt. Nach dem Frühstück
fuhren wir mal zur Garage, was gar nicht so einfach war wie gedacht. Den
Unmengen an Autos wollte in die Gleiche Richtung wie wir. Was am
Kreisverkehr scheiterte, dieser war gottlos überfüllt und da wir aus
einer Nebenstrasse in die Hauptstrasse einbiegen wollten lies uns und
alle anderen auch niemand rein. Daniel wendete dann gekonnt und wir
fuhren einen kleinen / grossen Umweg um die Stadt herum. Wir Deppen, es
wäre einfacher gegangen, haben wir aber erst später bemerkt ;).
In der Garage angekommen suchten wir
uns erstmal jemand mit Deutsch oder Englisch Kenntnissen (sollte in
Deutschendorf wohl erwartet werden dürfen). Englisch war möglich, aber
nur sehr beschränkt, so packten wir den Mitarbeiter am Arm und zeigten
ihm unser „Problem“ vor Ort am Objekt. Er verstand und begann zu
rechnen, zu schreiben und meinte, dass es schon so 3 – 4 Tage dauern
würde. *ompf*, was bitte? So lange .. hmm, also möglicherweise am
Freitag fertig, vielleicht auch erst am Montag – in einer Woche! Was
wollten wir so lange hier?
Ich fragte dann wann wir kommen sollen
mit dem Wagen, dann meinte er nach einer weile und nach der Nachfrage
bei seinem Kollegen – am Donnerstag. Na gut, das klingt schon besser …
und dann fragten wir zur Sicherheit noch nach dem Preis. Er begann zu
rechnen und schrieb 9000 Kronen auf einen Zettel. 450 CHF? Wow, so viel?
Aber was bleibt uns anderes übrig, dachten wir … und liefen mit ihm
nochmals raus. Er schaute dann noch mal etwas nach uns korrigierte den
Preis runter auf 7500 Kronen. Wir verstanden seine Notiz zwar sprachlich
nicht, sahen aber dass er 5 Einheiten aufgeschrieben hat, wohl die
Anzahl stunden.
7500 Kronen klangen schon besser,
trotzdem baten wir ihn noch kurz um etwas Geduld – wir mussten uns zur
Beratung zurückziehen. Erstmal rufte Daniel beim Ilg an, nachfragen was
den so ein Fenster bei ihm kostet, weil theoretisch hätten wir ja auch
so zurück fahren können mit der kaputten Scheibe, ginge schon irgendwie.
Er meinte dann aber das er es (und wohl niemand) günstiger machen würde
als 400 CHF, eher sogar mehr.
Nächster Gedankengang, wollen wir
wirklich bis am Donnerstag hier bleiben oder sollen wir die Scheibe bei
einer Garage „bestellen“ an einem neuen Ort wo wir dann hinfahren
würden? Ach, alles Käse, wir gaben dem Herren dann bescheid das wir
einverstanden sind und wir am Donnerstag wieder kommen würden, er bat
uns um 7 Uhr zu kommen *uff* ;)
Wir sind also schon etwas erstaunt, 5h
um eine Scheibe zu ersetzen? Was ist den da gross dabei? In 5h wird doch
bestimmt so ein ganzer Matiz zusammen gesetzt bei Chevrolet in Japan /
China oder woher die auch immer kommen ;)
Zurück im Zimmer, es war bereits etwas
nach 10 Uhr suchten wir etwas Ablenkung im Internet ehe wir doch noch
etwas machen wollten mit dem angefangenen Tag. Erstmal in die Stadt,
Ansichtskarten kaufen und dann noch an die Strecke, wieder nach Osten,
auch an den Ort des Verbrechens, mal die nähere Umgebung etwas genauer
absuchen, vielleicht liegt ja irgendetwas von unserem Krempel noch rum.
Wir liefen alsbald in die Stadt, kauften
uns Ansichtskarten und brauchten nur noch Briefmarken. Auf dem „Postamt“
stellten wir uns in die Reihe und warteten eeewig, 15min später kamen
wir dran um fest zu stellen das dies die Postbank und nicht die Post
sei, Briefmarken haben sie nicht. Toll ;) Wir liessen uns noch schnell
den Weg zur Post erklären und liefen dann dahin, das Gebäude ist sehr
schön unscheinbar, nur klein steht Post drauf . Da drin mussten wir dann
aber immerhin nicht anstehen um unsere Marken zu erhalten. Gegenüber der
Post setzten wir uns dann noch in einen Imbiss und gönnten uns einen
kleinen Snack für zwischendurch.
Die Stadt ist aber wieder komisch, am
Abend Menschenleer war sie um die Mittagszeit umso voller … an einem
normalen Arbeitstag.
Zurück in der Pension, es war kurz nach
Mittag legten wir uns wieder etwas hin, bei dem Hochlicht muss man ja
nicht raus und die Stelle welche wir anfahren wollte war geschätzt erst
ab ca. 14 Uhr im Licht.
Verpasst haben wir während dem
entspannen nicht, es fuhren nur etwa zwei Güterzüge vor unserem Fenster
vorbei. Um etwa 14 Uhr brachen wir dann auf, an die erste Stelle bei
Markusovce – grossartig Lust um etwas neues zu suchen hatten wir nicht,
wir suchten eigentlich nur noch einen Lückenfüller bis zur Abendstelle
bei den Zigeunern. |