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Heute war er endlich da, der Tag unserer
Abreise. So zumindest hofften wir es, nicht das uns Poprad nicht
gefallen würde, aber wir waren schon viel zu lange da.
Aber erst musste die Hürde des Auto
Reparierens genommen werden, und dies verlangte ein frühes aufstehen
unsererseits, um 7 Uhr sollten wir unseren Wagen abgeben an der Garage
:-O Frühstück gab es noch gar nicht um diese Zeit und so stiegen wir
verschlafen in unser Auto und fuhren durch die Stadt bis zur Garage. Der
Verkehr mit welchem wir gerechnet haben war nicht vorhanden, so waren
wir gut zu früh an der Garage, stellten unsere Karre vorne hin und
warteten drin. Es dauerte gut 20min ehe wir beachtet wurden von
„unserem“ Mechaniker – und wieder wurden wir in Deutschendorf nur in
Englisch bedient ;). Wir fragten dann, wann wir wieder kommen sollen,
dachten aber dass es sicherlich nach Mittag werden würde. Die 7
Einheiten DINGS auf der Offerte hatten wir noch nicht vergessen. In der
Zwischenzeit wollten wir aber Bahn fahren, so die Planung. Daraus wurde
aber nichts! Er meinte wir können um 10 wieder kommen, dann sei alles
fertig.
So machten wir uns zu Fuss zurück auf
den Weg zur Pension und da erstmal das Buffet zu Plündern, wenn man
schon etwas gemacht hat fällt zumindest mir das sehr viel leichter als
direkt aus dem Bett kommend.
Wir nutzten dann die verbleibende Stunde
bis wir wieder los mussten zur Planung des weiteren Urlaubs …. Wohin
sollen wir? Klar war es noch überhaupt nicht, nur weg wollten wir. Wir
schauten uns im Treppenhaus, wo der W-Lan Empfang am besten war,
abermals die Wetterberichte an, aber nur um feststellen zu müssen, dass
diese sich seit dem Abend zuvor nicht wirklich verändert haben. Westen
schlecht, Osten gut. Westen Schlecht ist schleicht, weil wir wollten ja
eigentlich noch in die Ecke um Liberec … später vielleicht. So wollten
wir es wagen nochmals nach Polen vorzudringen. Landschaftlich soll es ja
nett sein auf der anderen Seite der Tatraberge. Zakopane suchten wir uns
als Grundsätzliches Ziel für den Abend heraus. Den Tag selber wollten
wir vor allem an der Transitstrecke aus der Slowakei verbringen bzw. da
mal schauen was so geht.
Etwas nach 10 Uhr waren wir wieder bei
der Garage und sahen draussen schon unseren kleinen mit einer neuen
Scheibe stehen, sieht gut aus, auch die dellen an den Türen waren weg
und der Blick ins innere machte es perfekt, die haben sogar die Scherben
ausgesaugt ;). Wir gingen rein und nahmen die Rechnung in Empfang, 4000
Kronen wollte er haben, wo die veranschlagten 9 bzw. 7000 Kronen
geblieben sind fragten wir uns schon, aber nicht ihn. Er zeigte uns dann
noch kurz das Auto und wir machten uns aus dem Staub. In der Pension
folgte ein letztes kurzes entspannen ehe wir unsere ganzen
Habseeligkeiten wieder ins Auto und wieder ernteten wir merkwürdige
Blicke der Gäste und bediensteten ;)
Dann ging es noch ans Bezahlen, wie viel
wussten wir nicht, wir kannten nur noch den Preis vom letzten Jahr, da
haben wir irgendwas um 800 Kronen bezahlt pro Nacht, die Rechnung die
uns nun aber vorgelegt wurde war saftiger, 1500 wollte man haben pro
Nacht. Janu, immer noch etwas weniger als in den ganzen Hotels rundrum,
insofern nicht besonders günstig, aber auch nicht zu teuer – nur halt
fast doppelt so teuer als letztes Jahr. |
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Unbekannte
Lok als Lokzug nach Novi Sacz bei Barcice Dolne |
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EN 71 016 als Regio aus Novi
Sacz bei Barcice Dolne |
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Wir fuhren dann los und folgten immer
den Schildern nach Polen, bei Stara Lubovna verliessen wir bekannte
Strassen und bogen direkt nach Norden ein in Richtung Novi Sacz. Grenze
gab es natürlich auch wieder nicht und bald schon erreichten wir die
Eisenbahn welche sich durch das enge Tal hindurch schlängelte.
Wir wollten dann erstmal die Strecke bis
nach Novi Sacz absuchen, oder wenn wir direkt etwas finden mal stehen
bleiben. Es dauerte nicht lange und wir sahen die ersten wirklich
schönen Stellen, wir schauten uns diese immer an und machten unsere
Notizen, im Licht war noch keine, also mussten wir uns eh noch etwas
beschäftigen. Ziel war, auf Güterzüge hofften wir zwar rechneten aber
nicht damit, das EC Zugpaar von Budapest welches natürlich auch da lang
fährt.
Die schönen Stellen nahmen je weiter wir
aus dem Tal hinaus fuhren rapide ab, dichter Bewuchs und langweilige
plätte nahmen schnell zu und ehe wir uns versahen waren wir in Novi Sacz
selbst. Da wir immer noch kein Polnisches Kursbuch oder ähnliches hatten
fuhren wir mal zum Bahnhof (TomTom sei Dank ohne Umweg) und fragten da
mal nach. Njet, gibt’s nicht .. auch Faltfahrpläne scheint es nicht zu
geben, weder vom Regional noch vom Fernverkehr. Wir machten dass, was
wir in solchen Situation immer tun, Essen … und die Ab und
Ankunftsanzeiger abfotografieren ;) In einem Imbiss im Bahnhof gönnten
wir uns einen Snack ehe wir an die Strecke zurück an die erste gesehene
Stelle fuhren. Hinter Barcice Dolne gibt es eine kleine Kurve in welcher
man beide Richtungen schön einsehen kann.
Wir stellten unseren Wagen hinter dem BÜ
an die Strasse und setzten uns in den Schatten auf der Wiese gleich
daneben *gäääähn*, gemütlich! Es dauerte aber nicht lange bis der BÜ zu
bimmeln begann und wir uns auf die erste Doppellok mit Güterzug freuten,
fast … aber nur fast, es kam von hinten ein weisse Diesellok auf
Solofahrt. Es war halb 2 und es sollte über 1h dauern bis sich wieder
etwas bewegte auf der Strecke. Es kam dann der von uns erwartete Regio
welcher aus einer blau/gelben Gomulka gebildet war, sehr spezielle
Lackierung.
Dann ging es schlag auf schlag, keine
10min später fuhr der EC aus Ungarn an uns vorbei und wieder 20min
später dessen Gegenzug. Immer beobachtet von einem älteren Herren
welchen seinen Acker am Bahndamm bewirtschaftet hat blieben wir aber
nochmals stehen, ein Regio fehlte noch. Und wieder keine 20min später
kam dieser, diesmal schwarz/rot/grau Lackiert war die Gomulka, hübsch!
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EP 07 211
mit dem EC von Budapest nach Warschau bei Barcice Dolne |
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EP 07 410 mit dem EC von
Warschau nach Budapest bei Barcice Dolne |
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Schon merkwürdig, die Regios fahren da
nur alle paar Stunden mal, auf der Strasse gibt es mit älteren
Überlandbussen aber einen gefühlten 10min Takt, und jeder Bus den wir
gesehen haben war gut gefüllt. Potential wäre also vorhanden …
Dann ging es zur Überstelle, wir freuten
uns schon den ganzen Nachmittag darauf, die Stelle liegt bei Glebokie,
dieses Dorf ist auch im Hintergrund zu sehen. Die Stelle liegt direkt an
der Strasse und dank einer grossen Bushaltestelle kann man auch prima
Parken und im Wagen warten. Wir hofften natürlich wieder auf einen
Güterzug, das einzig was aber sicher kommen sollte war ein Regio von
hinten, in Zweifel aber besser als nichts. Aber schon wenige Minuten
nach unserer Ankunft sah man die erste Wagen hinten durch die Häuser
rollen, wirklich, ein Güterzug kam.
Wir hofften im ersten Moment natürlich
auf eine Doppellok, an der Stelle perfekt, aber auch die ET21 mochte
entzücken. Wenig später brauste von hinten wieder ein Regio durch und
ehe die Sonne ganz verschwand, es war ja schon nach 16 Uhr, wurde
nochmals Adrenalin ausgeschüttet. Vergebens, nur ein komischer
Fahrleitungszug mit Diesellok. |
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Gomulka
nach Novi Sacz bei Barcice Dolne |
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ET21 456 mit einem Güterzug
aus der Slowakei nach Norden bei Glebokie |
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In
unserem Rücke bauten sich die letzten Stunden von uns unbemerkt
Gewittertürme auf, bei uns im Tal drin war es aber noch relativ schön.
Trotzdem machten wir uns aus dem Staub mit dem Ziel Zakopane oder irgend
einem Ort davor mit einem netten kleinen Hotel. Auf einmal, die erste
Regenfront hatten wir durchfahren, sah man aber noch ein paar blaue
Löcher am Himmel und eine Stelle war auch noch in der nähe. So stellten
wir uns in der Hoffnung auf einen Lokbespannten Regio an die Strecke.
Lokbespannt darum, weil er als fast einziger Zug laut Aushang 1 Klasse
haben sollte. Es kam aber nur eine Gomulka im halblicht, diese hatte
aber tatsächlich ein 1 Klasse Abteil ;)
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Regio aus
Novi Sacz bei Glebokie |
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ED 72 014 als Regio nach
Novi Sacz bei Rzeczanow |
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Dann fuhren wir endgültig los bis nach
Novy Targ, auch da hätte ein Hotel sein dürfen, am Taleingang. War aber
nichts .. so fuhren wir mal in Richtung Zakopane und hielten auch immer
einen Blick für die Eisenbahn bereit. In Poronin fanden wir dann mal ein
Schild zu einem Hotel, es lag mitten in einem Wohnquartier und es sah
eher geschlossen als geöffnet aus, auch war nebst unserem vielleicht 1
Auto auf dem Parklatz. Aber die Tür ging auf und ein Zimmer wurde uns
auch angeboten. Für etwas über 100 Zloty, komisches Geld … aber es war
sogar mit Frühstück. Sie fragte dann was für ein Zimmer wir haben
wollen, wir meinten dann, da eh schon Dunkel, egal, möglichst nah an
einer W-Lan Antenne, der Wunsch wurde erfüllt. Und direkt vor dem Zimmer
war ein W-Lan Sender und wir konnten endlich wieder mal ohne auf dem
Boden zu sitzen im Internet nach Wetter und Fahrzeiten gucken.
Die Strecke machte aber für Fotografen
einen relativ schlechten Eindruck, viel zugewachsen, wir hatten schon
ein paar Stellen notiert, aber nichts war der Überbringer auf den ersten
Blick. Und wir rechneten eher mit solchen Stellen wie „drüben“ heute
Nachmittag ;(
Wir fuhren dann noch zum Bahnhof von
Zakopane um mal zu schauen ob man vielleicht noch ein Nachtfoto oder so
machen könnte und um zu Essen. Der Bahnhof macht aber einen wirklich
schäbigen Eindruck, kaum gepflegt, 4 Gleise oder was … und sehr herunter
gekommen, dazu wollten die noch Geld fürs Parken *tsts* ;).
Wir schauten dann vor allem noch nach im
Bahnhof vorbei um ein Kursbuch oder Streckenfahrplan zu erhalten, gabs
auch wieder nicht, aber der Aushang reichte. Soooo viel läuft nicht, und
Güterverkehr gibt’s ja sicher nicht. So diskutierten wir dann beim
anschliessenden Essen die Zukunft, welche wir aber nicht in Polen
gesehen haben sondern wieder in der Slowakei für den nächsten Tag …
Nach dem leckeren Essen fuhren wir
wieder zurück und legten uns mal bald ins Bett. |
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