Tag 46: Samstag, 06.09.2008, Cadca - Cadca, 281km

 

 
 
 

Mit dem wissen von gestern Abend ging es heute auf nach Polen, mit dem wissen das man zumindest auf der Slowakischen Seite der Grenzzstrecke nicht viel machen kann, aber vielleicht in Polen? So ging die Fahrt nach dem Frühstück kauf im Supermarkt nebenan um bereits etwa 8 Uhr los.

Obwohl die Dorfjugend die ganze Nacht Party unter unseren Fenstern gemacht haben waren wir beide erstaunlich fit ;) Am Grenzbahnhof vor der grossen Steigung in der Slowakei stand bereits eine Doppellok mit einem Zug zur Ausfahrt bereit, was uns dazu bewegte ohne grosse weitere Halte durch nach Polen zu fahren. Da suchten wir als erstes den Grenzbahnhof der Polen auf, Zwardon, da drin war aber bis auf eine Modernisierte Gomulka (oder eben nicht ;)) nichts spannendes zu sehen, die Lok  für den P-Zug stand schon bereit, sonst war alles leer. Nach unser Ankunft rollte noch der Güterzug mit der Doppellok ein und blieb stehen, warum genau wissen wir nicht weil wir uns dann verdrückt haben.

Es kann aber sein das die Lok dann solo zurück in die Slowakei gefahren ist um den zweiten Zugteil zu holen - die Züge werden da nämlich getrennt für die Rampe. Wir fuhren dann die nächsten Streckenkilometer mit dem Wagen ab, fanden aber überhaupt nichts was auch nur entfernt nach einer Stelle ausgeschaut hätte. Die Polen haben anscheinend ein Talent ihre Bahnstrecken hinter Wäldern und Buschreihen zu verstecken.

Wir schauten uns dann an und waren uns einig, so wird das nix, da muss ein neuer Plan her, also zogen wir die Karte zu rate. Auf einmal "entdeckte" Daniel am oberen Kartenrand Oswiecim ... *hmmm*, ja warum eigentlich nicht, ich war sofort dafür. Daniel war vor Jahren schon mal da, ich noch nie ... und so war der Plan gefasst. Wir fahren ins KZ Museum von Auschwitz.

 

KZ Auschwitz

  811 025 wartet im Bahnhof von Cadca auf neue Arbeit
 

Die 50km zum Museum legten wir flott zurück und schon standen wir am Eingangstor. Die nächsten 6h verbrachten wir dann in den beiden Museumsteilen, sehr eindrücklich und sehr gut gemacht. Auch sehr löblich finde ich die Art der Vermarktung, es wird überhaupt nicht Kommerziell ausgeschlachtet das ganze, was nicht selbstverständlich ist. Der Eintritt ist frei und bis auf eine Parkgebühr in moderater höhe ist alles komplett Kostenlos. Wir schlossen uns keiner der zahlreichen Führungen an (welche sicherlich auch sehr interessant wären) sondern erkundeten das Gelände auf eigene Faust. Ausgepowert und voll mit den Eindrücken fuhren wir dann direkt zurück nach Cadca, welches wir um etwa 18 Uhr wieder erreichten. Um zu Essen war es zu früh, also erkundeten wir mit dem Wagen noch die Büchsenstrecke nach Makov  für den morgigen Tag.

Der Zufall wollte es das wir pünktlich auf eine Büchse nach Cadca an der Strecke standen, bereit um eine Büchse nachzuschiessen. Mit dem Hänger welche sie dabei hatte rechneten wir dabei nicht, so wurde das Foto natürlich nix.

Zurück im Hotel Ego mussten wir mal noch unser Geld zählen, viel war nicht mehr da und so sahen wir uns gezwungen beim Abendessen die Beträge zu zählen bevor wir bestellten. Jeder hatte maximal 200 SKK zur Verfügung, also 10.- CHF. Wir kamen dann günstiger weg als geplant, mussten aus dem Grund aber auf das zweite Bier verzichten ;).

Zurück im Zimmer widmete sich jeder den Dingen die er mochte, ich ging bald schlafen und von Daniel hab ich erfahren das er noch Tagesberichte nachgeschrieben hat und den TV bis spät in den Abend hinein beansprucht hat ;)

 

 
   
 

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