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Wechseltag, mal wieder .. diesmal ins CD
Land, nach Tschechien. Als Ziel haben wir uns mal so die Region östlich
von Ostrava ausgesucht, da gibts nochmals Grenzübergänge nach Polen und
noch einige Büchsenstrecken welche recht interessant sein könnten ;)
Erstmal wollten wir uns heute aber um
die Büchsen in der Slowakei kümmern, auf der "Geister KBS 218" welche im
Kursbuch nicht existiert. Irgendwie sind wir gestern Abend aber ohne
Absprache ins Bett wann wir heute aufstehen wollte, aus dem Grund war
niemand so wirklich bereit in seinem Zimmer den ersten Schritt zu tun
und auf zu stehen ;)
Es war dann irgendetwas nach 9 Uhr als
ich aufstehen wollte und gleichzeitig das Telefon in meinem Zimmer
läutete. Es war dran, das Zimmer 105 vom Wipf und er fragte ganz scheuch
ob wir denn nicht aufstehen wollen. Wir taten es und nach dem frisch
machen versammelten wir uns bei Daniel im Zimmer und schauten uns mal
den Fahrplan der Büchsenstrecke an. Es sah nicht gut aus, es sollte eine
Büchse nach hinten fahren und zwei von da kommen .. bedeutet zwei
Fahrzeuge (eins von hinten und eins nach hinten und zurück). Aus den
Sichtungen wissen wir dass die Einsatzstelle sicherlich über mehr als
eine Neulackbüchse verfügt, es könnte also arg in die Hose gehen.
Wir entschieden uns dann die Büchse die
nach hinten fährt mal zu verfolgen, sollte es eine orange sein bis nach
hinten, sollte es eine Neulack sein wollten wir in der Mitte der Strecke
wo die beiden Züge sich kreuzen den Zug "wechseln" und mit dem Gegenzug
nach vorne fahren, sofern es dann eine orange Büchse ist - klingt alles
unheimlich kompliziert, aber es funktioniert ;)
Bis zu dem Büchsenzug waren es aber noch
fast 2h hin .. und was tut man am morgen mit zuviel Zeit? Genau, mit
Einkaufen und Essen verdaddeln, unser Problem war jetzt nur noch das wir
gestern Abend unsere Kronen relativ genau aufgebraucht haben. So kramten
wir beide unsere letzten Slowaken Krone zusammen und wir kamen auf ganz
genau 30 Kronen - was etwa 1.5 CHF entspricht. Mit diesem Geld wollten
wir uns jetzt Frühstück kaufen ;) Es reichte für zwei Jogurts, zwei
Brötchen und ein Dessert in form von einem Riegel ... es blieben nach
dem bezahlen noch 2 Kronen, also etwa 10 Rappen *wow* - aber versucht
mal bei uns für 1.5 CHF oder 1 Euro ein Frühstück für zwei zusammen zu
kaufen, das klappt mit Sicherheit nicht.
Wir setzten uns dann an die erste Stelle
nahe Staskov
und warteten im Schatten mampfend auf
die Büchse aus Cadca, über eine Stunde, aber man hat ja sonst nix zu
tun. Pünktlich auf die Büchse stellten wir uns an den Haltepunkt und
warteten gespannt auf was da kommt ... und es kam was wir uns erhofft
hatten, ein oranger 811, mit einem altlack Beiwagen welcher in einem
grässlichen Zustand ist (das wünschten wir uns nicht). |
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811 022
mit Beiwagen im HP Staksov Zast. |
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811 022 als Regio von Cadca
nach Makov kurz hinter Staksov |
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Wir schossen den Zug und verfolgten ihn,
bis zum Endbahnhof erwischten wir ihn noch 3*, hinter Staskov an einem
BÜ, in Sulkov Potok
auf offenem Feld und an der
Dorfdurchfahrt von Turzovka.
Dann gelangten wir wegen eines
Fehlversuches für eine Stelle hinter einer Kolonne welche sich an einem
BÜ gebildet hatte, dank den schleichern vorne dran gelang es dann nicht
mehr die Kiste bis zum Endbahnhof an einer Stelle zu machen, was aber
relativ egal war. Am Endbahnhof gaben wir uns dann noch das Umsetzen der
Büchse. |
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811 022
nach Makov am Dorfausgang von Turzovka |
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811 022 hat mit seinem
Beiwagen aus Cadca kommen Makov erreicht |
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Dazu musste die Zugbegleiterin im
Bahnhof die Weichenschlüssel holen und dann die ganzen Weichen
aufschliessen und umstellen - alles in allem dauerte es etwa 10min bis
die Büchse um den Beiwagen herum umgesetzt hatte - ganz schön mühsam.
Wir hätten die Büchse nun natürlich auf der Rückfahrt noch machen
können, an etwa zwei Stellen im Licht, aber irgendwie hatten wir die
gesehen ..., also weiter.
Unser Weg führte dann weiter in das Tal
hinein über die Slowakisch Tschechische Grenze welche wieder mit einem
neu wirkenden Bau sehr gut ausgestattet war. Da ging auch viel Geld rein
das man sich hätte sparen können ;)
Über das CZ Hinterland fuhren wir dann
immer dem Navi nach unserem Ziel entgegen, bis wir dann auf einmal am
Strassenrand in einem Dorf eine Büchse entdeckten! Huch, schon wieder
Eisenbahn .. die gesehene Büche stand im Bahnhof von Ostravice und
sollte laut Kursbuch bald hinter uns her fahren, zumindest an Werktagen,
was wir aber erst merkten als wir schon 5min an der Stelle standen ;).
Das Wetter an sich war aber hier in
Tschechien eher labil, es war sehr bewölkt und die Sonne schien nur mit
viel Glück durch die Wolken. Aber die 30min warten welche nötig gewesen
wäre bis die Büchse kommt wollten wir nicht, soo viel sind uns die
Kisten dann auch nicht Wert.
So fuhren wir weiter dem Navi nach bis
wir den ersten Supermarkt fanden, wir brauchten erstens etwas zu Trinken
und zweitens noch CZ Kronen. In einem Nonstop Tesco fanden wir was wir
fanden, sowohl Bancomat (welchen wir erst für eine Kinderspielecke
hielten bis uns der Wachmann den Automaten zeigte ;)) als auch etwas zu
Trinken. Sogar ein Döner lag noch drin, mit echtem Dönerfleisch aus
Berlin (das versprach zumindest die Werbung am Dönerwagen). |
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811 022
setzt sich an den Beiwagen in Makov |
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Büchse 810 191 verlässt den
Grenzbahnhof Petrovice u Karvine gen Ostrava |
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Gestärkt ging es auf die letzten paar
Kilometer bis nach Karniva, wo wir um kurz nach 15 Uhr erstmal eine
Bleibe für die nächsten Nächte suchen mussten. Im Navi ist eine ganze
menge drin und wir begannen uns mal von oben durch die Liste zu
arbeiten. Im Hotel Sport war nur für die nächste Nacht etwas frei, für
den Notfall ok, aber nicht die Idee. In der Pension 1 in der Innenstadt
war anscheinend ganz voll und so blieb uns noch ein Versuch in der
Innenstadt, die Pension Arno.
Wir klingelten und jemand der nicht
Englisch und Deutsch sprach kam dann runter. Sie meinte dann nur
"Moment" und verschwand wieder .... was uns nach 2min warten etwas
komisch vor kam.
Daniel wollte schon gehen und ich war
nur eine Sekunde davon entfernt zu sagen, ok, weg hier, als sie wieder
kam und meinte das es ok sei. Mit Händen und Füssen konnten wir ihr dann
erklären wie lange wir bleiben wollen und sie erklärte uns mit Händen
und Füssen was der Spass kosten sollte. Wir sind nun im Zimmer 1
einquartiert mit Blick auf den grossen Platz der Stadt, wo auf einer
Bühne vorhin noch ein Orchester zum Konzert lud. Die Lage ist also Top,
Parkplatz gibt’s auch direkt vor dem Haus .. das Zimmer ist riesig, mit
riesen Sat. TV, Kühlschrank und natürlich W-Lan (was immer mehr zum
Standart zu werden scheint). Ja sogar das Frühstück ist inklusive, und
das alles für 990 Kronen pro Nacht für beide. Ist zwar nicht extrem
günstig, aber für die gebotene Leistung sehr gut. Beim durchlatschen der
kleinen aber feinen Innenstadt fanden wir auch noch ein Lokal für das
Abendessen, daran dachten wir zwar schon, Zeit dazu war es aber noch
nicht. Fragt sich was man mit dem angebrochenen Nachmittag noch machen
will ... und wir taten dass, was wir immer tun, (nein, nicht Essen),
Strecke abfahren um zu merken das nichts geht ;)
Im Ernst, wir schauten uns mal die
Strecke nach Polen an und fuhren dazu als erstes den Grenzbahnhof an, er
liegt noch auf CZ Seite in Petrovice u Karvine.
Wir fuhren auf den Bahnhof zu und sahen schon bevor wir auch nur irgend
etwas anderes sahen zwei PCC 311D stehen ... *goil*! Schnell gingen wir
raus und schossen ein Foto von den Kisten, im Bahnhof stand ansonsten
noch eine CD Cargo Lok mit Autozug und eine Büchse mit gelben
Warnstreifen auf der Front - sieht chic aus ;). Diese Büchse setzte sich
dann auch kurz danach in Bewegung und wir schossen sie bei der Ausfahrt
sogar im Licht.
In der Ferne am anderen Bahnhofsende
erkannten wir wie sich gerade eine weitere PCC Trommel an einen Zug
setzte und wohl im laufe der nächsten Zeit dahin verschwinden wird. So
war der Fall umso klarer, rein nach Polen, egal wie, aber so eine Lok
muss vor einem Zug her, wenn nicht heute dann später.
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311D 19
von PCC nebst 182 163 im Bahnhof von Petrovice u Karvine |
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EN57 1951 Ra als Regio von
Polen nach Ostrava in Petrovice u Karvine |
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Heute wurde es dann nichts, weil das
Licht bis auf eine Stelle (im Wald) nirgends passte und auch sonst nicht
viele Stellen rum sind. An der Strassenbrücke bei Drogomysl
gibt es etwas was wir mit zwei sich
dicht folgenden Güterzügen probierten, und dann weiter hinten gäbe es
noch ein BÜ, am Fotogensten ist da noch der Abschnitt direkt hinter der
Staatsgrenze, es geht also was, und das werden wir an einem schönen Tag
sicherlich auch ausprobieren.
Zurück am Bahnhof schauten wir uns die
PCC Loks nochmals etwas genauer an, genau so wie ein Neulack Knödel und
eine Schlumpfinen 742.
Dazwischen kam noch eine Polen Gamulka
auf dem Weg nach Ostrava vorbei, welche wir ebenfalls schossen. Alles in
allen, es ist gut was los auf der Strecke, der Verkehr aber relativ
langweilig bis auf die PCC Loks - die Staatsbahn selber fährt wohl vor
allem mit den ET22 in den Bahnhof.
Anschliessend fuhren wir zurück in die
Pension um nach dem Duschen etwas zu Essen auf dem Platz.
Und morgen ... ja morgen, ääh, das
Wetter soll schlecht werden, was eignet sich da besser als eine kleine
Eisenbahnfahrt? Nichts genau, deshalb wollen wir das auch machen, mal
Strecken abfahren um nach der „Fuzzbarkeit“ Ausschau zu halten.
Das Internet nutzten wir dann im laufe
des Abends noch dazu um auf der zelpage.cz heraus zu kriegen wo
interessante Kompositionen verkehren, also alles ausser Büchsen und
Schneewitchensärgen ;)
Jetzt schauten wir noch ein wenig Fern
um die letzten Minuten von diesem Sonntag durch zu kriegen .... und in
einer Woche liegen wir im Bett zuhause und "freuen" uns auf den ersten
Montag nach dem Urlaub *ächts*. |
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