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Heute stand mal
wieder ein grösserer Wechsel an, unser Ziel lag weit im Westen.
Ausgesucht haben wir es uns gestern Abend noch nachdem wir im Internet
Bilder vom Hofbauer seiner 4010 Abschiedstour gesehen haben. 4010 der
ÖBB, jaja, eine Baureihe die uns eigentlich auch noch fehlt, und so war
dann nach kurzer Evaluation klar, wir fahren für die letzten zwei Tage
ins Ösireich. Da man dieses in einem Tag aber nicht wirklich erreicht
und wir den heutigen Tag ja noch nutzen wollten suchten wir uns als Ziel
Ceske Budejovice heraus, da kannten wir noch einen Campingplatz mit
Cabins.
Der erste Teil vom
Tag wollten wir an der Dieselpiste nach Hulin verbringen, den zweiten
Teil an der Hauptstrecke nach Prerov. Es passt alles als wir um 7 Uhr
motiviert aufgestanden sind, Wetter war wieder ausgezeichnet, wir waren
kaum mehr müde und es konnte losgehen. Nach dem Frühstück welches sich
qualitativ (und quantitativ) wieder hervor hob und dem zusammenräumen
unseres Krempels bezahlten wir noch eben und verliessen dann ein
letztes mal die Pension Aldo, aber nicht ohne uns mit Visitenkarten
einzudecken, wer weiss .. vielleicht ja mal wieder.
Wir fuhren dann über
das Tessin und Frydek Mistek zu der ersten von uns angekreuzten Stelle
auf der Karte von der Bahnfahrt. Kuncice pod Ondrejnikem heisst die
Ortschaft, in dessen nähe wir uns aufstellten in eine Kurve.
Wir waren da, die
Stelle war noch da, die Züge waren auch da, nur jemand fehlte noch nach
unserer Ankunft um kurz vor 9 – die Sonne! Unsere Kurve war noch im
Schatten, da wir den ersten Brillenzug aber erst in etwa zwei Stunde
erwarteten wollten wir einfach mal warten, sicherlich nur eine Frage de
Zeit bis die Kurve voll im Licht ist.
Wir hatten aber kaum
geparkt und uns mal eingeschossen da ging der Bahnübergang auf dem
Feldweg vor uns runter, er ist etwa 2km vom Bahnhof entfernt, wird aber
per Seilzug bedient ;) Und der Feldweg hat ein BÜ, die Strasse zu den
paar Häusern auf welcher wir gekommen waren hingegen nicht, verkehrte
Welt.
Der BÜ war unten und
es dieselte von der richtigen Richtung, es kam dann der wohl tägliche
Nahgüterzug, mit einer Nähmaschine im Licht .. und immer diese süssen
Begleitwagen ;) |
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742 377
mit einem Nahgüterzug rgt. Ostrava bei Kuncice pod Ondrejnikem |
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843 mit Büchsenhängern als
Regio nach Ostrava bei Kuncice pod Ondrejnikem |
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Für den folgenden
Regio, ein Schneewittchensarg, liefen wir dann mal ans andere Ende der
Kurve um ihn im vollen Licht erlegen zu können, was nach einer Stunde
warten auf einer sonnigen Wiese um etwa 10 Uhr auch prima gelang. Zurück
am Wagen dauerte es erneut 1h bis der nächste Zug folgen würde, diesmal
aber ein Brillenexpress. Ostrava hat nicht viele bunten Brillen,
trotzdem hofften wir natürlich auf eine, wurden aber enttäuscht. Bis auf
den Schienenräumer war alles normal langweilig.
An die nächste
Stelle hatten wir es nicht weit, gleich schon hinter Frenstadt pod
Radhostem, der nächsten Ortschaft, haben wir uns die nächsten fotogenen
Meter notiert. Da der nächste Zug aber weit über eine Stunde entfernt
lag mussten wir uns die Zeit irgendwie vertreiben, und dies taten wir
mit einem zweiten Frühstück in der Sonne.
An den Stellen
wollten wir insgesamt 4 Züge schiessen, davon ein Brillenzug und drei
843, so sagte es die Zelpage voraus, und sie sollte wieder mal recht
behalten. |
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754 040
mit einem Regio nach Ostrava bei Kuncice pod Ondrejnikem |
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843 003 nach Ostrava hinter
Verocive |
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In der wirklich
netten Landschaft zwischen Frenstadt pod Radhostem und Verocive erlegten
wir erst einen Sarg nach Osten, dann einen nach Westen, dann einen nach
Osten und zum schluss um nun schon 4tel vor 2 einen Brillenzug nach
Ostrava. Leider war aber dieser wieder mal mit einer langweiligen braun
/ grünen Brille bespannt.
Der sehr maue
Verkehr auf der Strecke und die, seltenen und langweiligen Brillen
vertrieben uns danach an die Hauptstrecke, obwohl wir noch einige
Stellen offen hatten auf der Karte. |
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843 als
Regio nach Hulin in der nähe von Verocive |
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843 von Ostrava mit
Büchsenhängern bei Verocive |
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Das wechseln auf die
Hauptstrecke war eine glatte Sache, da die Parallel laufende Strecke
keine 20km weit von uns entfernt war. Die rausgeschriebene Stelle hatten
wir dann nach bereits 30km erreicht. Die Sonne am Kirchenblick von
Jesenik nad Odrou war gerade am reindrehen und die Stelle mochte uns
gefallen. So parkten wir auf dem Feldweg daneben und warteten mal auf
die Züge.
Beim anfahren der
Stelle fuhr uns ein Post-Knödel in den Rücken und kaum waren wir an der
Stelle noch ein Post-Gorilla, wir hofften natürlich, dass diese beiden
Loks nach der Wende in Bohumin wieder zurückkommen werden.
In den nächsten 2h
Stunden rollte es gewaltig, Knödel in allen möglichen Farben, mit Güter
und Personenzügen, eine 130 schaute vorbei, die beiden Postloks, eine
460er Regiokiste und sogar eine Schlumpfine. Wir waren nicht lange da,
da fuhr ein Skoda Kombi auf dem Feldweg an uns vorbei und parkte kurz
dahinter. Wir stellten uns bereits auf eine kleine Diskussion ein mit
einem Anwohner als der Fahrer wenig später mit Sack und Pack und Leiter
daher gelaufen kam. Aha?! Da war es wieder, unsere Motivklingel hatte im
richtigen Moment geklingelt, denn wenn die Einheimischen an eine Stelle
kommen kann sie so schlecht nicht sein für die Strecke ;)
Er baute dann seine
Ware auf und wir kamen mit ihm, in Englisch, ins Gespräch. Ein Vollzeit
fuzzy war es, für den Railvolution Verlag. Und er war nur wegen der
Schlumpfine gekommen ;)
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362 121
mit einem R rgt. Brno bei Jesenik nad Odrou |
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151 014 (Post) mit einem R
nach Prag bei Jesenik nad Odrou |
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Er, ein Tscheche
natürlich, war ein absoluter Stadler-Fan (sei auch schon in der Schweiz
gewesen auf Einladung ect.) erklärte uns dann warum seiner Meinung nach
die CD die schlimmste Eisenbahn auf dem Kontinent ist ;) Büchsen mochte
er nicht, die RegioNova schon gar nicht, mit den neuen Loks kann er sich
nicht anfreunden ect. Ich sah in ihm dann mich, wenn ich über die
Schweiz rede ;)
Dann geschah wieder
etwas merkwürdiges, es kam NOCH einer! Diesmal ein älterer, er konnte
ein wenig Deutsch und mit ihm unterhielten wir uns dann, nachdem der
andere mit dem Schlumpfinenbild im Sack zusammenräumte.
Aber auch wir
räumten dann bald zusammen, es war etwa 16:30 und die Sonne hatte den
idealen Winkel bereits wieder verlassen.
Nun stand der lange
Weg nach Ceske Budejovice auf dem Plan, etwa 4h veranschlagte da unser
Navi für. Was eine Ankunft so um 21 Uhr bedeutet, kam uns aber gerade
recht.
Wir schworen uns
diesmal dem Navi nicht einfach Blind zu vertrauen und kontrollierten die
Route kurz vor der Abfahrt. Wir wollten nicht zu viel Autobahn fahren
und dafür einen riesen Umweg für ein paar Minuten Zeitgewinn in Kauf
nehmen, aber auch nicht nur über Land gondeln weil kürzer. Als es dann
aber dunkel wurde irgendwo auf der Autobahn hinter Brno dachten wir nur,
ääh, das steht dann schon nach Ceske auf einem Schild wenn es soweit
ist, wir folgen einfach den Schildern. Als das Navi dann auf einmal von
der Autobahn runter wollt folgten wir, weil in der grossen Kontrolle sah
es direkt aus ;). Es ging dann aber erstmal viele Kilometer durch das CZ
Hinterland auf nicht wirklich grossen Strassen … wir verfluchten das
Navi und unsere Faulheit der Kontrolle wieder mal ein wenig.
Im nachhinein
betrachtet fuhren wir aber den direktesten Weg, sogar google.maps
schlägt die gefahrene Route als schnellsten Weg vor. Sooo falsch konnte
es also nicht gewesen sein ;)
Um kurz nach 21 Uhr
erreichten wir dann den bekannten Campingplatz, obwohl nirgends
aufgeführt reichten unsere Erinnerungen um ihn direkt ansteuern zu
können. Wir schnappten uns bei der Deutsch sprechenden Dame an der
Rezeption eine Hütte und gingen anschliessend noch in die Stadt kurz
etwas Essen.
Zurück im Haus
schlossen wir unsere Planungen für den morgigen Tag im Ösireich ab. Nach
einem 4010 am morgen wollen wir uns an der Westbahn etwas die Zeit
vertreiben, masste statt Klasse, aber Wurscht! |
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