Tag 51: Donnerstag, 11.09.2008, Ceske Budejovice - Windischgarsten, 460km

 

 
 
 

Da ist er schon wieder, der zweitletzte Urlaubstag *chlöhn*. Dieses Ceske Budejovice bedeutet ja bisher immer, dass der Urlaub zur neige geht. Müssen wir mal ändern und gleich zu beginn eines Urlaubs dorthin fahren, damit wir die Stadt auch mal mit einer Grundsätzlich positiven Stimmung kennen lernen ;)

Wir standen heute aber zeitig auf, hatten schliesslich noch mehrere Ziele vor Augen welches auch ein zeitiges aufbrechen erforderte. Vor allem das Ziel den ersten 4010 IC nach Linz zu erwischen. Wo wir dies machen wollten war nicht klar, wir hatten keine Stelle, aber auf der Landkarte sah alles um Neuhofen an der Krems recht nett aus. Und bei unserer Motivklingel geht da sicher was, dachten wir uns zumindest.

So gegen halb 10 erwarteten wir den IC da in der Gegend, laut Navi brauchen wir so etwa 2h, sagen wir 2:30 im Morgenverkehr, und so wollten wir um 7 Uhr aufbrechen in Ceske. Gelang auch, denn das Wetter meinte es erneut gut mit uns.

So fuhren wir über Freistadt wo wir uns ein Pickerl zogen weiter über Linz bis in die Zielgegend. Wegen einem kleinen Verfahrer in Linz wurde es dann aber doch noch mal Eng und wir hatten nicht ganz so viel Zeit zur Stellensuche wie erhofft.

Kurz vor Neuhofen an der Krems wurden wir dann aber fündig und wir stellten uns über einen Bahnübergang mit einem netten Landschaftsblick. Der BÜ ging dann auch sofort runter und wir dachten nur, glück gehabt! Es kam aber nicht der 4010 sondern ein Güterzug mit einer 2070 gefolgt von einem Talent Regio. Erst um 9:35 rollte dann der 4010 an uns vorbei. Zum Glück konnten wir in beide Richtungen schiessen, weil die Lok hing nicht da wo wir uns es erhofft hatten. Der Zustand von 4010 008 samt Anhängsel war aber sehr bescheiden, man sieht, dass die ÖBB seit Monaten nichts mehr an den Garnituren gemacht hat.

Nach diesem IC waren wir erstmal zufrieden, genug 4010 für heute, weil der Gegenzug fährt aktuell bereits nicht mehr richtig im Licht nach Graz bzw. Steuerwagen voraus.

So verdrückten wir uns an die Westbahn, ohne genau wissen wohin, ich hatte nur noch ein paar Stellen vor einem Urlaub 2005 im Kopf und wir haben uns im Internet mal noch einige Ortsnamen notiert wo etwas gehen sollte.

Ein erstes mal Glück bei der Stellensuche hatten wir in Schwaigern um kurz vor halb 12, so recht sah es zwar nicht aus von der Strasse aber wir packten die Motivation unter den Armen und zogen sie mal mit an die Stelle. Zum Glück! Denn das Signal sprang auf  grün und keine 20sec. Nach dem erreichen der Stelle rollte 1116 201 an unseren Linsen vorbei gen Salzburg. WOW, Glück gehabt! Und die Stelle war dazu noch wirklich nett.

 

4010 008 samt Anhängsel als IC nach Linz bei Neuhofen an der Krems

  1116 201 im definitiven Railjet Lack mit einem IC nach Salzburg bei Schwaigern
 

So blieben wir da eine Stunde, ausser roten Tauris vor EC Transalpin und Güterzug kam aber nix mehr.

Weiter gings nur wenige Kilometer weiter bis zum Haltepunkt Pöndorf, da ging wieder etwas, jedoch nun für Züge nach Wien. Da wir vor allem natürlich scharf auf EM Tauris waren und an jedem Zug von hinten ein solcher kommen könnte entschlossen wir uns, uns zu trennen. Ich fuhr nach einer Regiokreuzung weg an eine Stelle für Züge aus Wien, während Daniel da verblieb um die Züge nach Wien zu schiessen.

Ich kam an „meiner“ Stelle nahe Eck an als gerade eine 101 mit einem IC nach Salzburg durchrollte .. und ich musste feststellen, Sonne = Achsig. Mist … aber ich blieb mal, dank Kurve dreht die bald rein.

Mit Daniel habe ich abgemacht das wir uns jeweils per SMS spezielle Züge ankündigen, und es dauerte keine 5min bis ich ganz hastig mein Handy hervorkramte und schrieb: „1116 201 mit IC zu dir“. Es dauerte nicht lange da wiederholte sich das Spiel, diesmal aber mit SZ 541 im SMS. Dann war WIEDER ich an der Reihe, Railjet Testlok mit kurzem Güterzug zu dir. Zusätzlich hing ich der SMS noch an, dass er auch mal was melden soll, es werde langweilig. Kaum geschrieben kommt die Meldung, Portugal Taurus zu dir. AAH, endlich mal EM Kiste. Das Licht war aber nicht wirklich ideal, wie auch die Stelle. Da hatte es Daniel sicher besser. Immerhin, die Sonne wurde besser und wir machten ab, nach dem nächsten Fernverkehr zusammen weiter zu suchen. Zuerst meldete Daniel aber fleissig Züge, so das wir etwas auf Gleichstand kamen bei der Zusammenkunft. Er meldete mir noch einen Zug mit Dispolok und eine 541 hinter einer 1216. Mit dem trennen hatten wir also alles richtig gemacht … sehr gut!

 

 

Regiokreuzung kurz hinter der Station Pöndorf

  1016 034 im Railjet Testlack mit einem kurzen Güter nach Osten

 

SZ 541 mit einem kurzen Güterzug nach Osten bei Pöndorf

  ES 64 U2 014 mit einem langen Stahlzug nach Westen bei Ederbauer
 

Es war 14:30 und wir taten uns recht schwer eine weitere Stelle zu finden welche uns mundete, es dauerte ziemlich genau eine Stunde bis wir nahe Hilgertsheim eine neue Stelle bezogen. Dazwischen lagen aber noch 5min Diskussion mit einem Polizisten und Geldabheben bei einer komischen Bank in einem Ort.

Der Polizist hatte langweile und will uns beim Überholen über eine Sperrfläche gesehen haben von seinem Standpunkt aus. Unmöglich weil, 1) überholten wir schön auf der Überholspur und zogen zeitig wieder rein, 2)kann er das von sich aus unmöglich gesehen haben. Kollege sass keiner im Busch, weil dann hätten sie uns noch angemacht weil etwa 5km/h zu schnell an der Stelle vorbei fuhren. Aber er bestand darauf, wollte Ausweis sehen ect. Es war so ein typischer Österreicher (SORRY!), einer derer, die das Nein schon im Gesicht geschrieben haben … total unfreundlich. Irgendwie passte es ihm auch nicht, dass Daniel, welcher gefahren ist nicht von seinem Standpunkt abrückte, dass er nichts falsch gemacht hat. Irgendwann wurde es dem Polizist dann zu dumm und er liess uns fahren. Aber so heisst einem die Österreichische Bevölkerung willkommen, immer wieder schön ;)

An der Stelle war die Sonne schon recht weit rum, so kam dann nur noch ein IC und ein ÖC im Licht, ehe wir uns weiter nach Westen verdrückten. Aber nicht weit, weil Weng, der letzte von uns notierte Ort war schnell erreicht, leider mit der Erkenntnis, da geht  nix! 

Wir standen dann auf dem Feld und überlegten uns nur, waaas machen? Schon gen Selztal lohnt sich nicht. Rumänien als Lokzug nach Osten nahm uns dann diese Entscheidung ab. An ein Verfolgen war natürlich nicht zu denken, aber im Bahnhof von Steindorf haben wir einige leere Wagen gesehen, vielleicht fährt de Rumäne ja dahin. So fuhren wir fix zum Bahnhof um zu sehen, dass kein Rumäne da war weit und Breit. Dafür lenkten zwei 2016 unsere Blicke auf sich, eine vor einem Schlierenzug und eine welche gerade am Rangieren war vor einem Kesselzug.

Wohin die fahren war klar, Richtung Braunau am Inn, über eine schmucke kleine Nebenbahn, daran kann ich mich aus 2005 noch erinnern, sogar mit Formsignalen in einem Bahnhof, nur, in welchem?

Wir versuchten dann über das Kursbuch mal heraus zu bekommen wann der Schlierenbomber los fährt, kamen aber zur Erkenntnis, nicht mehr heute wohl.

Dafür machte sich der Kesselzug gerade auf nach Norden, also fix hinterher. An einem BÜ schauten wir ihm zu wie er sich langsam nach Norden aufmachte, und an der nächsten Kreuzung standen wir erstmal, was ein Verkehr in der Gegend! 

Wir hatten die Verfolgung schon aufgegeben, zum Spass sind wir aber noch schnell zum Bahnhof von Friedburg gefahren, vielleicht steht er ja da. Und tatsächlich, er stand in der Ausweiche, Grund dafür erkannten wir nicht, weil Regio war keiner dran, vielleicht ein Güterzug? Nein, auch nicht, den kurz nach unserer Ankunft setzte sich der Zug wieder in Bewegung, als wenn er auf uns gewartet hätte.

 

 

2016 069 mit einem Kesselzug nach Braunau am Inn bei Friedburg

  2016 069 mit einem Kesselzug nach Braunau am Inn bei Bach
 

So nahmen wir die Verfolgung auf und bei Bach gelang uns ein zweites Foto. Bei Munderfing, dem Bahnhof mit den Flügelsignalen, kreuzte der Zug mit dem Regio, so kriegten wir ihn wieder. Verdeperten aber dann ein Foto weil ich unbedingt ein Signal mit auf dem Bild haben wollte, was nicht wirklich klappte.

Weiter gelang leider nur noch ein Querschuss kurz vor Mattighofen, da blieben wir dann im grässlichen Verkehr stecken, keine Chance den Zug nochmals zu kriegen.

So wendeten wir und fuhren zurück, nun auf in den Pyrn, weil die Sonne hatte sich nun hinter einer diesigen Sabberschicht versteckt und schien nur mehr sehr diffus.

So schlugen wir auf der Autobahn den Weg nach Graz ein um ein Bett in der Gegend um Windischgarsten oder Spital am Pyrn zu suchen.

Windischsgarsten rollten wir dann von hinten auf, aber schon am Dorfeingang trafen wir auf eine Pension, der Parkplatz war zwar leer, aber es brannte Licht, und so gingen wir mal fragen, ob man den ein Bett haben könne für die Nacht. Sehr freundlich (keine Ironie suchen, ist wirklich wahr ;)) wurden wir empfangen und uns ein günstiges Zimmer angeboten in dem Haus. Es ist mehr eine Familie welche ein paar Zimmer vermietet, aber wunderschöne Lage zu günstigen Konditionen.

Da wir den ganzen Tag nichts Richtiges gegessen hatte war ein Abendessen unumgänglich, die Frau des Hauses fragte uns dann, ob sie uns noch etwas Kochen soll. Wir lehnten aber dankend ab, die gute soll sich mit uns bloss keine Arbeit machen! So erfragten wir dann ein gutes Lokal im Dorf und gehen da gleich hin … *mampf*.

 

 
   
 

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