Tag 52: Freitag, 12.09.2008, Windischgarsten - Schweiz, 710km

   

 
 
 

So, der letzte Urlaubstag war es heute, da sitze ich im Auto mit dem Laptop auf dem Schoss und tippe diese Zeilen hier. Gerade haben wir die A3 erreicht und nun geht es immer auf den Hinwil, keine Stunde dauert es mehr und es ist kurz vor Mitternacht.

Der gestrige Abend hatte es aber noch mal in sich, er verdient es, der letzte Abend gewesen zu sein ;)

Wir liefen gemütlich ins Dorf und setzten uns in die vorgeschlagene Gaststätte, sehr urchig alles eingerichtet, erinnert mehr an ein Wohnzimmer als eine Gaststätte, aber egal, eine Karte konnte man uns geben und einen Tresen hatte es auch.

Da machten wir den ersten Fehler beim Bestellen der Getränke. Wir fragten, welches das beste lokale Bier sei auf der Karte, ALLE meinte der Wirt und wir sagten, na denn, dann beginnen wir mit dem obersten auf der Karte.

Zum Essen bestellten wir dann je eine: „a Fuhr Mist“, sehr geil! Eine Grillplatte serviert mit Pommes in einer Schubkarre aus Holz, a Fuhr halt!

Als das Essen kam waren wir in der Bierkarte schon etwas weiter unten und als wir das Lokal verliessen hatten wir sie durch ;) Aber wirklich lecker Bier da aus der Gegend!  Heieiei, der Weg zurück zur Pension tat dann aber gut und wir fielen schnarchend ins Bett, aber nicht ohne den Wecker noch zu stellen ;).

Am nächsten morgen mussten wir „extrem früh“ raus, zumindest machten wir uns deswegen beim ins Bett gehen noch sorgen. Den um 7:30 sollte der erste 4010 aus Linz nach Graz kommen, da wir die Gegend nicht kannten wollten wir um 7 Uhr los, was ein aufstehen um 6:30 nötig machte, doch ganz schön früh.

Wohl aber auch dank dem Alkohol ging das aufstehen ohne Probleme von statten und es ging uns erstaunlich gut, die Fuhr Mist hatte eine gute Grundlage geschaffen ;)

Wir fuhren dann mal die Strecke ab bis nach Spital um festzustellen, dass noch gar nichts im Licht war. Die einzigen Stellen welche in der Sonne lagen warten total unmöglich zu machen. Und so stellten wir uns an die Stelle wo die Chance am grössten war und hofften auf einen verspäteten Zug. Nebst und war noch ein Herr aus dem Ruhrgebiet anwesend welcher wie wir noch vor dem Frühstück den ersten Zug erlegen wollte. Wie wir hoffte er auf Verspätung und wie wir wurde er „enttäuscht“, der Zug kam Pünktlich und die Sonne wenige Minuten danach.

Kein Problem aber, denn in etwas über einer Stunde folgte der Gegenzug, und der kommt da sicher im Licht. So war es dann auch, nach einem Einkauf im Spar von Windischgarsten standen wir und der Deutsche pünktlich für den IC wieder an der Stelle. Der 4010 019 welcher heute den Zug fuhr sah optisch aber massiv besser aus als die Komp. Gestern, zum Glück!

 

4019 019 als IC nach Linz bei Windischgarsten

  ES 64 U2 072 von CargoServ mit einem Zug gen Linz vor Windischgarsten
 

Beim Deutschen erschnorrten wir uns dann noch die Zeiten für die nächsten Züge welche er kannte, er versorgte uns dann auch noch mit ein paar Stellentipps, sehr freundlich, vielen Dank!

Wir verweilten dann an der Stelle und erlegten nebst einem Regio noch einen umgeleiteten CargoServ Zug mit einem CargoServ Taurus, welcher uns der Deutsche auch so angekündigt hat.

Das Wetter war noch aller erste Sahne, Wolkenlos, aber immer so bleiben sollte es nicht. Die Wetterfeh im Radio sagte es jede Stunde, kräftiges Tief aus dem Westen welches im laufe des Tages bis Wien voran kommt … wir hofften da dann vor allem darauf, dass die Nachmittäglichen Bimz IC vor Selztal noch im Licht kommen. Und natürlich der Jose Plesnik, der einzige EC auf der Strecke von Linz nach Graz.

Wir stellten uns dann nächst Spital mal an die Strecke und erwischten da ein bisschen Regioplunder und eine RoLa.

 

 

1116 132 mit einer RoLa nach Norden bei Spital am Pyrn

  Regio nach Selztal zwischen Windischgarsten und Spital am Pyrn
 

Für den EC Jose Plesnik welcher leider wegen einer Streckensperre in Tschechien in diesen Wochen nur aus ÖBB Wagen gebildet war suchten wir uns etwas neues. Kurz hinter dem Bahnhof von Windischgarsten entdeckten wir eine Stelle welche für einen 4 Wagenzug perfekt gepasst hatte, mit Dorfblick.

Es blieb uns nur zu hoffen, dass der Ersatzzug nicht mehr als 4 Wagen hatte.

Als dann nach einem Regio ein Taurus mit 4 ÖBB Wagen kam waren wir erleichtert, passt perfekt rein. Der Zug aber sehr speziell, keine 1 Klasse und an jeder zweiten Türe war ein „Türe defekt“ Schild, der Zug wird wohl nirgends so richtig versorgt und gewartet.  Zu allem Überfluss war noch Hanspeter am Zug, 1116 161. Die Lok kenne ich, war es doch genau die, die mal am Orient Express hing. Warum kann das keine richtige Werbelok sein? Dann hätte ich die jetzt schon zwei mal ;).

 

 

1116 161 Hanspeter mit dem Ersatzzug zum EC Jose Plesnik ...

  ... (Prag - Ljubljana) bei Windischgarsten
 

Das Wetter, man sieht es auf den Bildern, hat sich so kurz nach Mittag rapide verschlechtert, dicke Wolken zogen auf, jedoch nur direkt an den Bergen, was uns die Sonne noch nicht klaute. Wir hofften, dass dies an der Strecke nach Bischoffshofen genau so ist, weil genau an diese fuhren wir jetzt.

Ziel war es da die beiden 4010 Ersatzzüge von uns nach Graz zu erwischen, welche aus DB Wagen gebildet sind.

Leider war das Wetter „da hinten drin“ aber schon massiv schlechter, trotzdem gelang bei Weissenbach bei Lienzen noch ein Sonnenfoto von dem Zug nach Graz, die Stelle war aber nicht so toll und die Lok in einem schäbigen Zustand. Für den Gegenzug wollten wir eigentlich nicht mehr stehen, da wir aber Hunger hatten assen wir in Lienzen etwas und dann bot es sich an für den Gegenzug noch kurz zu stehen.

Wieder kam die versiffte 1044, diesmal erlegt kurz vor Wörschach.

 

 

1044 033 mit einem IC nach Graz aus DB Wagen bei Weissenbach

  1044 033 mit einem IC aus Graz aus DB Wagen bei Wörschach
 

Dann war es soweit, fertig … wir fahren nach Hause! In Stainach sahen wir noch wie eine DB Komp. Im Bahnhof stand, Foto gab es aber keines mehr weil er sich praktisch in diesem Moment in Bewegung setzte und die Strecke nach Norden in Angriff nahm.

Unsere Route führte uns relativ direkt nach Osten, schneller wäre die Autobahn gewesen, aber Stress hatten wir nicht. In Schwarzach besuchten wir noch bekannte von Daniel ehe wir uns dann, es war schon am eindunkeln, den Weg über Zell am See nach Innsbruck unter die Räder nahmen. Der Arlberg war schnell passiert und nach einem letzten Essen im Urlaub, vorhin in Feldkirch, passierten wir die Grenze ins Ländle ohne Probleme. Und so sind wir nun immer noch auf der Autobahn, mittlerweile schon auf der A53 und ich habe die Tafel zu meinem Zuhause schon mehrmals gesehen … Hinwil.

Ändern kann ich es nicht mehr, jänu, war trotzdem ein super Urlaub!

 

 
   
 

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