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Wie bereits beim letzten Tagesbericht erwähnt gings
früh raus, um 6 Uhr um genau zu sein. Wir fuhren erst einmal zum Bahnhof
von Kastel Stari um festzustellen, dass es dort nix wird mit dem
Nachtzug. Anschliessend befragten wir das Navigationsgerät, wo denn die
Strecke durch geht und wie wir dort hinkommen. Wir fanden dann im Navi
einen Übergang über die Bahn, und entschlossen uns diesen anzufahren.
Als wir an diesem Punkt ankamen, präsentierte sich uns eine Brücke über
die Eisenbahn, unmittelbar darunter war ein ziemlich hoher Damm
aufgeschüttet. Wir entschieden uns für die Stelle, auch wenn die Sonne
im Mittelteil des Damms etwas achsig war, dies auch darum, weil es
langsam Zeit für den Nachtzug war. Der Zug liess sich dann aber Zeit,
und kam mit etwa +30. Super immerhin schon mal etwas dachte ich mir, das
Licht passte zwar nicht 100 Pro, aber immerhin ein guter Start darauf
lässt sich aufbauen. Als nächstes fuhren wir den Bahnhof von Perkovic
an. Dort zweigt nämlich die Strecke nach Sibenik ab. Wir erwarteten
eigentlich eine klein Stadt mit einem grossen Bahnhof, mussten aber
feststellen, dass dies eben nur ein mittlerer Abzweigbahnhof war und der
dazugehörige Ort eher ein Kaff. Nil checkte schliesslich den
handgeschriebenen Aushangfahrplan und meinte, dass da bald ein
Triebwagen von Split und ein GM Regio nach Split komme müsse. Also sind
wir aus Perkovic rausgefahren und haben eine Stelle gesucht. Als wir
gerade einen BÜ anfuhren, wummerte dann eine GM mit zwei P-Wagen an uns
vorbei. Häää was war das denn? Super die umfahren in Perkovic. Damit
hatten wir nicht gerechnet, wir dachten die Regios fahren von Split
durch, aber dem ist nicht so. Wir fanden dann eine einigermassen Stelle
für den ICN und den Gegenzug, dort kam die GM jedoch Arsch voran, was
mir persönlich eigentlich nicht so missfällt, denn es erinnert irgendwie
an die gute alte Dampflok. Nil hat mich aber schon mehrmals belehrt,
dass die Loks so verkehrt rum seien und das Gros der Fotografen dies als
hässlich bezeichnet, über Geschmack lässt sich eben streiten ;). |
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Ein
Nachtzug nach Split auf der Höhe vom Flughafen Split |
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Regionalzug von Perkovic
nach Split mit 2062 001 kurz hinter Perkovic |
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Nach dem GM Regio stellten wir uns in Richtung Knin
auf, denn auf dem Fahrplan war da noch ein Zug drin, allerdings hatte
der eine Bemerkung, die wir nicht lesen konnten. Erst später fanden wir
heraus, dass diese Züge nur Samstags fahren. Wir stellten uns also auf
und mussten alsbald feststellen, dass der heute nicht kommt. :( Was nun
war dann die Frage entweder Y1 aus Sibenik, oder ICN. Wir entschieden
uns für den Y1 und fuhren in Richtung Sibenik. Unterwegs fanden wir eine
Brücke, die geeignet für einen Y1 schien. Wir fuhren also von der
Hauptstrasse ab und erkundeten die Gegend, mit der Erkenntnis, dass dies
zu dieser Tageszeit wohl nicht viel gibt. Als wir gerade wieder auf dem
Weg zur Hauptstrasse waren, kam wieder was angewummert, eine grüne GM
mit Güter aus Perkovic. Ich meinte zu Nil, dass wir den wohl noch holen
könnten, also gab er Gas. Bis zum Stadtrand von Sibenik hatten wir ihn
dann auch. Ich sah dann eine einigermassen Stelle und stellte mich auf.
Doch irgendwie kam der Zug nicht, später stellte ich fest, dass die
Güter dort enden. Statt dem Güter kam dann der Y1 von hinten. Wir
stressten wieder in Richtung Perkovic, fanden aber keine wirklich tolle
Stelle, so dass wir denn Zug dann bei einer Strassenbrücke notschlachten
musste.
Anschliessend wollten wir ihn nochmals auf der
Rückfahrt aus Perkovic etwas zu machen, verpassten dann aber einen
Abzweiger. Na super, nicht mal mehr das bringen wir auf die Reihe,
dachten wir uns. Na dann gehen wir halt nach Split, denn Endpunkt der
Strecke wollten wir eh mal abchecken. Wir waren jedoch extrem gefrustet,
so sehr, dass wir auch noch die Autobahnausfahrt von Split verpassten.
Wir kamen dann doch noch nach Split und fanden den Bahnhof recht
schnell. Schnell stellten wir auch fest, dass tote Hose herrschte. Zu
allem Übel wurde auch noch gebaut und die Schalterhalle war ne
Baustelle, na toll, wir wollten doch ein Vozni red, das übliche Glück
eben... Dann wendete sich jedoch das Blatt, wir fanden nämlich den
provisorischen Schalter und bekamen unsere Vozni red, die jeder andere
Bahnhof nicht hatte. Ein Blick ins heilige Buch verriet uns, dass es
noch Regios nach Kastel Stari gibt. Naja machen wir doch mit denen was,
dachten wir uns. Beim rauffahren fanden wir dann eine Stelle auf einer
Brücke der Autostrasse, wir suchten aber noch weiter und fanden noch ne
Stelle wo wir den Y1 beim hochfahren machen wollten.
Dann fuhren zurück zur Brücke und stellten fest, dass
die Stelle ziemlich geil ist, jedoch noch nicht richtig im Licht war.
Wir machten den Y1 trotzdem von beiden Seiten und entschlossen uns den
nächsten GM Regio dort beim Rauffahren zu machen. |
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Triebwagen
7122 fährt von Split nach Kastel Stari und erreicht es in Kürze |
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7122 027 aus Kasel Stari
nach Split bei Kastel Kambelovac |
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Bis zum Regio gings jedoch noch
etwa zwei Stunden, also verzogen wir uns schnell in unser klimatisiertes
Zimmer und hielten Mittagsschlaf. Dann fuhren wir zurück zur Stelle und
lichteten den Regio ab. Die Frage war nun: Verfolgen wir den, oder gehen
wir nach Kastel Stari um den ICN an der Standardstelle zu machen? Nil
meinte, dass eine Verfolgung wohl wenig Sinn macht. Also sind wir nach
Stari gefahren. Wie wir dort warteten um den ICN nachzuschiessen,
wummerte es auf einmal. GEIL, da scheppert ein Güter in die Kreuzung.
Irgendwie stellten wir dann aber fest, dass wir nicht am Standardpunkt
standen, ich lief die Strecke noch etwas hoch, und fand dann den
Standardpunkt und rief Nil, dieser sah aber schon das offene
Einfahrtssignal und wartete unten auf den ICN, dann rannte er auch hoch.
So dass wir beide am Standardpunkt standen für den Güterzug. Das Ganze
war dann ein echtes Spektakel, ein riesen Soundfestival, wenn zwei GMs
an dir den Berg hochkriechen. |
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2062 001
mit einem Regio nach Perkovic bei Kastel Kambelovac |
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2062 117 mit einer
Schwesterlok und Güterzug aus Split bei Kastel Stari |
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Nach diesem geistigen Hoch fuhren
wir dann wieder in Richtung Perkovic für den Regio mit der GM, wieder
fanden wir nur eine einigermassen Stelle und lichteten das Ding ab.
Danach stellte sich die Frage: Was nun? Es war 17:30 Uhr und es lief
irgendwie nix mehr, oder etwa doch, just als wir auf dem Rückweg waren,
schrieb Jan Nil eine SMS, dass ein Güter auf Knin zu rollt und einer aus
Richtung Sibenik kommt. Wir fuhren also nochmals zum Bahnhof Perkovic,
um uns über die Güterzüge zu informieren. Wir platzten einfach mal ins
Stellwerk, dort trafen wir auf 3 Staatsbahner einer war Rangierer, einer
der Herr vom Stellwerk und einer wohl Bahnhofsvorstand. Das Stellwerk
war recht spartanisch ausgerüstet ein Stellpult, zwei grafische
Fahrpläne und ein Bild von Karol Wojtyla. Die Leute an sich waren jedoch
sehr zuvorkommend, der Stellwerker konnte ein bisschen englisch und
wusste etwas mit den GZ Nummern von Jan (an dieser Stelle einen Dank an
Jan für die Infos) anzufangen, er meinte, dass der Güter aus Richtung
Sibenik in gut 5 Minuten kommen müsste. Den Güter aus Knin kündete er
gegen 19:30 Uhr an. Wir blieben dann im Bahnhof und machten den ersten
Güter, den Sibeniker, bei der Einfahrt, wobei er aber im Gegenlicht kam.
Die Lok setzte dann um und fuhr mit 3 Wagen zurück. Auch bei der
Ausfahrt waren wir noch im Bahnhof und fotografierten den Kurzgüter. |
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2062 025
im alten Lack mit einem Güterzug aus Sibenik in Perkovic |
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2062 119 und eine
Schwesterlok mit einem Güterzug nach Split vor Perkovic |
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Danach suchten wir uns eine Stelle für den Güter aus
Knin. Das war gar nicht mal so einfach, langsam ging die Sonne unter und
dort hinter Perkovic gibts nicht die tollen Hügelstellen wie anderswo.
Wir standen schliesslich recht Nahe am Gleis und machten das Möglichte
mit diesem Zug.
Als letztes hätten wir eigentlich gerne noch ein
Teleexperiment mit dem ICN gemacht, doch dieser hatte Verspätung und kam
somit nicht mehr in der Sonne. Nach dem der Nachmittag dann aber doch
gelungen war, fuhren wir für einmal zufrieden ins Hotel, wo wir uns
unserem Bett widmeten, denn Morgen solls noch einmal früh raus gehen für
den Nachtzug nach Split.
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