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Abfahrt! Urlaub, und irgendwie habe
ich mich bisher gar nicht so recht darauf gefreut... geändert hat sich dies
erst als wir am Freitag die Karre bei Ilg (wie immer) abgeholt hatten. Der
Grund, ich weiss es gar nicht, aber irgendwie ist mir die erste Urlaubswoche
vom letzten Jahr noch zu gut in (negativer) Erinnerung, dabei gibt es gar
keinen Grund Angst zu haben, dass es sich wiederholt?! Egal, der erste
Urlaubstag war da und ich startete, leider ebenfalls fast wie immer, relativ
unvorbereitet ;).Wegen nicht angekündigtem Besuch am vorherigen Abend wurde
das Packen auf später verschoben und auch sonst wurde ich irgendwie mit
nichts fertig, und das obwohl ich schon einige Tage Urlaub hatte ;P
Der Tag begann für mich so denn auch noch vor 6 Uhr, denn nebst dem Weg nach
Slowenien hatten wir noch vor, einen SBB RBe 540 vor dem Zusatz-IC morgens
in Reichenburg zu erlegen. Nach dem Beladen des Autos ging es erstmal zum
Gubler, seinen Krempel einladen. Dabei entschieden wir uns, da vom Zingg
noch mehr Gepäck kommen würde, die Leiter zuhause zu lassen. Auf dem Weg
nach Reichenburg lernten wir unterwegs noch eine neue Methode zur
Unkrautbeseitigung, bzw. zum Fällen von Bäumen, kennen. Ein völlig
vermatschtes Auto stand neben der Strasse und ein Baum auf selbiger, vor 10
Minuten war der aber noch nicht da! Ok, die Methode hat zwar vom Resultat
her überzeugt (der Baum war gefällt), der Einsatz war aber auch
dementsprechend hoch.
Nachdem wir uns beim Fahrer und bereits anwesenden Personen versichert
hatten, dass keine weitere Hilfe nötig war, fuhren wir weiter nach
Reichenburg. Da angekommen zogen wir Zingg am Bahnhof ein und fuhren auf die
Brücke. Anstatt des erhofften RBe kam aber eine rote langweilige BoBo am
Zug, das früh Aufstehen war also für Nichts *grummel*! |
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Nach ein paar weiteren Zügen gings zum Zingg nach Hause
um noch seinen Krempel in die Karre zu laden, und jetzt war er voll, unser
feuerroter Chevy Nubira ;)
Für den Abend hatten wir uns Ormoz in Slowenien als Ziel
ausgesucht, es war in einem Tag gut zu schaffen, liegt noch im Euro-Raum,
ich kenne da ein Hotel und es liegt nahe am ersten Ziel „zum Mitnehmen“ auf
dem Weg nach Süden, die Dieselpisten um Varazdin/Cakovec.
Wir verliessen die Schweiz gegen 10 Uhr und nahmen die Strassen des Fürsten
in Beschlag, ehe wir die unbesetzte Grenze zwischen dem Fürstenland und
Österreich überschritten.
Das bisher noch nicht erfolgte, aber lange ersehnte Frühstück gab es dann
bei Bekannten auf einem nahe gelegenen Campingplatz.
Nach dem Füllen des Bauches und dem Erwerben eines Pickerls ging die Fahrt
dann richtig los, der Arlberg war schnell unterquert, Innsbruck liessen wir
links liegen und bei Wörgl bogen wir rechts ab in Richtung Zell am See. Die
Giselabahn abwechselnd zur linken und zur Rechten fuhren wir nach Schwarzach
St. Veit, um dann über Bischofshofen ins Pongau zu gelangen. Unterwegs sahen
wir kaum Züge, aber wie es sich für das Ösireich gehört natürlich eine
Werbelok (sehen wir immer beim durchqueren); Es war der Rumäne mit Güterzug
auf dem Weg nach Wörgl.
Durch das Pongau ging es ohne weitere Verzögerung, einzig ein sehr starker,
aber kurzer Regenschauer lies die Durchschnittsgeschwindigkeit etwas sinken.
In Liezen erreichten wir ein weiteres Mal die Autobahn. Fix ging es in
Richtung Graz und an der Mautstation vor irgendeinem langen und stinkigen
Tunnel blieben wir wieder hängen. Schon nicht ganz günstig, dieses durch
Österreich fahren. Für einmal quer durch haben wir gegen 25 Euro bezahlt!
An der Mautstation stand auch etwas von Slowenischen Vignetten, also fragte
ich aus Interesse mal was es gibt, bzw. ob sich zum Vorjahr (nur
Halbjahresvignette für 40 Euro) etwas geändert hat. Und tatsächlich, für 15
Euro kriegt man jetzt eine Wochenvignette! Schön, mit der Info im Sack
fuhren wir weiter, aber ohne Vignette. Die Planung hatten wir nämlich so
ausgelegt, dass wir in Slowenien die Autobahnen vermeiden konnten.
Kurz vor der Grenze ging es dann runter von der Bahn und links rum in
Richtung Bad Rakersburg an der Slowenisch/Österreichischen Grenze. Die
Grenze war verlassen und auffällig war, dass auf der slowenischen Seite das
Ganze wieder etwas heruntergekommener war als „drüben“. An anderen
Grenzübertritten ist uns dies nie so wirklich aufgefallen.
Auf unbekannten Strassen ging es bis Muska Sobota, wo wir wieder auf
bekannte Wege einlenkten, denn vom Sommer 08 her kennen wir die Ecke relativ
gut.
An Ormoz vorbei ging es direkt nach Gorisnica, wo das bekannte Hotel liegt.
Auf das Hotel Ormoz verzichteten wir gerne, auch wenn es etwas günstiger von
Preis und Lage her wäre, denn der Ausbaustandart liess da etwas zu wünschen
übrig. Nicht aber unser Hotel, in welchem wir uns nach wenigen Minuten ein
Zimmer mit 3 Betten gesichert hatten, ohne überhaupt zu wissen was es genau
kostet. Wir liessen uns überraschen, soooo teuer konnte es schon nicht sein.
Im angebauten Gasthof assen wir noch etwas zu Abend. 9 Uhr war vorüber, als
uns ein wirklich leckeres Essens serviert wurde, auch wenn das Angebot im
Vergleich zur Karte sehr bescheiden war. Die Serviertochter hat uns beim
Bringen der Karte nämlich nicht gesagt, was es nicht gibt sondern gesagt,
was es gibt ;) Pizza oder Auflauf, so im Groben (ich habe mich für den
Auflauf entschieden, gute Wahl!).
Wir haben das Hotel jetzt mal für eine Nacht gebucht, schauen wie es morgen
wird ... auf jeden Fall wird es die letzte Nacht in der EU, denn das Hotel
soll morgen Abend ausgelastet sein, schwer vorstellbar, weil heute Nacht
sind wir etwa die Einzigen, die hier nächtigen ;)
Für den Fall, dass wir in der Gegend bis am Abend bleiben könnten
(wetterabhängig), würden wir uns in Kroatien etwas suchen.
Beim Hotelpersonal habe ich mich übrigens noch beliebt gemacht: Beim Buchen
des Zimmers habe ich mal noch meine 7550 slowenischen Tolar auf den Tresen
geknallt, eigentlich nur um zu fragen, ob ich mit dem Geld noch etwas machen
kann. Der Englisch sprechende Herr hinter dem Tresen lachte laut und rief
dem restlichen Personal, jeder beäugte das Geld, wobei vor allem der 5000er
Schein das Interesse der Leute auf sich zog. Die fragten sich wohl auch,
woher ein junger Tourist (jung sage ich jetzt einfach mal) noch das alte
Geld hat ;) Ich fragte dann noch wie viel mein Geld (diente bisher als
Verzierung des Wohnzimmers) in etwa Wert hat und war erstaunt, dass es
anscheinend gegen 50 Euro sein sollen.
So versuchte ich natürlich beim Abendessen mit den Tolars zu bezahlen, was
leider nicht gelang. Höchstens in Ljubel würde ich mein Geld noch los,
meinte man auf Anfrage ;(
So mussten wir bereits wieder einige Euro ausgeben, welche wir eigentlich
für den Kosovo gewechselt hatten, und nicht für das alte Europa. Wirklich
müde von der langen Tour fallen wir jetzt dann gleich ins Bett, die 800km in
den Knochen. |
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