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Tag 13: Donnerstag,
24.09.2009, Dombas
- Dombas |
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Tropftropf, das war das erste Geräusch das ich heute früh wahrgenommen habe im warmen Bett, es regnete anscheinend draussen, war aber noch dunkel. Etwas später, es regnete noch immer hörte ich dann Jan wie er aufstand und sich sein Frühstück machte. Der Blick auf das Handy zeigte 7:30 .... ich drehte mich noch mal und döste noch ein wenig vor mich hin. Noch bevor Jan mich wecken konnte oder wollte stand ich 15min später von selbst auf und schaute mir das Wetter mal von nahem an. Es regnete zwar nicht mehr, aber es war immer noch arg dunkel draussen und auf den gegenüberliegenden Hügelspitzen war ebenfalls Schnee zu erkennen. Genau so kalt war es auch draussen, der Winter hält also das erste mal richtig Einzug hier im Hochgebirge um Dombas. Nachdem ich auch noch etwas Gefrühstückt hatte und den zwei Di8 von gestern mit dem leeren Holzzug zugeschaut habe wie sie nach Süden fuhren, wollten wir angesichts der ersten blauen Löcher los, hoch aufs Fjell in Richtung Hjerkinn. Den da ist ja erfahrungsgemäss das Wetter eher besser als um Dombas rum, zumindest in den letzten Tagen. CargoLink bzw. Hector wollten wir heute früh mal nicht erste Geige spielen lassen, sondern einfach die Stimmung auf dem Fjell am morgen. Die Di6 stand bei unserer Kontrollfahrt auch schon im Bahnhof drin, sie hatte heute früh zwei Containerwagen mit zwei Aufliegern von Andalsnes hinauf gebracht, keinen einzigen Autowagen, so ist immerhin auch klar warum der Verkehr da runter sich nicht rechnet wenn das häufiger mal vorkommt. Dann fuhren wir weiter, Hector hätten wir genau nicht sehen müssen wenn er im Plan fahren würde, er wäre hinten im Tal am kehren während wir vorne direkt hochfahren. Oben angekommen bei Fokstua lag noch keinen Schnee, aber die Hänge waren weiss gepudert und es regnete wieder. Hector war nicht zu sehen, wir hofften noch auf etwas Verspätung, immerhin war er 2 von 3 mal deutlich nach Plan unterwegs die letzten Tage. Beim See, Volonsjön, wurde es noch kühler und der Regen ging langsam zu Schnee über. Aber an den Bergen hinter dem See rissen die Wolken, wie gestern auch schon, etwas auf, die Sonne drückte. Und wieder standen wir raus und warteten erstmal in der Hoffnung, dass gleich etwas in Sonne kommt. Kam nicht, oder wir liessen es nicht so weit kommen, den auch wieder wie gestern schloss sich das Loch langsam wieder und es wurde wieder dunkler. |
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Schnee auf den Bergen bei Hjerkinn. |
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Wir fuhren weiter, in der Hoffnung beim Snöhettablick vielleicht etwas mehr Sonne ab zu kriegen, was leider im ersten Moment auch überhaupt nicht drin war. So fuhren wir erstmal wieder weiter um zu schauen wie es weiter unten aussieht, aber da war es noch dunkler, auch wenn der Schneefall sich legte. Hinten im Tal der begrenzten Möglichkeiten riss es richtiggehend auf, kennen wir ja bereits, mit der Tiefstehenden Sonne und den dunklen Wolken gab dies aber eine eindrucksvolle Stimmung am Himmel, so das wir etwas geniessen wollten. Da das ganze mit der blöden Sonne sowieso eine riesen Lotterie war stellten wir uns beim Snöhettablick neben die Militärbasis an die Strasse und schauten uns um. Auch eine älteres Ehepaar aus dem Osten Deutschlands war da und er fotografierte mit einem Stativ das noch nach DDR Produktion aussah die Stimmung. Sie sass im Wagen und traute ich nicht raus. Jan sprach die beiden nicht an ... obwohl Landsmann. Komische Deutsche ... wenn es Schweizer gewesen wären, ich hätte sie angesprochen ;) |
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Morgenstimmung mit dem ersten Schnee des Jahres um Hjerkinn |
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El14 mit Güterzug zwischen Kongsvoll und Hjerkinn. |
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Während wir Fotografierten kam der Güterzug, aber nicht wie gestern im Licht sondern fast im kompletten Schatten vorbei. Er war 4min früher als gestern und ich spottete noch, das 33 bestimmt bestes Sonnenlicht auf der Strecke liegt (33, da kam er gestern). Es war ein Witz, wurde an anderer Stelle aber nicht als solchen sondern als Wunsch verstanden, und 33 war Licht auf der Strecke, viel Licht das sich so bald auch nicht wieder davon machte. Hmmmm! Der Ossi fuhr dann weg und wenig später fuhr wieder ein Auto die Einfahrt rein, ich witzelte noch das bestimmt der nächste Ossi kommt ... muhar, es war vermutlich einer ;) Der rote der uns nicht mag sollte der nächste Zug sein auf der Strecke, wieder nach der obligaten Stunde Pause auf dem Fjell. Wieder stellten wir uns an den selben Platz wie immer und planten dem roten vorweg zu fahren – auch wenn es bisher bei ihm noch nie geklappt hat muss es doch mal gut gehen. 27 muss er in Kongsvol weg, es war 26 als wir den Parkplatz verliessen und ihm vorweg eilten. Wie bestellt war dann kurz vor der Militärbasis ein grosses blaues Loch zu sehen, genau an der Stelle wo gestern ein Signatur anstatt der rote kam, Wir stellten uns und hofften, dass er Pünktlich ist und dass das richtige kommt. Et Voilat! Der rote war im Kasten, genau so wie wir es wollten. |
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Der Rote zwischen Kongsvoll und Hjerkinn. |
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Zeit für Euphorie liessen wir aber nicht zu, der Zug musste in Hjerkinn ja noch halten und so ist eine kleine Verfolgung sicher möglich, spätestens nach Dombas hat man ihn wieder eingeholt. Parallel mit ihm fuhren wir am Bahnhof vorbei, durch das Sonnige Tal der begrenzten Möglichkeiten bis zum See. Kurz vor dem See in der 30er Baustelle tauchte der Zug hinten auf, bis zum See hat Jan wieder gut Geschwindigkeit aufgenommen und wir fuhren Parallel auf den See zu. Es war natürlich dunkel, doch ein Sonnenloch bewegte sich auf die freie Stelle beim See zu. Erst dachten wir das es vielleicht noch zum anhalten reicht, tat es aber nicht und wir flogen immer noch parallel an der freien Stelle vorbei. Jan wollte erst bremsen doch ich sagte noch, neeein, sonst überholt er uns an der Stelle. So schoss ich aus dem Auto heraus und erledigte somit die zweite Stelle wo uns der Zug bereits einmal verarscht hatte. Sehr schön! |
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Der rote wenig später am See auf dem Weg nach Dombas |
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Bis Dombas sahen wir den Zug dann nicht mehr, die rasen ganz schön auf dem Fjell, im Dombas hatten wir ihn aber natürlich wieder. Wir fuhren kurz zum Bahnhof hin und es stand neben Gleis 1 aber noch vor dem Bahnhofsgebäude ein Bus wo Fernreisende am aussteigen waren. Der Bus kam von irgend einem Unternehmen in Andalsnes. Ist denen da etwa ein Talent verreckt? Bestimmt der, der gestern getauscht wurde ;) Zur Wetterkonrolle schauten wir gen Dovre noch kurz ums Eck um dann wieder zu wenden, da hinten war es noch dunkler als sonst überall, es würde sich nicht lohnen und ausserdem hatten wir Hunger. Das Kafe im Dombas haben wir lieb gewonnen und so fuhren wir wieder dahin, heute das erste mal um richtig etwas zu Essen, es war lecker und machte Satt. Da haben wir dann, wieder auf der NSB Seite gesehen, dass wirklich ein Talent in Andalsnes kaputt gegangen ist und mindestens das Mittagszugpaar durch Bus ersetzt wird. Mehr stand leider nicht drin, so kann man sich natürlich nie sicher sein ob nicht doch die Di4 mit drei Wagen als Ersatz aus Trondheim nach Dombas kommt ;) Wir assen also unsere Menüs und nach dem Kafe ging es wieder los, Grundrichtung war zwar eigentlich der Süden, aber wenn man es geschickt anstellt kriegt man noch den Südfahrenden Güterzug auf dem Fjell, wenn er den pünktlich ist. So fuhren wir hoch und es war Wettermässig eher bescheiden, am See war die Sonne nur ein bisschen da und auch sonst, naja. An unserer Wunschstelle hinter dem Bahnhof von Kongsvol sah es aber ganz gut aus, das blaue Loch war gross und wenn es so wegziehen würde wie alles da oben zog dann wären wir gleich in der Sonne gestanden. Wären, weil es ist nicht, es zog zwar, aber alles bildete sich neu und dann verbanden sich wieder die paar Fetzen und in der Konsequenz sassen wir eigentlich fast immer im Schatten. Das Bahnhofsgebäude von Kongsvol hingegen war meist in der Sonne, wir hofften aber mal und zogen das Tele auf, um zur Not vorne rein schiessen zu können. Bevor der Güterzug kommen sollte müsste aber noch der Signatur von hinten durchfahren, wobei wir da gestern ja so unsere Erfahrungen gemacht haben mit der Zugfolge. Als der Signatur zur Planzeit wieder nicht auftauchte rechneten wir schon damit das der Güterzug mindestens in die Kreuzung geht im Bahnhof ... hofften wir auch ein bisschen, denn wen er viel Verspätung hat dann würde es Eng mit den Motiven im Süden vom Dombas. Der Signatur kam im Schatten bei uns aber im Licht beim Bahnhof, und da stand er ewig rum, wir rechneten mit der Kreuzung im Schatten als er sich doch noch in Bewegung setzte. |
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Signatur nach Trondheim bei Kongsvoll |
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Wir warfen unsere Rechenmaschinen in den Köpfen an und begaben uns gemütlich zum nächsten Schwatz, 23min, so lange braucht der Güterzug mindestens bis er bei uns ist. Die Wetterlage im Auge verging die Zeit recht schnell, wobei das Resultat am Himmel in den 23min sehr negativ war, wir mussten weg und taten es auch 3min vor der errechneten Durchfahrtszeit, das er kommt war zum Glück klar, den ein Bautriebwagen hatte sich in den Bahnhof zur Kreuzung gestellt. Oben war etwas mehr blau, also gingen wir die Motive durch. Bei Grönbaken war Schatten, genau so bei Rörleger's, oben an der Strasse auch und auch bei der Base, aber ganz atypisch für die letzten Tage war der Bahnhof Hjerkinn ganz in der Sonne und das Loch war nicht klein, das Einfahrsignal war aber geschlossen, was uns etwas merkwürdig erschien. Also fuhren wir mal rein und guckten uns die Signale an, alles rot. Hm, sollte er doch nicht kommen? Zwei Deutsche welche sehr unfotogen mit ihrem WoMo vor dem Bahnhofsgebäude geparkt hatte liessen wir rechts liegen, obwohl beide am Fahrplan lesen waren, ich bin mir fast sicher das dies auch Fotografen waren, zwei Herren in einem WoMo am Bahnhof stehend in den Fahrplan vertieft ;) An der Stelle angekommen sahen wir hinten beim Einfahrsignal die El14 schon stehen mit dem Güterzug, huch, die war aber ganz schön schnell hier, zum Glück stand die da sonst hätte die uns auf dem Weg zur Stelle noch überrascht. Der Grund warum der da stand war schnell klar, von hinten kam wieder Baugerödel in den Bahnhof eingefahren, zum Glück auf Gleis 1 und nicht auf das fotogenere Durchfahrtsgleis. Als der Hobel stand rollte die El14 los und passierte unsere Stelle mit einem winkenden Lokführer. Und 10sec. Später war es Dunkel! Da hatten wir mal Glück gehabt, der fiese Schleier welcher ich eigentlich schon bei der durchfahrt des Zuges vor der Sonne gesehen habe war nicht schnell genug. Und die Deutschen mit dem WoMo? Die haben genau pünktlich das Feld geräumt, gerade dann wo der Bauzug das Einfahrsignal passiert hatte. |
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El14 durchfährt den Bahnhof von Hjerkinn |
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Dann wollten wir los, durch die 15min Verspätung vom Güterzug war unser Zeitplan etwas knapp geworden, den wir mussten ... wollten um 14:41 in Kvam sein für einen Güterzug nach Norden. Das Navi rechnete und spuckte 15 Uhr als Ankunftszeit aus. Mhh, es rechnet immer gut vorsichtig, mit etwas zügiger Fahrweise könnte es sich ausgehen. So fuhren wir los, auf dem Fjell ging es noch planmäsig vorwärts und Jan reduzierte die Ankunftszeit auf dem Navi um ein paar Minuten. Nachdem uns in Dombas eine alte Schnepfe im Kreisel fast in die Seite gefahren wäre ging es bis Dovre noch recht zügig weiter. Ab da dann aber wurde es E6 mässig mühsam, ein Schleicher war vor einem Pferdehänger, einem Bus und drei LKW's. Überholen, keine Chance. Schleicher und 2 der 3 LKWs verabschiedeten sich beim nächsten Ort, aber auch der Pferdeheini hatte Angst um das leckere Tier und fuhr sehr vorsichtig. Der Bus war dann in Otta weg und so blieben nur wir, der genervte LKW und der Pferdeheini. Hinter den zweien erreichten wir genau um 14:44 die Stelle bei Kvam. Jan erinnerte sich zum Glück recht genau an die Einfahrt und so verloren wir kaum Zeit beim suchen der Stelle (einmal Wenden und 500m zurück fahren waren dann aber doch dabei ;)). Das Signal im Rücken war noch grün, wäre er pünktlich gefahren müsste es jetzt rot sein bzw. er müsste unter uns durch fahren. So aber waren wir uns recht sicher das er noch nicht da war und wir stellten uns. Nach ein paar Minuten räumte Jan das Auto von der Strasse an den Rand und wir konnten noch etwas Trinken. Dann kam er aber, im besten Licht und gut beladen an uns vorbei, wieder ein Sahneschuss! Wetter, ja, auf dem Fjell war's bei der Abfahrt nicht schlecht, Dombas war auch recht offen, dahinter dann um Dovre und Otta wars aber gut bedeckt. Um Kvam rum war aber recht viel blau zu sehen und es wurde zeitsehends weniger. Wir sassen aber wieder mal ganz GENAU am Rand eines Wolkenbandes welches natürlich genau in die Richtung zog wie wir nicht wollten, aber daran haben wir uns die letzten Tage auf dem Fjell gewöhnt. |
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El14 mit einem Nordfahrer bei Kvam |
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Programm für die nächsten Stunden, es sollte wieder ein Holzzug kommen, Donnerstagszug, dann noch ein Güterzug nach Norden, also zwei Güterzüge voll im Licht, dann Signatur von hinten und noch der rote, wobei das war noch weit weg. Und natürlich zwei Güterzüge von hinten .. und der erste kündigte sich an als das Signal nach Norden kurz nachdem es grün wurde auf rot umgeschaltet wurde. Der Block wurde also umgestellt und in Sjoa ist eben der Gegenzug, unseren Güterzug von Hjerkinn, losgefahren. So eilten wir etwas in die nächste Kurve wo sicher noch etwas mit Frontlicht gehen müsste. Da aber der Holzzug auch nicht mehr weit war guckten wir erst am Bahnhof von Kvam vorbei, nicht das er da steht oder der andere in die Kreuzung geht. Es war aber durchgestellt und wir fuhren fix weiter, hatten mit der Strasse aber etwas Pech wieder .. wie immer. Hinter der ersten Kurve an einem BÜ fuhren wir rüber und wollten gerade gucken ob man was machen kann als der Zug auch schon ums Eck bog. Schnell die Kamera geholt und draufgehalten. Wurde ganz gut, etwas gemeiner Schatten vorne und der grosse weisse LKW welcher Punktgenau auf der E6 vorbei fuhr hätte nicht sein müssen, lässt sich aber beides beim richtigen Bild Rauschneiden. |
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El14 wieder mit dem Südfahrer von Hjerkinn bei Kvam |
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Wieder zurück an der Brücke tauchte und tauchte der Holzzug einfach nicht auf, stattdessen einige grössere Wolken welche sich recht penetrant vor der Sonne festsetzten. Weiter vorne war noch voll Licht und als das Signal von dunkel wieder auf rot wechselte war klar, da kommt der zweite Güterzug gleich hinterher. Ich wollte eigentlich wechseln, Jan war da wegen dem Stress und so etwas anderer Meinung. Auf jeden Fall haben wir dann 30min gewartet bis der Zug kam, gekreuzt hat er auch nicht ... aber so kann es gehen, der Zug hätte auch sofort kommen und mit dem Holzzug kreuzen können. Dann wurde es wieder grün und somit klar, der nächste Zug in unsere Richtung naht, ich stellte mich dafür vorne auf den Acker zu den Kühen hin welche sonst nur sehr klein im Bild waren. Die Kühe erwarteten in mir wohl jemand anderen und es kamen alle ganz ungeduldig an den Zaun gelaufen, Kuh 0190, die dickste von allen, war die ganze Zeit am rumbrüllen und machte die Meute etwas nervös. Die Kühe standen aber genial, in einer Reihe am Zaun und sie guckten mich alle an. Nach 10min verging ihnen aber das Interesse, mit etwas pfeifen und Bewegung weckte ich es aber immer aufs neue. Der Zug wollte und wollte nicht kommen, irgendwann, so meinte Jan, standen die Kühe dann für ihn ideal relativ weit links, während sie mir jetzt zu weit rechts standen. So machte ich noch mal etwas Radau das sie sich dann immerhin in der Mitte platziert hatten. Der Zug kam dann ohne das sich an der Situation etwas geändert hätte. Kuh 0190 war immer noch am motzen als ich kehrt um machte und zu Jan und zum Auto zurück lief - blöde Kuh, dich gibt's heute zum Abendessen ;) |
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El14 mit Güterzug nach Norden bei Kvam |
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Bei diesem Zug hatten wir wieder richtig gutes Glück, den ebenfalls keine 10sec. Nach dem Zug wurde es dunkler, fieser Schleier der aber recht dicht war zog vor die Sonne und daran sollte sich so schnell nichts ändern. Vor uns war aber noch alles blau und so fuhren wir mal um die Kurve herum. Aber wir wechselten nur die Bergseite, der Schleier war immer noch da und wir drehten dann um, um vielleicht in der anderen Richtung dem Schleier zu entfliehen. Es war dann Personenzugzeit, der rote von und der Signatur nach Oslo sollten in Kvam kreuzen, so fuhren wir dem Signatur entgegen und dem roten voraus. Bei Sjoa wechselten wir mit der Bahn die Flussseite und fuhren über eine Nebenstrasse gen Otta. Die Strasse ist der Wahnsinn, was es da an Motiven gibt für die Bahn, dass ist kaum zu glauben. Eine offene Aussenkurve von schön weit oben, links ein toller Bauernhof mit Stallungen, hinten der Fluss, die gelb eingefärbten Hügel dahinter, kleine weisse Wölkchen am Himmel. Es klingt alles nach sehr mjammjam und die Sonne schien sogar, sie stand auch richtig ... war aber seit geraumer Zeit hinter dem Bergrücken verschwunden. So blieb es für mich bei einem Beweisfoto vom Signatur welcher pünktlich an uns vorbei fuhr. Die Stellen sind erst am späteren Nachmittag gut im Licht, für diese Jahreszeit aber zu spät, der Berg dahinter ist recht hoch ... für den Sommer aber auf jeden Fall was! Achja, es ist überflüssig zu sagen, dass der Signatur wieder ein blauer war. Dann fuhren wir dem roten voraus gen Dombas, die Sonne war aber überall zu tief um noch auf die Gleise zu scheinen, und da wo sie es nicht war, nämlich bei uns in Dombas am Sporentunnel, da war wieder alles voll mit dichtem Schleier welcher das Sonnenlicht auf praktisch 0 dämpfte. So macht das keinen Spass, selbst mir nicht der ja sonst auch bei schlechtem Wetter mal abdrückt. Auf dem Abschnitt vor Dovre gibt es auf der E6 einen Abschnitt wo laut Ankündigung wohl die Durchschnittsgeschwindigkeit errechnet wird. Es gibt einen nach Blitzer ausschauenden Kasten am Anfang welcher kurz rot aufleuchtet wenn man durchfährt. Dann am anderen Ende gibt's dasselbe wieder und auch dieser leuchtet, wohl beim Scannen des Fahrzeugs, kurz rot auf. Ein Ampeldingslicht hinter dem zweiten Blitzer macht dann aber nichts mehr, ob es rot leuchtet wenn man zu schnell war? ;) Jan hat auf jeden Fall etwas Bammel, den am Sonntag als wir von Voss kamen haben wir diesen Abschnitt nicht so wahr genommen und uns war etwas die Zeit im Nacken ... hm. Am Bahnof von Dombas sahen wir dann einen Talent stehen, wie im Plan vermerkt auf Gleis 1. Auf Gleis 10 wo aber der zweite stehen müsste um dann den letzten Zug nach Andalsnes zu machen stand ... nein, leider keine Di4 mit 3 Wagen, auch kein Bm92 welchen wir uns zwischenzeitlich noch erhofft hatten, und auch kein Bm93, sondern NICHTS. Auch eine Möglichkeit, die logischste wohl ;) Wir warteten dann etwas am Bahnhof und fuhren dann doch noch hoch aufs Fjell bis Fokstua. Und wieder wurden wir Opfer der Tiefstehenden Sonne, denn die war im schmodder drin während der Himmel sonst über dem Fjell fast einheitlich blau war. Es war ja der rote, erstens mag uns der nicht und zweitens ist es unser Kunstzug ;) Und so fuhren wieder zu den Häusern und machten schöne Kunst mit dem leicht verspäteten Zug. |
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El18 mit dem roten nach Norden bei Fokstua |
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Es wurde wieder recht frisch an der Stelle, während unten bei Kvam die Temperaturen in der Sonne schon fast als hoch bezeichnet werden könnten. Der rote kam wieder mit etwas Plus bei uns vorbei, leider zu spät damit sich die untergehende Sonne noch im Schleier zu erkennen gegeben hätte, so wurde das Bild sehr ähnlich dem von vorgestern. Es war dann wieder Zeit fürs Essen, welches wie immer im Coop in Dombas eingekauft wurde. Um unser restlichtes Reis noch zu verbrauchen gab es wieder eine leckere Uncel Bens Sauce und etwas Poulet dazu. Um mal zu gucken ob die Di4 jetzt im Bahnhof steht drehten wir vor dem nach Hausefahren wieder die extrarunde über den Bahnhof, und es stand da ein Bus nach Andalsnes, nicht der selbe wie am Mittag, aber er war deutlich angeschrieben. Nun, das ist natürlich auch ein Lösungsansatz bei einem Fahrzeugdefekt, den ganzen Umlauf über den Tag mit SEV bedienen. Vielleicht kommt die Di4 ja erst morgen? ;) Das wäre auf jeden Fall einen Grund den Urlaub zu verlängern. Bei der Hütteneinfahrt haben wir dann noch Amüsiert einem Nachbarn zugeguckt wie er auf den über die Strasse gespannten Kuhdraht zugefahren ist, er hat ihn aber noch rechtzeitig bemerkt ;) Okok, uns ist das am ersten Tag auch passiert ;) In der Hütte hat Jan gerade wieder lecker gekocht und gleich gucken wir noch was an Bildern. Was wir morgen machen ist noch nicht ganz klar, wir haben aber, da die anderen vom Campingplatz ja im Urlaub sind, keine fixe Check-Out Time, und so können wir auch erst am Mittag los wenn der Morgen auf dem Fjell noch notwendig wird ;). |
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