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Tag 4: Dienstag,
15.09.2009,
Geilo - Geilo |
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Der Tag begann ähnlich wie schon der
Sonntag, ich lag im Bett, Jan war schon lange raus, da holt der mich und
meint, die Nohab sei wieder da. Er wolle gleich zurück zur Brücke um die da
dann quer zu schiessen. Da war ich natürlich dabei und in wenigen Sekunden
standen wir beide vor dem Auto. PROBLEM, Auto war zwar da, der Zug auch
noch, aber die Scheiben waren total eingefroren, auch am Boden war alles
voller Raureif. Beim betrachten des ganzen merkte ich dann auch wie kalt es
draussen eigentlich war ... Nun hatten wir aber das Problem das sich der Zug
verdünnisierte und wir erfolglos nach einem Eiskratzer im Wagen gesucht
haben, schön Blöd. Und so mussten wir das Auto halt mal mit etwas Leerlauf
Eisfrei kriegen. Der Zug war natürlich bis dahin schon lange weg und wir
konnten nicht mehr als uns fertig machen in der Hütte für den kommenden
Sonnigen Tag. |
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B73 13 als Zug 62 von Bergen nach Oslo hat vor kurzem den Tunga Tunnel verlassen und fährt bei Nyselägret Ustaoset dem nächsten Halt entgegen. |
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Nächster Zug dann der El18 Zug nach
Bergen mit den B3 Wagen. Das er nirgends richtig im Licht kommt haben wir
gestern beim selber fahren definitiv gesehen, so suchten wir eine Stelle mit
möglichst viel Seitenlicht auf. Die Einfahrt in den TungaTunga Tunnel bot
sich an und wir fuhren über die holprige Piste da hin. |
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Zug 609 kurz vor der Einfahrt in den Tungatunnel bei Nyselägret. Die Radfahrer haben für den Zug die Räder auf der Strasse geparkt und haben dem Zug zugeschaut. |
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Der El18 Zug war durch und wir hatten etwas ein Loch,
nächster Zug in knapp einer Stunde ein Signaturbomber nach Bergen. Da dieser
gestern ebenfalls mit einer Roten Garnitur am Zugschluss gefahren wurde
wollten wir ihn nachschiessen am anderen Ende des TungaTungaTunnel (im
folgenden mit TTT abgekürzt), da hatten wir zwei Tage zuvor einen herrlichen
Streckenblick entdeckt vom Weg aus. Aber da der Signatur noch was weg war
und wir insgeheim noch auf den verspäteten Güterzug hofften stellten wir uns
erst noch an die Ostausfahrt vom TTT und Assen da erstmal a gscheide
Brotzeit. Wie wir da so sassen meinten wir die ganze Zeit den Zug zu hören,
doch natürlich war er es nie sondern irgendwelche Wasserfälle die mit
wechselnden Windverhältnissen anders wahrgenommen wurde. |
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Stark verspätet fährt El19 005 mit Zug 5502 von Bergen aus dem Tungatunnel aus, zum Glück haben wir mit der Verspätung gerechnet. |
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Prima, so konnten wir ja ohne
schlechtes gewissen los nach Tunga für den Signatur. Tunga, vielleicht zur
Erklärung, ist eine Siedlung von Häusern, bis 1999 war da ein
Ausweichbahnhof, mit dem Namen Tunga. Seit der Tunnel neu eröffnet wurde
gibt es im Tunnel drin ebenfalls wieder ein Ausweichstelle, sinnigerweise
mit dem Namen Tunga. |
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Zwei Bm73 als Zug 61 von Oslo nach Bergen auf der anderen Seite vom Tungatunnel, die Landschaft hat sich radikal geändert und der Blick fällt auf den knapp 1500m hohen Botnanuten. Vorne gut im Bild zu sehen die alte Trasse der Strecke bevor der Tungatunnel eröffnet wurde. |
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Zurück im Auto waren wir froh endlich wieder im
Windstillen zu sitzen, die Erkenntnis fürs nächste mal, alles anziehen was
im Auto an Klamotten so rumliegt ;) Es war sogar etwas eile angesagt jetzt,
den der rote von Bergen drückte bereits auf der Uhr. Für ihn fuhren wir
zwischen bei Vikastölen an einen netten See in mitten eines relativ engen
Talkessels. Zeit war genug als wir da ankamen und erstmal den Abfluss vom
See überqueren mussten. Im Sommer vor zwei Jahren führte der Abfluss noch
derart viel Wasser, dass er nur Barfuss durchquert werden konnte (eine kühle
Angelegenheit). Diesmal war aber das ganze Schmelzwasser weg und schwups war
man über ein paar Steine rüber gehüpft. Der Anstrengung aber nicht genug, um
einen Blick über das Tal bis zum nächsten Bergrücken zu erhaschen wollten
wir ganz rauf auf den vor uns liegenden Hügel. Schnaufend bin ich nach 15min
parallel mit Jan auf dem Hügel angekommen. Der Ausblick entschädigte aber.
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Etwas weiter vorne fährt Zug 602 mit der El18 hinter dem Rallervegen und vor dem Tungamassiv direkt am store Tangevatnet entlang gen Vikastölen und Haugastöl, dem nächsten Halt. |
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Dann folgte der erste abstieg vom Berg, was sich an der Schattigen flanke im feuchten Moos und den feuchten Flechten als sehr rutschig erwies. Unten angekommen, zum Glück unversehrt ;), stellten wir uns für den Güterzug nach Oslo, er kam schön im Plan hatte aber, man darf es fast nicht sagen, zu unserem bedauern eine dunkelgraue El14 vorne dran. Die Loks an sich sind ja prima, aber eine hellgraue und funkelnagelneue El19 würde etwas mehr ins Buidl passen da. |
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El14 mit dem Zug 5504 von Bergen gen Oslo hinter dem sotre Tangevatnet ins Tal vor Vikastölen. |
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Etwas widerwillig, aber was tut man nicht alles für das Hobby, bestiegen wir den Berg dann erneut um den folgenden Güterzug nach Bergen mit dem Blick von oben runter zu schiessen. Der Zug kam auch wieder mit einer beängstigenden Pünktlichkeit und El19 davor vor unserem Ausblick durchgerollt. |
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El 19 009 mit dem 5505 von Oslo nach Bergen hinter Vikastölen in der Steigung zum Tungatunnel hoch. |
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Lokportrait der El19 – es ist schon die mit schönste Lackierung der TRAXX Loks überhaupt! |
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Und weil es so schön war rutschten wir ein letztes mal runter vom Berg zum Abfluss des Sees um da den roten nach Bergen mit der El18 noch zu ballern. Ständiger Begleiter während den letzten Stunden war der kalte fiese Wind, die Wolken sind auch etwas aufgerückt in den letzten Stunden. Angesichts des kalten Windes wird es sich aber kaum um eine Warmfront handeln (eiskalt geraten ;)). |
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El18 2259 mit Zug 601 von Oslo nach Bergen in der bunten Herbstlandschaft oberhalb Vikastölen, nächster Halt - Finse! |
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Der rote war durch und wir hatten ein
kleines Loch vor uns bis sich in knapp 2h in Haugastöl zwei Güterzüge
kreuzen sollten. Etwas problematisch, den einen Zug muss man so zwangsweise
mit Frontschatten ballern, auch wenn es für beide Stellen gäbe mit
Frontlicht. Wir entschieden uns dann gemeinsam kurz vor dem Ende der
Bezahlstrasse bei Haugastöl etwas zu suchen, da führt die Bahn teilweise
unmittelbar am Wasser entlang und dank etwas tieferer Lage hat’s da noch
mehr Herbstfärbung im Kraut. |
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| Hectorrail 241 mit einem CargoLink Autozug von Bergen nach Drammen bei Vinbodden kurz vor Haugastöl, der See trägt den Namen Nygardsvatnet. | |||||
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Wir nahmen dann beide die optimale
Position oben auf dem Felsen ein, und es war wirklich optimal, vor allem für
eine Kreuzung in Haugastöl. Man musste sich nur umdrehen und konnte so auf
beide Seiten schiessen, so waren wir auch vor vorzeitigen oder verspäteten
Zügen sicher ;) Oben auf dem Felsen sah man nun langsam die Wolkenfront
näher zu kommen, dazu blies ein eisiger stürmischer Wind über den See direkt
auf unseren Felsen. Es wurde mit abnehmendem Sonnenstand recht kühl da im
Wind, aber kein Problem. Auf dem Felsen liessen wir es uns gut gehen und
genossen den Urlaub und die schöne Stimmung über dem See. |
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El19 mit Zug 5506 von Bergen nach Oslo kurz vor Haugastöl oberhalb vom Nygardsvatnet. In Haugastöl kommt die Strasse wieder zur Bahn heran und der im Vordergrund zu sehende Rallervegen hat ausgedient. |
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El16 wieder mit dem Zug 5507 auf dem Weg nach Bergen kurz hinter Haugastöl über dem Nygardsvatnet. |
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Runter kam eine El19, hoch eine
neulack El16, am genau selben Zug wie gestern. Sollte man da etwa ein System
erkennen oder war das nur Zufall? Wir waren sehr froh von unserem
Felsen runter steigen zu können und stellten uns im Wagen die Frage, was
nun? In etwas über einer Stunde stand ein Signatur an nach Oslo, dann der
El18 Zug ebenfalls nach Oslo. Den zweiten streichen wir eigentlich schon von
der Liste den im einzigen Zielgebiet wo was geht mit Sonne sah es wegen
Wolken relativ dunkel aus. Für den Signatur rechneten wir uns westlich am
Tagessee aber noch Chancen aus, also fuhren wir mal hoch. |
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Zwei Bm73 Einheiten aus Bergen mit Zug 64 nach Oslo im letzten Streiflicht auf dem Damm beim Ustnevatnet, Fotografiert vom \"Bahnhofshügel\" von Ustauset. Im Hintergrund zu sehen die Mächtige Wolkenfront welche kalte und sehr Windige Luft im Geleit hatte. |
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Zug 64 glänzt und spiegelt in den bunten Wäldern vor Ustauset, vorne peitscht im Wind der Ustevatn und hinten sieht man den Felsrücken vom Eimhäe, fast 1400m Hoch. |
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Blick auf Zug 64 welcher nach Halt den Bahnhof von Ustauset verlässt, der Wind peitscht in den Ustevatn Strukturen hinein während die Sonne die letzten Minuten auf die Landschaft zündet. |
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Als der Zug weg war liefen wir
gemütlich zurück zum Wagen und fuhren ohne Halt nach Geilo durch. Im
Ortsansässigen Spar kauften wir unser Abendessen, Kötbullar, Preiselbeeren
und Brun Sos .. mmmjaaaami. Jan zauberte dann anschliessend aus den Zutaten
wieder ein Prima Abendessen. Eine Wohltat nach dem ganzen blöden Polarbröd
und komischen Tuben Käse Fleisch Dings. Nun sitzen wir wieder am Tisch und
tippen beide – wir sind schon Nörds ;) |
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