Tag 16: Sonntag, 22.03.2009, Mosjøen - Dombås , 607 km

   

 
 
 

Um acht weckte uns Nils Natel. Wir standen ausnahmsweise etwas zügiger auf, da wir eine weite Strecke bis Dombås vor uns hatten. Wir suchten sogleich den Frühstücksraum unweit unseres Zimmers auf, dort war allerdings ausser einer Kaffeemaschine nur gähnende Leere (der Raum war trotzdem auf deutlich über 25° geheizt...). So gingen wir dann rüber ins Restaurant, wo wir tatsächlich ein Zmorgenbuffet vorfanden, es war jedoch weit und breit kein Mensch zu sehen. Nach einem mässig ausgiebigen Morgenessen gings zurück aufs Zimmer, parat machen zur Abfahrt. Im Bahnhof konnten wir noch zusehen, wie ein Baufahrzeug für die Abfahrt bereit gemacht wurde, was ein gewisses Spektakel war, insbesondere wegen der riesigen Diesel-Rauchwolke bis die Mühle warm war...
Bei der Abfahrt sahen wir dann einen Talent (wääk) am Bahnhof, der ebenfalls in unsere Richtung fuhr.
Die eine oder andere Autostunde später, nach wie vor über ziemlich vernachlässigte Strässchen (auch bekannt als „Europastrasse 6“), den Talent hatten wir zwar mal vor uns gesehen aber nie eingeholt, suchten wir ein Plätzchen, um den Tagzug, der mit dem bereits bekannten Loktyp Di4 geführt wurde, zu fotografieren. Dummerweise fuhr dieser ziemlich direkt gegen Norden, was um die Mittagszeit ein gewisses Problem mit dem Sonnenstand darstellte...
Die einzige vom Sonnenstand her taugliche und zeitlich erreichbare Stelle war der Bahnhof Namsskogan, den wir uns auch sogleich anschauten. Abgesehen von den beiden Beleuchtungsmasten wäre der Bahnhof auch nett gewesen, die Sonne schien aber nur ganz schwach zwischen den Wolken hervor. Nach einer guten halben Stunde warten kam der Zug auch, wir machten unser Foto und erfreuten uns am Dröhnen der abfahrenden Di4, danach gings weiter.

 

Di4 653 mit dem Tagzug von Trondheim nach Bodö bei Namsskogan

  Ein Bm93  wartet auf die Abfahrt nach Andalsnes im Bahnhof von Dombas
 

Mittagshalt war in Steinkjer, ein am Sonntag wie zu erwarten ziemlich verschlafenes Kaff. Allerdings, wie Nil so schön sagte, begann hier die Zivilisation wieder, die Strassen wurden deutlich besser, und die ersten Radarfallen in Norwegen tauchten auf :)
Die Fahrt um Trondheim war wenig interessant, bemerkenswert war nur die Bezahlstation (zuerst 15 NOK, danach nochmal 30 NOK, und das nur um um Trondheim *herum* zu fahren) sowie die Strasse, die ohne ersichtlichen Grund mehrmals zwischen vierspuriger Autobahn und 50er Ortsdurchfahrt kurz nacheinander wechselte.
Viele Kilometer später kamen wir zum Dovrefjell, das wir die nächsten Tage besuchen wollten. Leider lag eher wenig Schnee und es hatte offenbar kürzlich geregnet, allerdings waren die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und es schneite teilweise, weshalb es doch nicht so schlecht um den Schnee stand.
Auf dem Fjell tauchte dann plötzlich etwas silbriges auf der Strecke auf, es war eine Rc 2 der Tågåkeriet i Bergslagen mit Güterzug, die, vermutlich für das Anschlussgleis, dahinter gleich noch eine Nohab dabei hatte.
Bald waren wir in Dombås angekommen und fuhren zum nächstgelegenen Hotel. Das Hotel selbst fanden wir zwar sofort, die Reception war allerdings mit einem Pfeil 200 m recht angeschrieben, dahinter mit 100 m links, und ein ziemlich steiler und schlecht geräumter Weg führte den Hang hoch. Oben fanden wir dann aber tatsächlich die Reception und buchten ein Motel-Zimmer (gegenüber dem Hotelzimmer ohne TV oder Minibar, aber das konnten wir verschmerzen; Internet gabs so oder so) und pufften uns ein.
Danach gingen wir noch kurz zum Bahnhof, um zu schauen, ob irgendwas interessantes rum stand (was nicht der Fall war) und machten noch ein paar Nachtbilder des bereitstehenden Talent nach Åndalsnes.

Nach einer kurzen Besichtigung des Talent von innen (nette Innenausstattung) und einem kleinen Snack gings zurück zu unserem Zimmer, wo wir den Abend mit OpenTTD daddeln verbrachten.

 

 
   
 

Alle Texte und Bilder sind (C) bei www.bahnpics.com  - Erstellt für eine Bildschirmauflösung von 1024*786 Pixel