| |
|
|
|
Um acht weckte uns Nils Natel. Wir
standen ausnahmsweise etwas zügiger auf, da wir eine weite Strecke bis
Dombås vor uns hatten. Wir suchten sogleich den Frühstücksraum unweit
unseres Zimmers auf, dort war allerdings ausser einer Kaffeemaschine nur
gähnende Leere (der Raum war trotzdem auf deutlich über 25° geheizt...).
So gingen wir dann rüber ins Restaurant, wo wir tatsächlich ein
Zmorgenbuffet vorfanden, es war jedoch weit und breit kein Mensch zu
sehen. Nach einem mässig ausgiebigen Morgenessen gings zurück aufs
Zimmer, parat machen zur Abfahrt. Im Bahnhof konnten wir noch zusehen,
wie ein Baufahrzeug für die Abfahrt bereit gemacht wurde, was ein
gewisses Spektakel war, insbesondere wegen der riesigen
Diesel-Rauchwolke bis die Mühle warm war...
Bei der Abfahrt sahen wir dann einen Talent (wääk) am Bahnhof, der
ebenfalls in unsere Richtung fuhr.
Die eine oder andere Autostunde später, nach wie vor über ziemlich
vernachlässigte Strässchen (auch bekannt als „Europastrasse 6“), den
Talent hatten wir zwar mal vor uns gesehen aber nie eingeholt, suchten
wir ein Plätzchen, um den Tagzug, der mit dem bereits bekannten Loktyp
Di4 geführt wurde, zu fotografieren. Dummerweise fuhr dieser ziemlich
direkt gegen Norden, was um die Mittagszeit ein gewisses Problem mit dem
Sonnenstand darstellte...
Die einzige vom Sonnenstand her taugliche und zeitlich erreichbare
Stelle war der Bahnhof Namsskogan, den wir uns auch sogleich anschauten.
Abgesehen von den beiden Beleuchtungsmasten wäre der Bahnhof auch nett
gewesen, die Sonne schien aber nur ganz schwach zwischen den Wolken
hervor. Nach einer guten halben Stunde warten kam der Zug auch, wir
machten unser Foto und erfreuten uns am Dröhnen der abfahrenden Di4,
danach gings weiter. |
|
|
|
 |
|
 |
|
Di4 653
mit dem Tagzug von Trondheim nach Bodö bei Namsskogan |
|
Ein Bm93 wartet auf
die Abfahrt nach Andalsnes im Bahnhof von Dombas |
|
|
|
Mittagshalt war in Steinkjer, ein am Sonntag wie zu
erwarten ziemlich verschlafenes Kaff. Allerdings, wie Nil so schön
sagte, begann hier die Zivilisation wieder, die Strassen wurden deutlich
besser, und die ersten Radarfallen in Norwegen tauchten auf :)
Die Fahrt um Trondheim war wenig interessant, bemerkenswert war nur die
Bezahlstation (zuerst 15 NOK, danach nochmal 30 NOK, und das nur um um
Trondheim *herum* zu fahren) sowie die Strasse, die ohne ersichtlichen
Grund mehrmals zwischen vierspuriger Autobahn und 50er Ortsdurchfahrt
kurz nacheinander wechselte.
Viele Kilometer später kamen wir zum Dovrefjell, das wir die nächsten
Tage besuchen wollten. Leider lag eher wenig Schnee und es hatte
offenbar kürzlich geregnet, allerdings waren die Temperaturen unter dem
Gefrierpunkt und es schneite teilweise, weshalb es doch nicht so
schlecht um den Schnee stand.
Auf dem Fjell tauchte dann plötzlich etwas silbriges auf der Strecke
auf, es war eine Rc 2 der Tågåkeriet i Bergslagen mit Güterzug, die,
vermutlich für das Anschlussgleis, dahinter gleich noch eine Nohab dabei
hatte.
Bald waren wir in Dombås angekommen und fuhren zum nächstgelegenen
Hotel. Das Hotel selbst fanden wir zwar sofort, die Reception war
allerdings mit einem Pfeil 200 m recht angeschrieben, dahinter mit 100 m
links, und ein ziemlich steiler und schlecht geräumter Weg führte den
Hang hoch. Oben fanden wir dann aber tatsächlich die Reception und
buchten ein Motel-Zimmer (gegenüber dem Hotelzimmer ohne TV oder
Minibar, aber das konnten wir verschmerzen; Internet gabs so oder so)
und pufften uns ein.
Danach gingen wir noch kurz zum Bahnhof, um zu schauen, ob irgendwas
interessantes rum stand (was nicht der Fall war) und machten noch ein
paar Nachtbilder des bereitstehenden Talent nach Åndalsnes.
Nach einer kurzen Besichtigung des Talent von innen
(nette Innenausstattung) und einem kleinen Snack gings zurück zu unserem
Zimmer, wo wir den Abend mit OpenTTD daddeln verbrachten. |
|
|
 |
 |
|
|
|
|
|
 |
 |
| |
|
Alle Texte und Bilder sind
(C) bei www.bahnpics.com -
Erstellt für eine Bildschirmauflösung von 1024*786 Pixel |
|
|
|