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Nach einer mässig erholsamen Nacht im Ibis-Hotel
testeten Nil und ich, wer es schafft, länger im Bett liegen zu bleiben.
Nil gewann, und so standen wir irgendwann um neun auf und eine gute
halbe Stunde später waren wir auf dem Weg zur Tunnelbana-Station. Leider
ohen Frühstück, wir hatten es bewusst nicht gebucht, aber bei der
Keycard abgabe sagte die hinter dem Tresen irgend etwas von Frühstück.
Leider merkte die dann, dass wir keines bezahlt hatten, schade
eigentlich :-)
An der Tunelbana wunderten wir uns erneut über das
manuelle Entwerten der Tickets, wie "altmodisch". Ein Zug in die
Innenstadt folgte gleich. Wir konnten nun auch die U-Bahn-Strecke bei
Tag besichtigen, welche um Kista einige Stationen oberirdisch verläuft,
die beiden Richtungen getrennt auf unterschiedlichen Trassen.
Bald in der T-Centralen angekommen fanden wir erst
mal den Hauptbahnhof nicht mehr, weil der Ausgang irgendwo mitten in die
Stadt führte. Ein Arlanda-Express-Schild brachte uns aber wieder auf den
richtigen Weg, und wir konnten unser restliches Gepäck verstauen, um uns
ohne viel Ballast in Stockholm umzusehen. Die anschliessende Suche nach
einem Touristenbüro, in der Hoffnung, einen Stadtplan zu ergattern,
blieb allerdings erfolglos, und so machten wir uns auf in Richtung
Altstadt. Am Parlament (?) vorbei gings durch hübsche alte Gassen voller
Touristen in Richtung Hafen. Dort angekommen, schauten wir ein bisschen
dem Treiben zu und überquerten anschliessend eine Brücke zur anderen
Seite, wo wir uns kurz eine an dieser Stelle beginnende Vorortsbahn
anschauten und den dortigen Lift mit Aussichtsplattform benutzen
wollten, der allerdings am Sonntag nicht lief und ganze 10 Kronen
gekostet hätte. Auf der anderen Seite des Platzes hatten wir dann guten
Blick auf die dort vierspurige U-Bahn-Strecke mit viel Verkehr und ein
Busdepot mit etwa sieben Warteplätzen. Diese waren so angeordnet, dass
es später ankommende Busse es immer schwieriger hatten, in die
Warteplätze hinein zu fahren, und wir hofften darauf, dass ein Chauffeur
sein Können zeigen muss; allerdings wurden immer wieder „einfache“
Plätze frei und so kam es nicht dazu. |
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Tunelbana
von Stockholm, mit Blick auf die Altstadt |
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Tunelbana von Stockholm, mit
Blick auf die Altstadt |
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Danach gings wieder zurück über
die Brücke und ziellos durch die Altstadt, ein paar Strassen weiter
hinten als am Hinweg. Dabei vielen die diversen handbetriebenen Brunnen
auf, welche allerdings alle ausser Betrieb waren, sowie eine
aussergewöhnliche, alte Telefonzelle, in die lieblos ein modernes
Telefon reinmontiert wurde. Ein paar Meter weiter stiessen wir auf
traditionell angezogene Wachsoldaten, und fanden bald heraus, dass es
sich dabei um die Königsresidenz handelt. Aus Neugierde schauten wir
kurz in den „Royal Gift Shop“ rein, wo es allerlei Artikel für
„König-Fans“ zu kaufen gibt. Als wir raus kamen standen da diverse
Touristengruppen rum, als gäbe es bald was zu sehen. Tatsächlich kündete
bald ein Uniformierter eine Wachablösung an, welche dann auch sehr
traditionell und pedantisch durchgeführt wurde, inkl. Fahne schwingen,
Trompete und in Formation rum laufen. |
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Wachablösung am Königspalast, mit Trompete, Flagge ect. |
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Rc6 1409 im Hauptbahnhof am
Umsetzen. |
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Auf dem
Rückweg zum Bahnhof mit Verpflegungspause suchte ich noch nach einem
Modelleisenbahn-Laden, es war jedoch nichts zu finden. Da wir nichts
besseres mehr zu tun wussten, nahmen wir den erstbesten Regionalzug nach
Uppsala und testeten die SJ-Wagen, welche allerdings eher für
Intercity-Verkehr geeignet schienen.
Die
Endstation Uppsala war eine ziemliche Baustelle, die neuen Perrons
standen zwar schon, konnten aber noch nicht benutzt werden. Mit dem
gleichen Zug gings dann wenig später zurück nach Stockholm.
In
Stockholm angekommen gabs eine X2000-Doppeltraktion nach Göteborg zu
sehen und den Abfahrtsbildschirmen entnahmen wir, dass die Probleme um
Linköpping noch immer nicht gelöst waren; ein Zug hatte eine
vorausgesagte Abgangsverspätung von sage und schreibe anderthalb
Stunden! Etwas später war dann bald unser Nachtzug da, und wir
quetschten uns mit allem Gepäck ins gebuchte Sechserabteil. Der Zug war
ziemlich lang, was uns dann aber angesichts der vielen Skifahrer, wovon
die meisten wohl in Richtung Abisko wollen, auch nicht weiter erstaunte.
Im Zug zogen wir uns dann ein paar Filme rein (zum Glück gabs
Steckdosen) sowie im Speisewagen eine Lasagne aus zweifelhafter Herkunft
(Tiefkühler und Mikrowelle o.ä.) und danach gings ab ins Bett. |
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