Tag 2: Sonntag, 08.03.2009, Stockholm -  Luleå

   

 
 
 

Nach einer mässig erholsamen Nacht im Ibis-Hotel testeten Nil und ich, wer es schafft, länger im Bett liegen zu bleiben. Nil gewann, und so standen wir irgendwann um neun auf und eine gute halbe Stunde später waren wir auf dem Weg zur Tunnelbana-Station. Leider ohen Frühstück, wir hatten es bewusst nicht gebucht, aber bei der Keycard abgabe sagte die hinter dem Tresen irgend etwas von Frühstück. Leider merkte die dann, dass wir keines bezahlt hatten, schade eigentlich :-)

An der Tunelbana wunderten wir uns erneut über das manuelle Entwerten der Tickets, wie "altmodisch". Ein Zug in die Innenstadt folgte gleich. Wir konnten nun auch die U-Bahn-Strecke bei Tag besichtigen, welche um Kista einige Stationen oberirdisch verläuft, die beiden Richtungen getrennt auf unterschiedlichen Trassen.

Bald in der T-Centralen angekommen fanden wir erst mal den Hauptbahnhof nicht mehr, weil der Ausgang irgendwo mitten in die Stadt führte. Ein Arlanda-Express-Schild brachte uns aber wieder auf den richtigen Weg, und wir konnten unser restliches Gepäck verstauen, um uns ohne viel Ballast in Stockholm umzusehen. Die anschliessende Suche nach einem Touristenbüro, in der Hoffnung, einen Stadtplan zu ergattern, blieb allerdings erfolglos, und so machten wir uns auf in Richtung Altstadt. Am Parlament (?) vorbei gings durch hübsche alte Gassen voller Touristen in Richtung Hafen. Dort angekommen, schauten wir ein bisschen dem Treiben zu und überquerten anschliessend eine Brücke zur anderen Seite, wo wir uns kurz eine an dieser Stelle beginnende Vorortsbahn anschauten und den dortigen Lift mit Aussichtsplattform benutzen wollten, der allerdings am Sonntag nicht lief und ganze 10 Kronen gekostet hätte. Auf der anderen Seite des Platzes hatten wir dann guten Blick auf die dort vierspurige U-Bahn-Strecke mit viel Verkehr und ein Busdepot mit etwa sieben Warteplätzen. Diese waren so angeordnet, dass es später ankommende Busse es immer schwieriger hatten, in die Warteplätze hinein zu fahren, und wir hofften darauf, dass ein Chauffeur sein Können zeigen muss; allerdings wurden immer wieder „einfache“ Plätze frei und so kam es nicht dazu.

 

Tunelbana von Stockholm, mit Blick auf die Altstadt

  Tunelbana von Stockholm, mit Blick auf die Altstadt
 

Danach gings wieder zurück über die Brücke und ziellos durch die Altstadt, ein paar Strassen weiter hinten als am Hinweg. Dabei vielen die diversen handbetriebenen Brunnen auf, welche allerdings alle ausser Betrieb waren, sowie eine aussergewöhnliche, alte Telefonzelle, in die lieblos ein modernes Telefon reinmontiert wurde. Ein paar Meter weiter stiessen wir auf traditionell angezogene Wachsoldaten, und fanden bald heraus, dass es sich dabei um die Königsresidenz handelt. Aus Neugierde schauten wir kurz in den „Royal Gift Shop“ rein, wo es allerlei Artikel für „König-Fans“ zu kaufen gibt. Als wir raus kamen standen da diverse Touristengruppen rum, als gäbe es bald was zu sehen. Tatsächlich kündete bald ein Uniformierter eine Wachablösung an, welche dann auch sehr traditionell und pedantisch durchgeführt wurde, inkl. Fahne schwingen, Trompete und in Formation rum laufen.

 

 

Wachablösung am Königspalast, mit Trompete, Flagge ect.

  Rc6 1409 im Hauptbahnhof am Umsetzen.
 

Auf dem Rückweg zum Bahnhof mit Verpflegungspause suchte ich noch nach einem Modelleisenbahn-Laden, es war jedoch nichts zu finden. Da wir nichts besseres mehr zu tun wussten, nahmen wir den erstbesten Regionalzug nach Uppsala und testeten die SJ-Wagen, welche allerdings eher für Intercity-Verkehr geeignet schienen.

Die Endstation Uppsala war eine ziemliche Baustelle, die neuen Perrons standen zwar schon, konnten aber noch nicht benutzt werden. Mit dem gleichen Zug gings dann wenig später zurück nach Stockholm.

In Stockholm angekommen gabs eine X2000-Doppeltraktion nach Göteborg zu sehen und den Abfahrtsbildschirmen entnahmen wir, dass die Probleme um Linköpping noch immer nicht gelöst waren; ein Zug hatte eine vorausgesagte Abgangsverspätung von sage und schreibe anderthalb Stunden! Etwas später war dann bald unser Nachtzug da, und wir quetschten uns mit allem Gepäck ins gebuchte Sechserabteil. Der Zug war ziemlich lang, was uns dann aber angesichts der vielen Skifahrer, wovon die meisten wohl in Richtung Abisko wollen, auch nicht weiter erstaunte.
Im Zug zogen wir uns dann ein paar Filme rein (zum Glück gabs Steckdosen) sowie im Speisewagen eine Lasagne aus zweifelhafter Herkunft (Tiefkühler und Mikrowelle o.ä.) und danach gings ab ins Bett.

 

 
   
 

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